Kindergruppe 2025

„Immer mit der Ruhe“

Naturforscher-Kindergruppe des LBV beobachtet beim Dezembertreffen Tiere im Winter

Tiere im Winter halten Winterschlaf, fahren ihre Körpertemperatur bis zum Erstarren herunter und geben Ruhe, sammeln also einige Wochen lang Kraft für das neue Jahr. Wir Menschen bereiten uns im Dezember auf Weihnachten vor, was das Gegenteil von Ruhe und Schlaf ist. Denn die „stade Zeit“ ist geprägt von Hektik. Zur Ruhe kommt man eventuell beim Gang über einen Weihnachtsmarkt mit seiner Musik, seinen Glühwein- und Bratwurstständen und den diversen Angeboten für Kinder. 

 

Die Naturforscher-Kindergruppe des LBV sammelte auf einem Spaziergang vom For-you-Jugendzentrum zum Bogenbach z. B. etwas Weiches, etwas Duftendes, etwas Nützliches, etwas Weihnachtliches.

 

Die Kinder schulten dabei ihre Wahrnehmung. 


 Bei den gesammelten Gegenständen überwogen Zapfen von verschiedenen Nadelbäumen. Zapfen helfen Tieren beim Überleben. Kiefernzapfen sind ein wichtiges Winterfutter, weil viele Samen im Zapfen bleiben, bis er vollständig geöffnet ist. Sie nutzen Eichhörnchen, Spechte, Mäuse und Kreuzschnäbel. Diese Tiere tragen gleichzeitig zur Verbreitung der Samen bei. Kiefern halten ihre Zapfen oft mehrere Jahre am Baum, lassen sie komplett am Baum ausreifen. Daher fallen die trockenen Zapfen häufig im Herbst und Winter ab; dann liegen besonders viele auf dem Waldboden. Die trocken-kalte Winterluft begünstigt das Öffnen der Zapfen, Winterstürme und Schneelast schütteln die Äste, die Zapfen lösen sich eher und fallen herab.

 

Die Naturforscher-Kindergruppe hörte in der Geschichte vom kleinen Zapfenwanderer Pino interessiert, wie ein Kiefernzapfen nach dem Aufprall auf den Waldboden von einem hungrigen Eichhörnchen als Futter genutzt und anschließend vergraben wird. Danach wird er zum Zuhause für winzige Käfer, zerfällt weiter. Manchmal, wenn im Frühling die Sonne den Waldboden wärmt, wachsen in der Nähe kleine Kiefernsprösslinge. Pinos Reise geht also weiter – in all den Samen, die er auf den Weg geschickt hat.

 

Aus den Zapfen, die die Kinder gesammelt hatten, bastelten sie Weihnachtsgeschenke. Dabei stellte die Gruppenleiterin Gabi Eisenreich das Jahresprogramm 2026 vor.

 

Am Freitag, 09.01.2026, werden von 15 bis 17 Uhr Wintervögel bestimmt, gezählt und kartiert. Im weiteren Jahresverlauf sind die Highlights z. B. das Pflanzen eines Apfelbaums, der Besuch des Fledermausfachberaters für den Landkreis Deggendorf und – auf besonderen Wunsch der Kinder- die Beobachtung von Greifvögeln. Wer sich für das ganze Programm interessiert, wird hier fündig.

Flapp lernt fliegen

Beitrag der Naturforscher-Kindergruppe des LBV zum bundesweiten Vorlesetag

Eine Woche vor dem bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 21.11., beschäftigte sich die Kindergruppe des LBV bei ihrem Novembertreffen mit einem geheimnisvollen Wesen von nicht immer gutem Ruf, der Fledermaus.

In dem Kinderbuch von Lu Fraser und Sarah Warburton geht es um eine ängstliche Fledermaus, die den Ast, an dem sie  kopfüber im Dschungel hängt, nicht loslassen will. Sie hat Angst, zu stürzen, zu fallen und nicht lenken zu können. Erst, als eine Motte sie entdeckt und ihr Mut macht, probiert sie das Fliegen aus, fällt dabei aber in ein Pflanzenbeet. Weitere Versuche gelingen auch nicht, bis ein Sturm Flapps neue Freundin, die Motte, fortzureißen droht. Flapp eilt zu ihrer Rettung, vegisst seine Angst und trotzt dem Unwetter. Liebevoll und sehr mitfühlend gereimt preist die Geschichte mit dem Titel „Flapp lernt fliegen“ die Kraft der Freundschaft und faszinierte damit die LBV-Kindergruppe.

Bei diversen Spielen probierte sie aus, wie Fledermäuse sehen (mit ihren Ohren), hören (mit der Echo-Ortung), fliegen (ihre Hände sind zu Flügeln geworden). Ihre Beute fangen sie, indem sie während des Fluges immer wieder schrille Schreie ausstoßen. Sie sind so hoch, dass der Mensch sie nicht hört. Trifft der Schrei aber auf die Beute der Fledermaus wird er als Echo zurückgeworfen und hilft ihr bei der Orientierung. Mit Hilfe eines Fledermaus-Detektors könnte auch der Mensch die Schreie hören, allerdings nur zwischen April und Oktober. In den anderen Monaten halten die Fledermäuse Winterschlaf. 

Mit großem Interesse hörten die jungen Naturforscher, dass man Fledermäusen ihre Futtersuche, Insekten, erleichtern kann, indem man ein Fledermausbeet anlegt mit Blumen, die in der Nacht ihre Blüten öffnen. Sie locken damit die Beute der Fledermäuse an und erleichtern ihnen die Jagd. Denn Fledermäuse sind gefährdet wegen der Zerstörung ihrer Lebensräume. 

 

Herzliche Einladung ergeht zum Treffen am 12.12. von 15 bis 17 Uhr im For you in Deggendorf zum Thema „Immer mit der Ruhe – Winter in der Natur“!

Vom Werden und Vergehen

Oktobertreffen der Naturforscher-Kindergruppe des LBV

Stolz auf ihre kreativen Werke, Foto: Gabi Eisenreich
Stolz auf ihre kreativen Werke, Foto: Gabi Eisenreich

Im Herbst wechselt der Laubwald die Farbe; der Baum spart Energie, zieht Nährstoffe aus den Blättern zurück und wirft sie ab. Blätter fallen ab; Nährstoffe werden recycelt.

Für Vögel ändert sich das Nahrungsangebot; Standvögel wie z. B. Spechte passen sich an.

Welch faszinierender Vogel der Specht ist, erfuhr die LBV-Kindergruppe unter der Leitung von Gabi Eisenreich und Angelika Schäfer auf der Streuobstwiese am Imkerhaus in Deggendorf.

Je nach Art ist ein Specht 14 bis 50 cm lang und wiegt 20 bis 350 g. Mit seiner bis zu zehn cm langen Zunge, die sich im Kopf herumwickelt, holt er Insekten aus den kleinsten Ritzen. Er ist ein Wohnungskünstler und meißelt Höhlen, in denen später auch andere Tiere wohnen. Sein steifer Schwanz dient als Stütze beim Klettern, denn er klettert senkrecht an Baumstämmen hoch.

Im Wald ist er mit seinem Trommeln und Klopfen an Baumstämmen kilometerweit zu hören. Er markiert damit sein Revier oder sucht eine Partnerin. Sein Gehirn wird durch einen stoßdämpfenden Schädel beim Klopfen geschützt.

Ornithologen erkennen Spechte an ihrem jeweils eigenen Rhythmus. Das Trommelgeräusch ist wie ein Lied. Mit zwei Aststücken pro Kind probierten die Naturforscherinnen eigene Spechtsignale zu erfinden und miteinander ein Lied zu komponieren.

Um das Imkerhaus herum regten vielfältige Materialien in großer Zahl dazu an, ein Herbstmobile zu basteln. Während des Bastelns entstand eine eigene Geschichte über den Kreislauf des Lebens im Wald aus Vogelperspektive.

 

Gabi Eisenreich und Angelika Schäfer laden zum Thema „Fledermäuse“ am Freitag, 14.11.2025, von 15 bis 17 Uhr ins Jugendzentrum For you in der Amanstraße 21 in Deggendorf ein.


Heupferdchen-Abzeichen verliehen

LBV-Kindergruppe und Natternberger Burggeister bestehen Artenkennerabzeichen

Foto: Simone Hofmann
Foto: Simone Hofmann

Fünf Kinder aus der Deggendorfer Gruppe und fünf Kinder von den Natternberger Burggeistern unter Leitung von Anita Halser nutzten am Samstag Vormittag das Angebot als erste in Niederbayern, das Abzeichen des Heupferdchens zu erwerben. 

 

Abzeichen und Zertifikat erhielten die jungen Naturforschenden für erste Artenkenntnisse, erfolgreiches Entdecken und Bestimmen von Tieren und Pflanzen und Beherrschen von Fangtechniken, schonenden Umgang mit dem Fang und dessen Dokumentation.

 

Gabi Eisenreich und Angelika Schäfer sowie Anita Halser und Ruth Waas, die die Betreuerinnen tatkräftig und fachkundig unterstützte, haben sich über Neugier, Forschergeist und Lust am Mitmachen ihrer Gruppen sehr gefreut. 


Von Elfen, Gauklern und Rittern

LBV-Kindergruppe erforscht am Imkerhaus in Deggendorf Insekten

 

Im zweiten Jahr der Naturforscher-Kindergruppe des LBV trafen sich am zweiten Freitag im Monat wieder elf Kinder und beschäftigten sich begeistert mit dem Inhalt der Insektenkiste des BN-Bildungswerks. Sie setzten aus den einzelnen Teilen eines Holzpuzzles eine Biene zusammen und beschrifteten anschließend die einzelnen Teile mit den Fachbegriffen. Dabei lernten sie, dass die Beine eines Insekts an der Brust befestigt sind und nicht am Hinterleib. Durch ein Facettenauge einer Libelle zu schauen war nicht so interessant wie die einzelnen Phasen der Metamorphose eines Marienkäfers der Reihe nach zu ordnen. Anhand von Fotos überlegten die Kinder, warum eine asphaltierte Straße kein Lebensraum für Insekten ist und ein Mähroboter ihr Überleben bedroht. Dass Bienen sich mit Hilfe eines Schwänzeltanzes verständigen, war schon aus der Schule bekannt ; damit konnten die jungen Forschenden in einem Insektenquiz punkten. Mit der Becherlupe und dem Pinsel auf Insektenfang zu gehen verlangte besondere Vorsicht. Der Fang musste nach seiner Bestimmung wieder am selben Ort freigelassen werden. Große Sorgfalt war auch angesagt beim Basteln einer Schwirrbiene. Damit sie hörbar surrt, müssen ihre Einzelteile mit einem besonderen Kleber verbunden werden. Nur dann war der Wettbewerb um den lautesten Summton zu gewinnen.


Am Freitag, 10.10., steht von 15 bis 17 Uhr der Wald als Thema auf dem Programm.

Mit allen Sinnen unterwegs auf dem Spielefest in Deggendorf

Alle Jahre wieder veranstaltet das Jugendcenter For you im August auf dem Deggendorfer Stadtplatz ein Spielefest. Auch dieses Jahr war es am vierten Freitag im Monat wieder soweit. Von 10 bis 17 Uhr bot sich dem Publikum ein reichhaltiges Angebot.

 

In unmittelbarer Nähe gegenüber der Bühne befindet sich wie jedes Jahr der LBV-Stand. Gabi Eisenreich und Angelika Schäfer leiten seit Oktober 2024 die Naturforscher-Kindergruppe des LBV. Sie erzählen ihrem Publikum von ihrer Arbeit mit den zwölf Mädchen und Buben am Imkerhaus im Deggendorfer LBV-Gelände und stoßen auf großes Interesse. Während ein Zauberer auf der Bühne sein Publikum mit zahlreichen Tricks fasziniert, schnuppern die Kinder am LBV-Stand an vier verschiedenen Dosen mit Kräuter- und Lebensmitteldüften und versuchen herauszufinden, welche Frucht Vögel lieben. Vier Boxen mit geheimnisvollem Inhalt laden zum Fühlen und Überlegen ein, welches Material Vögel nicht für ihren Nestbau brauchen. Der Specht Hack-Hack fordert dazu auf zu überlegen, auf welchem laminierten DIN-A-4-Blatt Informationen über ihn zu finden sind. Wer die acht Fragen erfolgreich beantwortet, gewinnt ein Tatoo oder einen ganz besonderen Stein aus einer reichhaltigen Steinesammlung.

 

Für ihre Unterstützung vor Ort bedanken sich die Leiterinnen der Kindergruppe bei Annette Berndt und Manuel Dull und ganz besonders bei Cordula Gunkel von der LBV-Bezirksgeschäftsstelle in Straubing, die den ganzen Tag am Stand tatkräftig mitwirkte.

Summ, summ, summ, Bienchen summ herum -

LBV-Naturforscher-Kindergruppe besucht Lehrbienenstand des Deggendorfer Imkervereins

Bienen, ihr Aussehen, ihre Lebensweise, ihre Arbeit und deren Ergebnisse standen im Mittelpunkt des Julitreffens der Naturforscher-Kindergruppe des LBV. Am Lehrbienenstand zeigte Dominik Wimschneider, Bio-Landwirt und Biokreis-Imker, der Kindergruppe die Unterschiede zwischen einer Drohne, einer Arbeiterin und der Königin. Eine Drohne hat keinen Stachel; die Königin von den anderen Bienen zu unterscheiden verlangt, genau hinzuschauen. Sehr schön waren die Merkmale eines Insekts zu sehen, der dreigeteilte Körper, sechs Beine, die Flügel, Facettenaugen, die Fühler und ein Außenskelett. Eine Biene vorsichtig in die Hand zu nehmen ist ein besonderes Erlebnis.

 

An einer Schauwabe bewunderten die Kinder, mit wieviel Fleiß und wie unermüdlich die Bienen in kurzer Zeit Honig produzieren. Aus den sechseckigen Zellen eines anderen Wabengebildes schlüpfte im Sekundentakt Biene um Biene. Der Höhepunkt war natürlich, vorsichtig den Finger in eine mit Honig gefüllte Zelle zu bohren und anschließend mit Genuss abzuschlecken. Dominik Wimschneider wies darauf hin, dass der Honig immer anders schmeckt, je nachdem, von welcher Blüte die Bienen genascht haben.

 

Daher ist ein bienenfreundlicher Garten durch vielfältige Blühpflanzen und heimische Pflanzenarten gekennzeichnet; er sollte unaufgeräumte Ecken und Nistmöglichkeiten für Wildbienen enthalten. Pestizide und chemischer Dünger sollten nicht verwendet werden, da sie auch den Vögeln schaden.

 

Bienen kann man z. B. helfen, indem man Blühwiesen statt Zierrasen anlegt, blühende Kräuter in Beeten pflanzt und flache Schalen mit Wasser und kleinen Steinen aufstellt. Davon profitieren auch die Vögel. Insekten sind Nahrung für Jungvögel; Samen und Früchte von heimischen Pflanzen sind auch wichtig für Körnerfresser. Daher ist ein bienen- bzw. insektenfreundlicher Garten auch vogelfreundlich.

 

Mit den oben genannten Anregungen versehen verabschiedeten Annette Berndt, Gabi Eisenreich und Angelika Schäfer, die Gruppenleiterinnen, die Naturforscher-Kindergruppe in die Sommerpause. Beim nächsten Treffen am 19.09. von 15 bis 17 Uhr geht es um Elfen, Gaukler und Ritter.

Auf Fotosafari in einem vogelfreundlichen Garten

Naturforscher-Kindergruppe des LBV unterwegs

Ein vogelfreundlicher Garten zeichnet sich durch Vielfalt und naturnahe Gestaltung aus. Sie bieten den Vögeln Nahrung, Deckung und Nistmöglichkeiten. Zentral sind heimische Pflanzen, die über das Jahr hinweg Blüten, Früchte und Samen ausbilden, die Vögel anlocken. Strukturen wie Hecken, Sträucher und Bäume können auch als Unterschlupf dienen.

Solch einen Garten stellten Gerhard und Evi Wilfling in Uttenhofen unserer LBV-Kindergruppe für ihr Junitreffen zur Verfügung. Auch am letzten Schultag vor den Pfingstferien hatten fünf Mädchen große Lust auf Entdeckungen und erforschten manch verschwiegene Ecke im Garten – ein Wildbienenhotel, ein Fledermaus-Unterschlupf, ein Wellensittich-Pärchen, das in einer Voliere eifrig turnte. Auch Pflanzen der unterschiedlichsten Art wurden untersucht und bestimmt, deutsche, europäische und afrikanische Tiere nach Vorlage gezeichnet. Fasziniert schauten die Kinder zu, wie Gerhard am heimischen Gartentisch mit wenigen Strichen ein Pferd in einen Elefanten verwandelte.

Anschließend fingen die Kinder mit der Becherlupe am nahen Teich Insekten, bestimmten sie und ließen sie – natürlich – wieder frei. Sogar eine Schildkröte zeigte sich. In der Wand der nahen Kiesgrube fanden sich zwar Spuren von Eisvogel-Nistplätzen, leider aber nicht deren „Hausherren“.

Auch heute knüpfte die Gruppe  wieder das Netzwerk der Natur aus Wäscheseilen und machte sich bewusst, welche wichtige Rolle der Mensch in ihm spielt. 

 

Das nächste Treffen findet am Freitag, 11.07., 15 – 17 Uhr, am Imkerhaus in Deggendorf  statt zum Thema „Was summt denn da?“.

Kuckuck, kuckuck ruft´s aus dem Wald

Kindergruppe des LBV begeistert von spannenden Frühlingsthemen

Mit einem bekannten Volkslied startete das zweistündige Maitreffen der LBV-Naturforscher-Kindergruppe auf der Streuobstwiese am Gleisdreieck in Deggendorf. Seit einigen Tagen ist der Kuckuck als Frühlingsbote mit seinem typischen Ruf immer wieder zu hören. Der taubengroße Vogel kommt in Nordafrika und Eurasien vor und ist gefährdet. Er hat einen schlechten Ruf, weil er seine Eier in fremde Nester legt und dafür Platz schafft. Die Eier sind zwar groß, aber gut getarnt und werden daher vom Wirtsvogel ausgebrütet. Allerdings kommt der Kuckuck seit einigen Jahren zu spät und trifft wegen des Klimawandels auf schon ausgebrütete Eier. Dann klappt seine Tarnung natürlich nicht.

 

Als Nahrung bevorzugt der Kuckuck Insekten aller Art; sie ernähren sich von Frühblühern wie z. B. dem Löwenzahn. Er färbt seit Anfang April die Wiesen gelb und hat sich jetzt im Mai in die Pusteblumen verwandelt, als die er auch bezeichnet wird. Sie sind gut ausgerüstet für weite Flüge und sichern dadurch den Fortbestand der Art. Der Löwenzahn ist vielseitig verwendbar als Honig, Sirup; Löwenzahnsalat wird gerne mit Speckrahmsoße serviert. Sie mildert den bitteren Eigengeschmack, an den sich manche Kinder mit Grausen erinnerten. Gerne teilten sie die Stiele in Wasser; aus den nach einiger Zeit entstehenden Streifen lässt sich wunderbarer Schmuck machen.

 

Löwenzahnblüten waren auch Teil eines Wiesenwunderkörbchens, dessen Bestandteile die Kinder aufmerksam erspürten und sehr schnell sortierten. Es enthielt nämlich auch Bonbonpapiere und Zigarettenkippen, die natürlich nicht auf eine Streuobstwiese gehören. Ihre vielfältigen Pflanzen zu schützen sieht die Naturforscher-Kindergruppe des LBV als wichtige Aufgabe an.

 

Auf der Streuobstwiese beim Imkerhaus fanden die Kinder nicht nur das Gelb des Löwenzahns, sondern auch Blüten in allen weiteren Farben des Regenbogens wie Rot, Orange, Grün, Blau, Indigo und Violett. Sie ergaben auf einer Farbpalette aus Pappe ganz besondere Kunstwerke für eine Ausstellung. Sie zeigte die Wertschätzung für die Vielfalt der Pflanzenwelt vor allem auf einer Streuobstwiese, die ja auch eine Bienenweide ist und damit der Tierwelt dient. Diese Verflechtungen in der Natur erfuhren die Kinder zum Abschluss des Maitreffens in einem Netzwerk (aus Wäscheseilen), das auch den Menschen trägt, wenn er wertschätzend damit umgeht.

 

An Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 29.05.2025, ist die Naturforscher-Kindergruppe am LBV-Stand in Niederalteich am Donaufest anzutreffen.

Naturforscher- und Burggeister -Kindergruppe entdecken die Vogelwelt am Hackerweiher

Der Hackerweiher ist ein Vogelparadies im Landkreis Deggendorf, an dem sich zahlreiche Vogelarten beobachten lassen. Er liegt am Ortsrand von Stauffendorf. In diesem Ort lebt Anita Halser. Sie lud am Freitag, 04.04., nachmittags, ihre „Burggeister“, eine Kindergruppe des Obst- und Gartenbauvereins Natternberg, zu einer Begegnung mit der Naturforscher-Kindergruppe des LBV Deggendorf unter der Leitung von Gabi Eisenreich und Angelika Schäfer ein. Simone Hofmann, die Tochter von Anita Halser, unterstützte sie tatkräftig.

Die „Burggeister“ feiern in diesem Jahr zwanzigjähriges Jubiläum; sie basteln am 26.04. in der Alten Schule in Rettenbach für den Muttertag und laden dazu herzlich ein.

Die LBV-Experten hatten zahlreiche Spektive am Ufer des Weihers aufgebaut. Begeistert beobachteten die Kinder Kohlmeisen, Blesshühner, Stockenten, zwei Haubentaucher bei der Balz. Löffelenten mit ihrem charakteristischen Schnabel zogen ihre Kreise.

Zu den Löffelenten gab es in einem Quiz Fragen zu beantworten.

Anschließend ging es am Weiher entlang auf eine Wanderung, um Vögeln bei ihren Unterhaltungen zuzuhören. „Wusstet ihr schon, dass Vögel sich der jeweiligen Gegend anpassen? Sie haben also wie wir Menschen einen Dialekt.“ erklärte Josef Baumgartner. „“Seid leise! Dann hört ihr den Zilp-Zalp. Er hat seinen Namen nach seinem Ruf erhalten.“ Die Kinder hörten interessiert einem Rotkehlchen beim Flöten zu, der Kleiber meldete sich, Buchfink und Stieglitz schlossen sich an. Auch eine Mönchsgrasmücke war zu hören; sie ist erst seit einer Woche aus dem Süden zurück. „Und woher weißt du das alles?“ fragte ein skeptisches Kind. „Viel Geduld! Gute Ohren! Lange Erfahrung! Bekommt ihr auch, wenn ihr das öfter macht!“ war die Antwort des Experten.

Nach zwei Stunden intensiven Sammelns von Informationen und vielen Gegenständen aus der Natur kam die Stärkung mit je einem Schnittlauchbrot durch Anita Halser gerade recht. Als Erinnerung an die heutige Zusammenarbeit erhielten die Kindergruppen je einen Eulen-Anhänger; auch kostenloses Vogelfutter konnte mitgenommen werden.


Naturforscher-Kindergruppe des LBV Deggendorf schaut in die Sterne

Am Freitag, 21.03.2025, traf sich die Kindergruppe des LBV Deggendorf auf dem Pledlberg oberhalb von Winzer zu einem Blick in die Sterne in der dortigen Sternwarte. Von 15 bis 17 Uhr informierten Peter Stadler und Robert Geigenfeind vom Verein der „Volkssternwarte unterer Wald e. V.“ über den Unterschied zwischen Sternen und Planeten, die Milchstraße und den Andromedanebel und diverse Sternbilder. Besonders interessant war für die ca. 15 Kinder mit ihren Begleitpersonen, dass der Sternenhimmel im März auch ein Vogel-Sternbild aufweist, nämlich das des Raben.

Im Planetarium löste ein Blick vom Mond auf die Erde Staunen aus. Da ihre Atmosphäre nur aus einer dünnen Schicht von Sauerstoff und Stickstoff besteht, sind wir alle aufgefordert, uns für ihren Schutz auf allen uns nur möglichen Wegen einzusetzen.

Ein Haus für den Hausrotschwanz

Gemeinsames Projekt der Kindergruppe des LBV und der Auszubildenden der Deggendorfer Werkstätten

 

 Im Rahmen eines inklusiven Projekts arbeiteten die lokale Kindergruppe des LBV und Auszubildende vom Berufsbildungsbereich der Deggendorfer Werkstätten gemeinsam daran, Halbhöhlen für den Hausrotschwanz, den „Vogel des Jahres 2025“, zu bauen. Doch der Bau der Nisthilfen ist erst der erste Schritt – nun suchen die Projektbeteiligten geeignete Standorte, um die Nistkästen im Lebensraum des Hausrotschwanzes zu installieren.

 

Der lebhafte Singvogel ist an seinem namensgebenden rostroten Schwanz zu erkennen, das restliche Gefieder ist eher dunkel. Obwohl er in vielen Teilen Deutschlands zu Hause ist, steht er durch den Verlust seines natürlichen Lebensraums und der Rückgang von Nistmöglichkeiten unter Druck. Als Insektenfresser ist er zudem vom Insektenrückgang in naturfernen Gärten und durch intensive Landwirtschaft betroffen. Außerdem gehört er zur Gruppe der Gebäudebrüter, die es an unseren modernen Gebäuden immer schwerer hat, Nistmöglichkeiten zu finden. 

 


Mit dem Bau der Nisthilfen möchten die Kinder und Auszubildenden aktiv zum Schutz des kleinen Vogels beitragen. „Es ist eine tolle Gelegenheit für die jungen Menschen, zu lernen, wie wichtig praktische Naturschutzmaßnahmen sind“, sagt Gruppenleiterin Gabi Eisenreich.

„Gemeinsam mit den Auszubildenden, die ihre handwerklichen Fähigkeiten einbringen, bauen wir Halbhöhlen, die dem Hausrotschwanz einen sicheren Brutplatz bieten sollen.“

 

Nachdem weitere 20 Nistkästen von der Lebenshilfe Deggendorf in den kommenden Wochen unter der fachkundigen Leitung von Dominik Härtl, Thomas Marxreiter und Markus Stecher fertiggestellt werden, steht bereits die Suche nach geeigneten Standorten auf den Grundstücken der Lebenshilfe auf dem Plan. „Es ist wichtig, dass die Nistkästen an Orten platziert werden, die den natürlichen Bedürfnissen des Hausrotschwanzes entsprechen“, erklärt Werkleiter Markus Haftner. „Ideal wäre ein Standort in 2 bis 3 Meter Höhe an Hauswänden, der für Katzen und Marder möglichst unzugänglich ist. Einen solchen Ort hat die Gruppe bereits auf dem Gelände der Deggendorfer Werkstätten gefunden.

Naturforscher-Kindergruppe auf Spurensuche im Schnee

„Wer Vögel liebt, zählt mit!“ Unter diesem Leitspruch stand eine Aktion des LBV am letzten Wochenende. Eine Stunde lang waren Wintervögel wie z. B. Amsel, Elster und Haussperling zu beobachten und zu zählen. Die Ergebnisse konnten auf einem Flyer eingetragen werden. Nach Einsendung winken attraktive Preise wie eine Reise in ein Vogelbeobachtungsgebiet in Deutschland.

 

An dieser Aktion nahm auch die Kindergruppe des LBV teil. Die ersten Spuren wurden im Schnee um das Imkerhaus entdeckt und als die Krallen einer Rabenkrähe eingeordnet. Für einen Spatz waren sie zu groß. Zu den Rabenvögeln zählt man Nebel- und Rabenkrähen, Kolkraben, Elstern, Saatkrähen, Dohlen, Tannenhäher und Eichelhäher. Sie sind unsere schlauen Nachbarn, weil sie ein hoch entwickeltes Familien- und Gesellschaftsleben haben, andere Vogelstimmen imitieren, sich im Spiegel erkennen und dem Blick von Artgenossen folgen. So schätzen sie ein, ob der andere etwas sieht, was sie selbst nicht sehen können. Das ist sehr hilfreich bei der Futtersuche. Rabenkrähen werfen z. B. Nüsse auf die Fahrbahn, um sie von den vorüberfahrenden Autos knacken zu lassen.

 

 

Alles in allem also ausgesprochen nützliche Tiere! Trotzdem ist ihr Ruf sehr widersprüchlich. Sie gelten einerseits als Symbole der Weisheit, andererseits als Todbringer und Unglücksbote. Ihre dunklen Federn, krächzenden Stimmen und ihr oft scharenweises Auftreten machen auch heute noch vielen Menschen Angst. Im Märchen „Die sieben Raben“ werden unfolgsame Kinder in Raben verwandelt; im Roman „Krabat“ sind Krähen Boten des Teufels, in Otfried Preußlers Roman „Die kleine Hexe“ dagegen ist Abraxas, ein Kolkrabe, ihr Begleiter, weise und rät ihr, Gutes zu tun. Anfangs hat sie dabei wenig Erfolg, weil sie ihre Zaubersprüche noch üben muss. Die Naturforscher-Kindergruppe übte auch mit großem Vergnügen, welcher Zauberspruch der kleinen Hexe dabei hilft, dass man nicht so friert. Warme Kleidung und viel Tee stellten sich dabei erfolgreicher als Zaubersprüche heraus.

 

Rabenvögel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt; im Gespräch darüber, was für sie getan werden kann, standen für die Kinder eine vielfältige und naturnahe Gestaltung ihrer Gärten im Vordergrund.