Naturdenkmal Gundelau

Naturräumliche Lage

Das Gebiet liegt im Landkreis Deggendorf, Gemeinde Niederalteich. Es gehört in der naturräumlichen Großregion Unterbayerisches Hügelland (Tärtiäres Hügelland) zur naturräumlichen Haupteinheit Dungau und ist Teil der Niederalteich-Osterhofener Donauniederung.

Geologie

Das Unterbayerische Hügelland hat hauptsächlich den Weißen Jura als Basis, der im Nordwesten als Fränkische Alb die Erdoberfläche durchbricht. Darauf ruhen die Sedimente des Tertiärs, die größtenteils aus wechselnden Schichten von Geröllschüttungen, Mergeln, Tonmergeln und Sanden bestehen und überwiegend als Erosionsprodukte der Alpen von Flüssen in das süddeutsche Molassebecken geschwemmt wurde. Im Wechsel von Eis- und Warmzeiten, mit Schotterfüllung und anschließender Eintiefung entstanden Tälertreppen. Die Hochterrasse bildet in der Regel eine Terrassenkante von ca. 10 m über den jungeiszeitlichen Schottern. Darüber lagert das Löß als eiszeitliche Staubanwehung. In dieser postglazialen Talaue liegt das Naturdenkmal Gundelau. Der Boden besteht überwiegend aus tiefgründigen lehmig-tonigen Sandböden mit schwach saurem pH-Wert. Die Gundelau ist durch einen hohen Grundwasserstand geprägt. Im Gebiet selbst gibt es keine dauerhaften Stillgewässer, die vorhandenen Gräben führen nur zeitweise Wasser. In der näheren Umgebung befinden sich ein Altwasser, dauerhaft wasserführende Gräben, der Mühlbach und die Donau.

 

Turmfalke (Foto: J.Baumgartner)
Turmfalke (Foto: J.Baumgartner)

Flora

Insgesamt wurden über 300 verschiedene Farn- und Samenpflanzen gefunden. Im Gebiet gibt es zahlreiche gefährdete Pflanzenarten.

Avifauna

Berücksichtigt man die Daten der zurückliegenden Jahre, so wurden im Gebiet seit 1980 neunundneunzig Vogelarten nachgewiesen. 61 davon sind bzw. waren, in diesem Zeitraum, zumindest temporär als Brutvögel der Gundelau anzusehen. Bemerkenswert ist die Zahl von vierzehn Rote-Liste-Arten, die bisher als Gäste in der Gundelau angetroffen wurden sowie die Beobachtung eines Rotfußfalken zur Zugzeit.

Für das Naturdenkmal Gundelau und Umgebung gibt es einen Pflege- und Entwicklungsplan nach dem die jährlichen Pflegemaßnahmen durchgeführt werden.

 

Ziel des Ankaufs durch den LBV im Jahr 1980 war, einen Trittstein zu schaffen, der es Pflanzen und Tieren ermöglicht, auch in der sonst intensiv genutzten und voll erschlossenen Zivilisationslandschaft zu überleben, so wie sie vor Jahrzehnten in einer teils extensiv genutzten Landschaft noch existieren konnten.

Beutelmeise (Foto: Baumgartner)
Beutelmeise (Foto: Baumgartner)
Frühling an der Donau (Foto:Baumgartner)
Frühling an der Donau (Foto:Baumgartner)