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Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen 2020

von links: Günter Schreib, Dr. Norbert Ephan, Julia Ebner-Dischinger, Martin Sigl, Carmen Prinz, Gerhard Nagl, Barbara Leon, Robert Derwart, Günther Pammer
von links: Günter Schreib, Dr. Norbert Ephan, Julia Ebner-Dischinger, Martin Sigl, Carmen Prinz, Gerhard Nagl, Barbara Leon, Robert Derwart, Günther Pammer

Die Jahreshauptversammlung wurde auch in diesem Jahr vom 1. Vorsitzenden Günter Schreib geleitet, der nach kurzer Begrüßung der Anwesenden zu den im Jahr 2019 erfolgten Aktivitäten der Kreisgruppe überleitete. Daran anschließend berichtete er kurz von einigen naturschutzfachlichen Themen, darunter der Gründung eines überparteilichen Aktionsbündnisses für das Volksbegehren “Rettet die Bienen”, diversen Anti-Flächenfraß-und Artenschutz-Maßnahmen sowie einer von ihm besuchten Fachtagung zur EU-Vogelschutzrichtlinie. Er schloss seinen Bericht mit dem eindringlichen Appell weitere Mitglieder für stetig wachsende Kreisgruppe zu werben bevor er dem Schatzmeister Leo Achatz das Wort übergab. Dem Kassenbericht mit anschließendem Bericht der Kassenprüfer folgten die Neuwahlen.

 

Nach sagenhaften 20 Jahren im Amt des 1. Vorsitzenden der LBV-Kreisgruppe Deggendorf hat Günter Schreib seinen Posten am Freitag, den 17. Juli 2020 niedergelegt und an seinen Nachfolger und ehemaligen Vertreter Martin Sigl übergeben. Die bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls amtierenden Schatzmeister Leo Achatz und Schriftführer Frater Ludwig Schwingenschlögl entschieden sich ebenfalls dazu ihre Aufgaben in neue Hände zu übergeben. Zu diesem feierlichen Anlass kamen 30 LBV-Mitglieder im Landgasthof Zwickl in Seebach zusammen. Von den Anwesenden stimmten mit Ausnahme einer Enthaltung alle einstimmig dafür, dass Martin Sigl fortan das Amt des 1. Vorsitzes übernimmt. Das Amt des ersten Stellvertreters wird fortan Gerhard Nagl bekleiden, der 17 Ja-Stimmen bei 8 Gegenstimmungen und 5 Enthaltungen erhielt. Unterstützung erhalten die beiden Vorstandsmitglieder in den nächsten vier Jahren ihrer Amtszeit von Julia Ebner-Dischinger in ihrer Funktion als zweite Stellvertreterin und Jugendbeauftragte, Barbara Leon als Schriftführerin und Dr. Norbert Ephan als neuem Schatzmeister. Die Kassenprüfung übernehmen fortan Josef Schuster und Manuel Dull. Carmen Prinz, Josef Baumgartner und Robert Derwart fungieren zukünftig als Beisitzer sowiestellvertretende Delegierte der Kreisgruppe.

 

Die Neuwahlen fanden unter der Leitung der LBV-Bezirksgeschäftsstellenleiterin Ruth Waas und dem zweiten Bürgermeister Günther Pammer mit der Unterstützung der LBV-Ehrenamtsbeauftragten des Bezirks Niederbayern Laura Kast statt. Sie bildeten einen elementaren Bestandteil der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Deggendorf. Die ehemaligen Vorstandsmitglieder wurden mit Präsenten sowie persönlichen Dankesreden feierlich aus ihrem Amt verabschiedet. Die neue Vorstandschaft wird sich in den kommenden Wochen darüber abstimmen, wo sie fortan Schwerpunkte ihrer Arbeit setzen möchte. 

 

Verfasserin: Laura Kast

Bei Ziegen und Schafen am Weißen Pfahl

LBV Deggendorf besucht Burgruine Weißenstein

04. 07. 2020 Endlich wieder eine der im Jahresprogramm 2020 geplanten Veranstaltungen durchführen konnte die Kreisgruppe Deggendorf des Landesbundes für Vogelschutz. Zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald und der Kreisgruppe Regen des LBV führte der Weg nach Weißenstein zur und rund um die gleichnamige Burg.

Der Referent Martin Graf, Ranger vom Naturpark begrüßte die Teilnehmer der ausgebuchten Veranstaltung und führte kurzweilig und sehr informativ durch Erd- und Kulturgeschichte des Weißen Pfahl, Naturdenkmal und Zentrum des umliegenden Naturschutzgebietes.

Ob sich die "Mitarbeiter der Landschaftspflege" wohl blicken lassen, Rosi Wagenstaler von der KG Regen des LBV verbreitete am Treffpunkt mit einem Augenzwinkern etwas Spannung in der Gruppe. Schnell lüftete sich das Geheimnis dann nach wenigen Metern. Die "Mitarbeiter" - es sind dort weidende Schafe und Ziegen - waren fleißig bei der Arbeit und zeigten auch eindrucksvoll, warum gerade sie dafür beauftragt werden. Im steil ansteigenden Fels klettern  die Ziegen sicher hoch und halten die aufkommende Vegetation in Schach. Dass sie insbesondere auch verholzende Pflanzen fressen ist bei dieser Art der Entbuschung besonders vorteilhaft.

Auf dem weiteren Weg wurde die besondere Geologie der freistehenden Quarzader deutlich, entstanden durch Verwitterung des umgebenden Gesteins und Verbleib des erheblich härteren weißen. Imme wieder wurden auch allgemeine Fragen der teilnehmenden Urlaubsgäste z.B. zum Verhalten im Naturschutzgebiet beantwortet.

Die lebhafte Geschichte der etwa 900 Jahre alten Burg in den Wirrungen und Kriegen der Geschichte beleuchtete Herr Graf ebenso, wie schließlich das Leben und Wirken des Dichters und Schriftstellers Siegfried von Vegesack der in der Nähe seines "fressenden" Hauses begraben liegt. Die Besonderheit des Naturdenkmals in Hinblick auf die Pflanzenwelt wurde hier noch besonders deutlich. Pionierarten, wie etwa Birken zeigen sich hier neben den trockene Standorte leibende Kiefern.

"Hier wo ich einst gehütet meine Ziegen..." lautet die Überschrift auf einer Schautafel in der Nähe der Grabstätte von Vegesack und so schloss  sich der Kreis auch inhaltlich zum Abschluss der Veranstaltung.

Martin Sigl von der Kreisgruppe Deggendorf des LBV dankte schließlich dem Referenten und den Teilnehmern und beim Rückweg ergaben sich noch die ein oder andere Diskussion und verschiedene Fragen wurden beantwortet.

                                                                                                        Auf der Roten Liste

                                                                                            Die Zahl der Wiesenbrüter nimmt stetig ab

Deggendorf / Seebach. 14.02.2020 Wiesenbrüter stehen in unserer Heimat kurz vor dem Aussterben. Seit 1992 hat sich die Zahl der zwischen Regensburg und Deggendorf brütenden Brachvögel von 106 auf 45 mehr als Halbiert. Wie es dazu kommen konnte, und wie man den Bestand von Kiebitz und Co am besten schützen kann, darüber berichtete die Gebietsbetreuerin Verena Rupprecht bei einem LBV-Infoabend den ca. 30 interessierten Zuhörern im Landgasthof Zwickl. Beim Kiebitz wird deutschlandweit ein Rückgang beobachtet. Dessen Bestand ist in den letzten 27 Jahren um 88 Prozent zurückgegangen. Damit der Bestand gesichert werden kann, ist es notwendig, die Brutgebiete zu identifizieren und durch die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Jägerschaft und Naturschutz zu schützen. So soll im westlichen Landkreis ein Elektrozaun zum Schutz gegen Fressfeinde wie Fuchs und Marder errichtet werden. Die Zusammenarbeit bei diesem Projekt laufe erfreulich gut konnte Rupprecht berichten. Ursächlich für den Artenrückgang sind unter anderem die Zerschneidung von Lebensräumen, veränderte Landwirtschaft und die Störung durch Mensch und Hund. Wer brütende Wiesenbrüter entdeckt oder selbst Flächen bewirtschaftet, auf denen Wiesenbrüter unterwegs sind, kann sich unter der Telefonnummer 0162/4199205 oder der E-Mail verena.rupprecht@lbv.de an die Gebietsbetreuerin wenden.

Beim Ausschauhalten nach Distelfinken.  Foto: Günter Schreib
Beim Ausschauhalten nach Distelfinken. Foto: Günter Schreib

Gefiederte Wintergäste

Niederalteich. 11.01.2020

Den diesjährigen Programmauftakt startete die Kreisgruppe Deggendorf, ergänzend zur bundesweiten Aktion "Stunde der Wintervögel", mit einer Exkursion in Niederalteich, zur Beobachtung von gefiederten Wintergästen an Ohe und Donau.

Kreisgruppenvorsitzender Günter Schreib konnte 17 Naturfreunde, mit Ferngläsern ausgerüstet, begrüßen. Unter Leitung von Frater Ludwig Schwingenscklögl führte der Weg vom Eingang der Basilika durch das Dorf, entlang der Hengersbeger Ohe zur Donau.

Die Führung endete am Ausgangspunkt. Günter Schreib dankte Frater Ludwig, dass er sich jedes Jahr wieder bereit erklärt, Erfahrene und solche, die es werden wollen, zu dem informativen Spaziergang mitzunehmen.

Jubiläumsmarkt in Hunding

Hunding, 06.10.2019 Der Wetterbericht ließ Schlimmes befürchten. Die Witterungsverhältnisse beim 25. Hundinger Apfelmarkt waren aber dann für einen Marktbesuch ideal. Zwischen den aufgebauten Ständen wurde es bisweilen eng. Die LBV Kreisgruppe Deggendorf war ebenfalls mit einem Infostand vertreten an dem viele interessante Beratungsgespräche geführt wurden.

Foto: Günter Schreib
Foto: Günter Schreib

Wanderung im Naturwaldreservat

Kalteck, 28.09.2019 Bei zwar herbstlich-frischem aber nahezu idealem Wanderwetter im Naturwaldreservat und FFH-Gebiet Rauher Kulm erfuhren die Teilnehmer bei der kurzweiligen Runde aus erster Hand allerhand Wissenswertes auch zur aktuellen Situation in den Wäldern.
Herr Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter der Bay. Staatsforsten, führte durch das seinerzeit als 150. Naturwaldreservat ausgewiesene Gebiet, das Bestandteil des Reviers Kalteck ist. Sich selbst überlassen zeigen solche Gebiete auf wie sich Wald ohne waldwirtschaftliche Nutzung und ohne Eingriffe entwickelt. Auf 73,6 ha finden sich hier am Rauhen Kulm Bergmisch-, Buchen- und Blockschuttwald und es lässt sich ein Wechselspiel zwischen Buche, Fichte und Tanne im Streben nach den richtigen Lichtverhältnissen beobachten. Tannen bedienen sich hier im Gegensatz zu den anderen einer besonderen Strategie, erklärte Herr Völkl. Sie können bei wenig Licht über Jahre mit nur wenig Längenwachstum sozusagen auf bessere Zeiten warten. Ergibt sich eine günstige Situation, z. B. weil ein umgestürzter Baum eine Lichtung hinterlässt, so kann sie dies jederzeit in große Wachstumsschübe ummünzen.
Die derzeit überregional wütenden Waldsterben verschonen diese Waldregion, die feuchtere Witterung und das kühlere Klima begünstigen dies und die Bäume sind dadurch widerstandsfähiger gegen die diversen Ursachen.
Vorbei an über 200 Jahre alten Baumriesen und einem mehr als 500 Meter Höhe überwindenden Hang wurden moderne Rückegassen und alte Schlitten-Wege erklärt. Die Geschichte der Dampfsäge kam zur Sprache und auch auf das nahe Dreiländereck der Landkreise Deggendorf, Regen-Viechtach und Straubing-Bogen wies Jürgen Völkl hin. Auch der Gipfel des 1050 Meter hohen namensgebenden Berges, des Rauhen Kulm wurde erklommen und lud mit recht guter Sicht ein bisschen zum Verweilen ein. Dann war der Großteil des Weges geschafft und nach insgesamt ca. zwei Stunden wurde dann auch der Ausgangspunkt erreicht. Der Dank der Teilnehmer und der Veranstalter erging an Jürgen Völkl, der mit seinem Fachwissen aber gerne auch mal mit einem Augenzwinkern für eine interessante und kurzweilige Veranstaltung gesorgt hatte.

Auf den Spuren der nächtlichen Jäger

Plattling, 20.08.2019 Aktive der LBV-Kreisgruppe Deggendorf kümmern sich seit vielen Jahren gemeinsam mit der LBV-Bezirksgeschäftsstelle um Ersatzquartiere für Fledermäuse im Landkreis Deggendorf. Neben Holzkästen im Wald sind an Gebäuden große Flachkästen als Unterschlupf für die geschützten Säugetiere angebracht. Gefördert wird das Engagement des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) von der Regierung von Niederbayern aus Mitteln des Freistaates Bayern. Heuer im Jubiläumsjahr „40 Jahre Vogelschutzrichtlinie“ haben sich die Aktiven vorgenommen, die Bevölkerung im Umfeld eines Schutzgebietes zu einem spannenden Ausflug in die Welt der Fledermäuse einzuladen. Die Isar bei Plattling ist Teil eines großes Europäischen Schutznetzes. Hier bieten die besonderen Lebensräume rund um den Fluss vielen bedrohten Arten eine Heimat. Auch Fledermäuse nutzten den Reichtum an Insekten und das Vorhandensein von alten Höhlenbäumen, in denen sie tagsüber geschützt schlafen können. Ende September geht für die kleinen nächtlichen Jäger allmählich die Saison zu Ende. Wenn die Nächte kalt werden und die Insekten verschwinden, verabschieden sie sich in den Winterschlaf. Vorher müssen aber noch reichlich Reserven gefressen werden, damit das Fettpolster reicht.

Alexandra Kretzer- Sigl, Julia Ebner-Dischinger und Ruth Waas vom LBV luden die Bevölkerung dazu ein, gemeinsam in die Welt der Fledermäuse einzutauchen. Knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, vom Vorschulkind bis zur Seniorin, trafen sich am Vorplatzes des Friedhofes St. Jakob in Plattling. Die spannenden Informationen zum Leben der Fledermäuse wurden durch Bilder, Puzzle und Spiele verdeutlicht. Im Anschluss konnte die Gruppe noch mit Hilfe von Batdetektoren einige Fledermäuse beim Jagen beobachten.

Auf der Suche nach dem Mornellregenpfeifer

Paitzkofen, 24.08.2019 Die Kreisgruppe macht sich auf die Suche nach einem seltenen Gast. Der Mornellregenpfeifer hat sein Brutrevier im nördlichen Skandinavien und das Winterquartier in Afrika entlang der südlichen Mittelmeerküste. Die meisten dieser Vögel fliegen non stop nach Afrika, einige machen unterwegs eine Zwischenrast um sich zu stärken. Einer dieser Rastplätze ist in der Nähe von Paitzkofen, einem Ortsteil von Straßkirchen im Landkreis Straubing/Bogen. Unter der Führung von Walter Hanschitz-Jandl macht sich eine Gruppe auf den Weg. Fündig wurde sie nicht, dafür gab es viel zu sehen und zu hören. Unter anderem fünf Vogelarten die auf der Roten Liste stehen.

Eine begeisterte Teilnehmerin reiste die 25 Kilometer mit dem Rad von Mitterfels an.

Indianer im Schlosspark Egg

 Bernried/Egg. 07.08.2019 Auch in diesem Jahr hat die LBV-Kreisgruppe Deggendorf, vertreten durch Günter Schreib, einen Beitrag zum Ferienprogramm geleistet. Überschrieben mit dem Thema, „Indianer im Schlosspark“, begab sich die Umweltpädagogin, Christiane Baumann, mit 17 Kindern auf leisen Sohlen durch den Wald im Schlosspark-Egg, zum Üben im Fährtenlesen und probieren einer Jagdmethode der Indianer. Nach Einsetzen des Regens ging es im Pavillon des Schlosses weiter mit Kopfschmuck basteln und Kriegsbemalung anlegen, dabei konnten die 6 bis 12-Jährigen ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Den Abschluss bildete ein Naturquiz und ein gemeinsames rhythmisches Indianerlied.

Nachtfalter die unbekannten Geschöpfe

Metten/Bernried, 19.07.2019 Der Bund Naturschutz-Ortsgruppe Bernried, das Zukunftsforum Metten, der Landesbund für Vogelschutz und das Grüne Herz Europas freuten sich bei der nächtlichen Exkursion im Wald am Schalterbach über viele Nachtfalterarten, die vom Schwarzlicht angelockt wurden. So konnten die Teilnehmer etwas über die nächtliche Artenvielfalt erfahren, die uns normalerweise verborgen bleibt.

Der Referent Ludwig Weigert ist ein leidenschaftlicher Falterkenner. Er eignete sich im Laufe seines Lebens ein umfassendes Fachwissen an und ließ die Interessenten daran teilhaben. Es gibt mindestens 3000 verschiedene Falterarten, davon sind nur 200 Tagfalter.

Libellen - Edelsteine der Lüfte

13.07.2019 Moos: Trotz des wechselhaften Wetters konnten viele Libellen und andere Insekten beobachtet werden bei der interessanten Exkursion mit Walter Hanschitz-Jandl

                        Blattkäfer                                   Gemeine Heidelibelle                                 Blutrote Heidelibelle                                Große Pechlibelle

                                                                                                           Alle Fotos von Josef Baumgartner

Flusswanderung durch Vils-Engtal

Vilshofen, 29.06.2019 Mit einer Flusswanderung setzten die LBV-Kreisgruppe, BN-Ortsgruppe Bernried-Metten-Offenberg zusammen mit der Vereinigung „Grünes Herz Europas“ ihr Jahresprogramm fort. Nach der Anreise in Fahrgemeinschaften zum großen Parkplatz am Freibad in Vilshofen, ging es mit Gästen und Mitglieder, unter der Leitung von LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib, ins Vils-Engtal. Ein naturnaher Flussabschnitt der Vils, vor der Mündung in die Donau. In diesem Bereich hat sich der Fluss im Laufe der Jahrtausende durch Granit sein enges Bett geschliffen. Charakteristisch sind die bis an das Gewässer steil abfallenden Seitenhänge, die größtenteils bewaldet sind und von dem kleinere Steinbruch-Reste aus einer früheren Granitabbautätigkeit zeugen.  Anfänglich führt der Weg flussaufwärts durch Wiesen und Felder, mit Blick ganz oben am Hang auf Kloster Schweiklberg, bis er den Wald erreicht. Beim Kraftwerk der Stadtwerke Vilshofen, ging es über einen schmalen Steg, auf der rechten Vilsseite weiter, wo der Schwerpunkt des Granitabbaus Mitte des 19. Jhdts. begann. Ausführliche Informationstafeln an verschiedenen Stationen und Zwischenerläuterungen von Günter Schreib, zeigen den außergewöhnlichen Wendepunkt in der bisher unberührten Naturlandschaft des Vils-Engtales. Die Industrialisierung begann. Bis etwa 1940 wurde im Gebiet in etwa 15 Steinbrüchen Granit abgebaut. Der ehemals größte Bruch im Vils-Engtal ist der „Taferlsee“ am Ende des Abschnitts, wo die Gruppe die Vils querte und auf der anderen Flussseite zurück nach Vilshofen wanderte. Ein weiteres historisches Zeugnis ist die Bahntrasse entlang des rechten Vilsufers, die nach dem Wegfall der Granittransporte immer unrentabler wurde und somit in den 80er Jahren eingestellt. In den letzten 50 bis 60 Jahren konnte die Natur das Vils-Engtal wieder zurückgewinnen. So sind heute verschiedene Stadien der Waldentwicklung und naturnahe Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt zu finden.  Eine besondere Atmosphäre und landschaftliche Vielfalt. Mit einer Mittagseinkehr und abschließendem Abstecher nach Kloster Schweiklberg endete die ca. 12 km lange Tour.
                                                                                                    Alle folgenden Fotos: Martin Sigl

Storchentag in Hengersberg

Hengersberg: Zum 13. Mal hatten die LBV Kreisgruppe Deggendorf und die BI Heimat Hengersberg eingeladen zum Tag des Storches. Familie Storch war durchgehen anwesend und konnte von unten mit bloßem Auge oder durch mitgebrachte Ferngläser in ihrem Alltag auf dem Schornstein der ehemaligen Früchteverwertung Bayerwald beobachtet werden. Ganz Mutige durften zusätzlich an einem besonderen Abenteuer teilnehmen. Mit der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr unter fachmännischer, sicherer Bedienung des ersten Vorsitzenden Stefan Schlederer wurden mutige schwindelfreie Storchenfreunde 30 Meter nach oben gefahren in rücksichtsvollem Abstand, aber doch so nahe, dass begeisternde Einblicke in den Horst möglich waren.

Foto: Günter Schreib
Foto: Günter Schreib

Bergwiesen des vorderen Bayerischen Waldes - Rusel

Foto: Martin Sigl
Foto: Martin Sigl

 

 

 

Samstag, 8. Juni Schaufling / Rusel. Bei strahlendem Sonnenschein gab Pflanzenkenner Gerhard Nagl einen Einblick in die Pflanzenwelt auf den Bergwiesen der Rusel. Die Veranstaltung war mit knapp 40 Teilnehmern gut besucht. In den vier Exkursionsstunden verstand es Gerhard Nagl, sein Wissen über Wiesenblumen, Kräuter und botanische Raritäten spannend weiterzugeben. Vom Giersch über die Rundblättrige Glockenblume bis hin zum Hundsveilchen war für jeden etwas Interessantes  dabei.

 

Exkursion zur Stunde der Gartenvögel

Pünktlich zur Stunde der Gartenvögel wurde von der LBV-Kreisgruppe Deggendorf eine Exkursion mit dem Vorsitzenden Günter Schreib und den Hobbyornithologen Frater Ludwig Schwingenschlögl in den Isarauen angesetzt. Während am Treffpunkt, Parkplatz Georgenhof, bereits leichter Regen einsetzte, waren auf einer Hausantenne Haus- und Feldsperlinge zu sehen. Deutlich war hier der Unterschied der Gefiederfärbung zu erkennen. Über Felder und Wiesen kurvten Mehl- und Rauchschwalben. Ein im Tiefflug ankommender Weißstorch landete in der Wiese. Auf dem Weg weiter in Richtung Isar war der melodische Gesang einer Mönchsgrasmücke zu hören, gefolgt von einer Gartengrasmücke. Der gesangliche Unterschied beider Arten war gut wahrnehmbar. Auf einem Acker sah man einen Kiebitz, während ein anderer in der Luft seine Kapriolen vollzog. Ein Graureiher lauerte auf einem Feld nach Mäusen. Rufe und Gesänge der Goldammer begleiteten die Gruppe auf den Weg in die Auen; kurz war auch der Ruf des Pirols zu vernehmen. In stärker werdendem Regen, kreiste ein Kuckuck, um anschließend in einem Laubbaum einzufallen und sich zu verbergen. Mit lautem und schneidendem Gesang meldete sich der Gelbspötter aus seinem afrikanischen Winterquartier zurück. Vor dem alten Damm, auf einer Wiese, stand ein Trupp Graugänse, die wachsam ihre langen Hälse in die Höhe reckten. In den Isarauen kamen Blaumeisen, Mönchs- und Gartengrasmücke, die Laute des Fitis und der monotone Gesang der Misteldrossel zu Gehör sowie das Lied der Singdrossel, die gewisse Motive immer wiederholt. Aus dem Unterholz erklang der schmetternde und rollende Gesang des Zaunkönigs und auf einer Sandbank nahe dem Isarufer waren Gänsesäger beiderlei Geschlechts zu beobachten. Auch die leisen Rufe des Gartenbaumläufers waren für ein gutes Gehör wahrnehmbar. Auf einem Altwasserarm hatte ein Schwanenpaar auf einem Sandhügel sein Nest. Aufmerksam patrouillierte das Männchen vor dem Gelege seiner Partnerin. Auf dem Rückweg schraubte sich eine Feldlerche, der Vogel des Jahres, im Singflug in die Höhe und aus der Ferne war nochmal der Ruf des Kuckucks zu hören.

 

Foto: Günter Schreib
Foto: Günter Schreib

Beim Vogel des Jahres und seinen Nachbarn in Auwald und an der Isar

Niederpöring: Die Kreisgruppe Deggendorf des Landesbundes für Vogelschutz hat Ende April zu einer Naturwanderung rund um Niederpöring eingeladen. Stellvertretender Vorsitzender Martin Sigl, unterstützt durch Burkhart Wertmann als ausgewiesenen Experten, führten die Gruppe durch sein Revier.
Ziel war es hierbei die Feldlerche in einem Brutgebiet zu beobachten, als Vogel des Jahres galt ihr die besondere Aufmerksamkeit. Weiter lässt sich im nahen Auwald und an der Isar entlang so mancher ihrer Nachbarn hören oder beobachten. Die Teilnehmer, die auf ein Nachlassen des Regens gesetzt hatten, so auch der erste Vorsitzende Günter Schreib wurden auf alle Fälle mit vielfachen Eindrücken belohnt.
Es begann schon am Ausgangspunkt mit einem Grünspecht, der am Isardamm nach Nahrung suchte. Es folgten ein Silberreiher der die Gruppe überflog, brütende Graugänse sowie Kolbenenten und Haubentaucher auf der hier angestauten Isar. Zahlreiche Mehl- und Rauchschwalben flogen knapp über dem Wasserspiegel auf der Jagd nach Insekten. Auf dem weiteren Weg sollte es nicht lange dauern bis ein aus dem Winterquartier zurückgekehrter Kuckuck sich beobachten lies und auch sein typischer, ihm den Namen gebender Ruf folgte kurz darauf. Ein brütender Höckerschwan konnte auf der anderen Flussseite ausgemacht werden und ein Teichrohrsänger verbarg sich im Schilf brachte jedoch seinen schwätzenden Gesang dar. Weiter ging es unter den Rufen von Mönchsgrasmücke, Zilpzalp und Schwarzspecht durch den Auwald. Von einem abgeknickten Baum flog ein Ringeltaubenpaar auf. Der Weg führte nun an Feldern vorbei wo zunächst immer wieder Trupps von Staren zu sehen waren.
Im freien Feld aber ist dann das hier bevorzugte Brutgebiet von Feldlerchen. Die einzelnen Reviere werden früh von den Männchen abgegrenzt und verteidigt. Der Gesang einiger Feldlerchen war sehr gut wahrzunehmen, das regnerische Wetter behinderte leider eine ausgedehnte Beobachtung der Feldlerchen und den ebenfalls dort anzutreffenden Schafstelzen.

 

Von der Vielfalt der Vogelwelt in den Isarauen

Foto: Martin Sigl
Foto: Martin Sigl

 

 

 

 

Moos. 13.04.2019

Eine Vielzahl an Vogelarten konnte Dekan Heinrich Blömecke den zahlreichen Teilnehmern an einer Naturführung in den Isarauen näher bringen - und zwar in Gesang und Aussehen. Die Kreisgruppe Deggendorf des Landesbundes für Vogelschutz, vertreten durch den zweiten Vorsitzenden Martin Sigl, hatte zusammen mit dem Infohaus Isarmündung zum Rundgang eingeladen.

Dank aller Beteiligten war es eine rundum gelungene Veranstaltung.

Jahreshauptversammlung 2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ehrung: Vorsitzender Günter Schreib (r.) überreichte Urkunden für 20, 30 oder 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft. Mit der silbernen Ehrennadel für 20 Jahre wurden Josef Iser und Josef Lerchenberger ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel für 30 Jahre erhielt Gerhard Nagl. Mit der Goldenen Ehrennadel mit Schmuckstein für 40 Jahre im LBV wurden Leo Achatz, Ewald Brodale, Fritz Neumeier, Fritz Nirschl, Frater Ludwig Schwingenschlögl sowie die Benediktinerabtei Niederaltaich ausgezeichnet.

Fledermäuse - unsere heimlichen Nachbarn

Wer gerne an einem milden Sommerabend einen Spaziergang macht oder im eigenen Garten den Feierabend genießt, hat auch in der Stadt gute Chancen die dunklen, lautlosen Schatten jagender Fledermäuse vorbeihuschen zu sehen. Dem interessierten Beobachter mag in diesem Augenblick so manche Frage durch den Kopf geistern: Wo kommen die Fledermäuse her? Wo schlafen sie tagsüber? Was fressen sie eigentlich? Sind sie vielleicht sogar gefährlich? Die LBV-Aktiven der Kreisgruppe Deggendorf Christian Hundschell und Ruth Waas haben deshalb zu einem Rundgang um den „Entenweiher“ am Waffenhammer in Deggendorf eingeladen. Unterstützt von der ehrenamtlichen Fledermausberaterin Margit Eiberweiser und ausgerüstet mit Fledermausdetektoren wurde eine Vielzahl jagender Fledermäuse in den angrenzenden Gärten, zwischen den Bäumen und über der Wasseroberfläche entdeckt. Vor allem für die Kinder unter den Teilnehmern war es faszinierend, die raschen und lautlosen Jagdflüge zu beobachten und die Ultraschallrufe der Fledermäuse live zu hören. „Viele Fledermausarten fühlen sich in unserer Nähe wohl,“ erzählt Christian Hundschell. „Sie können z.B. unter Holzverschalungen, hinter Fensterläden, in Rollladenkästen oder auch unter Dachziegeln Unterschlupf finden. Auch in Holzstapeln findet man immer wieder Fledermäuse. Andere Arten wohnen in alten Bäumen in Specht-Höhlen oder auch unter abstehender Rinde. Angst haben muss man vor Fledermäusen nicht. Unsere heimischen Arten fressen vor allem Nachtfalter und Mücken. „Wenn man eine verletzte oder geschwächte Fledermaus auf dem Boden findet“, sollten man sie aber nie mit der bloßen Hand anfassen, sondern immer dicke Handschuhe anziehen,“ erklärt Margit Eiberweiser, die sich auch regelmäßig um Findlinge kümmert. Wer noch Fragen zu Fledermäusen hat, selbst einen Holzkasten für Fledermäuse bauen möchte oder Lust hat nächstes Jahr bei der Kontrolle von Fledermauskästen des LBV im Landkreis zu helfen, kann sich gerne beim LBV melden unter niederbayern@lbv.de 

Rund um das Klosterfilz im Nationalpark Bayerischer Wald

30. 06. 2018 Eines der größten Moorkomplexe, die sich im Bayerischen Wald erhalten konnten, dehnt sich zwischen Riedlhütte und Siebenellen am Rande des Nationalparkgebietes aus. Der Name Klosterfilz stammst von dem ehemaligen Kloster Sankt Oswald, vor der Säkularisation. Unter der ortskundigen Führung von Günter Schreib machten sich 30 Teilnehmer auf die zwölf Kilometer lange Rundwanderung.

12. Tag des Storche in Hengersberg

Hengersberg. Der Wind hat der Bürgerinitiative Heimat Hengersberg und dem LBV beim Tag des Storches zu schaffen gemacht. Die Veranstaltung sollte erstmals auf dem Frauenberg abgehalten werden. Wegen Regen und starken Wind entschieden sich die Veranstalter ins Haus der Feuerwehr Hengersberg auszuweichen, wo das Kuchenbuffet vor Wind und Regen geschützt war. Auch der Blick ins Storchennest, wo heuer drei Jungstörche heranwachsen, wurde durch den Regen gestört.

Stunde der Gartenvögel und Isarmündungsgebiet

Deggendorf. Im Rahmen der LBV-Aktion "Stunde der Gartenvögel" begrüßte Frater Ludwig Schwingenschlögl 20 Teilnehmer zu einer ornithologischen Wanderung durch das Isarmündungsgebiet. Beim Ausgangspunkt am Georgenhof in Fischerdorf waren Bachstelzen, Haus- und Feldsperling, während auf der Spitze einer Birke ein Hausrotschwanz zum Einstand ein kratzendes Lied sang und ein singender Grünfink auf dem Wipfel eines Kastanienbaumes für alle gut sichtbar war. Rabenkrähen, Distelfinken und Goldammern gaben sich ein Stelldichein. Trillernd schraubte sich eine Feldlerche  in die Luft und ganz in der Nähe suchten auf einer gemähten Wiese 2 Weißstörche nach Nahrung. Auf dem Weg zu Isar und ihren Auen konnte eine Heckenbraunelle beobachtet werden. Ein absoluter Höhepunkt war ein Braunkehlchenmännchen, das in einem Feld ganz oben auf einer Kardendistel saß. 

Außerdem waren für alle Teilnehmer drei große Brachvögel, die ebenfalls nach Nahrung suchten, eine Rarität. Ein Kiebitz hielt sich neben den Brachvögeln auf. Rauchschwalben flogen im Tiefflug auf Insektennahrung, während ohne sein markantes Rätschen ein Eichelhäher von Busch zu Busch huschte. In den Isarauen selbst waren am Sporn bei den Altwässern Reiher- Schnatter- und Stockenten auf der Wasseroberfläche. Die Stockenten führten schon Jungenten und natürlich war auch ein Höckerschwanenpaar nicht zu übersehen. Die nächste Überraschung wartete schon: zwei Kolbenentenerpel mit ihren leuchtenden gelben Köpfen und roten Schnabel, für die meisten Beobachter ein Novum. Ab und zu tauchte die Silhouette von Graureihern auf. Dazwischen kamen die Rufe eines Kuckucks, der sich hervorragend auf einem dürren Baum platzierte. Auf der Isar, auf einer Sandbank rasteten Gänsesäger und ein Schellentenerpel. Ein Stimmengewirr von Rohrammern, Mönchs- und Gartengrasmücken, Blaukehlchen, Feldschwirl, Pirol, Grauspecht, Fitis, Zilp Zalp, Finken, Zaunkönig und Misteldrossel, begleitete die Vogelfreunde zurück zum Ausgangspunkt Georgenhof. Dort angelangt, verabschiedeten sich, auf der Spitze eines abgestorbenen Baumes sitzend ein Neuntötermännchen mit seiner typischen Räubermaske am Kopf und ein, an einem Wassergraben auf einem dürren Schilfhalm sitzendes Blaukehlchen.

Im Revier von Blaukehlchen und Wendehals

Begeisternde Entdeckungen bei Vogel-Exkursion in den Isarauen

Maxmühle. Zu einer Vogelstimmenwanderung unter der Leitung von Dekan Heinrich Blömecke hatten der Landesbund für Vogelschutz und das Infozentrum Isarmündung für Samstag eingeladen. In der Welt von Blaukehlchen und Wendehals zu Gast waren 30 Teilnehmer fast jeden Alters und konnten dabei über 40 Vogelarten beobachten oder anhand des Gesangs bestimmen.

Nicht nur weil sich das einzigartige Blaukehlchen und der inzwischen sehr seltene Wendehals ausgiebig beobachten ließen, waren die Teilnehmer am Ende sehr dankbar und zufrieden. Teils aus Regensburg und München angereist, waren für sie schon bei der Begrüßung durch Hobbyornithologen Blömecke und 2. stv. LBV-Vorsitzenden Martin Sigl im Hintergrund ausgiebige Kuckucksrufe zu vernehmen.

Dann ging es für drei Stunden bei herrlichem Wetter zunächst unter Gesang von Buchfink, Singdrossel, Zilpzalp. Zaunkönig, Mönchsgrasmücke auf den Weg durch das Isarmündungsgebiet. Die stark belaubten Bäume im zunächst zu durchquerenden Auwald gaben diesen ausgiebig Sichtschutz. Mit bloßem Auge erkennen konnte die Gruppe beispielsweise Mittelmeermöwen, Graugänse, Buntspecht, Höckerschwäne und die Rohrweihe beim Balzflug sowie auch mehrere Grau- und einen Silberreiher.

Ein zuvor knapp über dem Teich fliegender Eisvogel wurde beim zweiten Flug als Flussuferläufer bestimmt. Mit den mitgebrachten Ferngläsern und einem fest einstellbaren Spektiv ließen sich in offenen Bereichen ein Kuckuckspaar, ein vor lauter Nistmaterial im Schnabel nicht erkennbarer Feldsperling und auch der Wappenvogel des Gebiets, das Blaukehlchen ausgiebig beobachten. Der früher häufige Wendehals (eine Specht-Unterart) war auch in der Nähe der Bruthöhle und saß ebenfalls ausreichend lange still.

Immer wieder erklärte Dekan Blömecke anhand von Abbildungen in seinem Vogelbuch die Besonderheiten der Arten. Denn auch beim Blick über das hohe Schilfgras galt es wieder mehr mit den Ohren zu sehen. So konnten Teichrohrsänger, Rohrschwirl, Rohrammer und die wie ein Schweinchen quickende Wasserralle noch auf der Erfolgsliste des Tages notiert werden, bevor es heraus ging aus der Vogelwelt der Isarauen.

Stunde der Wintervögel 2018

Bei frühlingshafter Witterung und Hochwasser vielen gefiederten Freunden begegnet.

Niederalteich. Im Rahmen der Aktion "Stunde der Wintervögel" fand eine Exkursion in Niederalteich an Ohe und Donau mit Frater Ludwig Schwingenschlögl statt. Bei frühlingshafter Witterung konnte der Kreisgruppen-Vorsitzende Günter Schreib 22 Teilnehmer begrüßen. Gleich zu Beginn, beim Treffpunkt an der Basilika, kreiste ein Sperberweibchen um die Kirchtürme, wodurch ein Schwarm verwilderter Haustauben in hektische Flucht geriet. Auf dem Weg durch das Dorf in Richtung Ohe wurden die ersten gefiederten Freunde gesichtet. Eine Türkentaube platzierte sich gut sichtbar auf einer Antenne und in den Gärten herrschte ein reges Treiben der Vogelwelt. Ein Buntspechtweibchen schraubte sich an einem Stamm hoch, wobei es die Rinde immer wieder abklopfte. Auf der Spitze einer Pappel saß ein kleiner gemischter Schwarm von Buch- und Grünfinken, während Kohlmeisen von einer Futterstelle zur nächsten huschten. Mit dem Fernglas war auf einer Baumspitze eine Schwanzmeise gut zu bestimmen. Markant war der Ruf des Kleibers, der dann auch gut zu sehen war. Als einziger Vogel kann er kopfüber die Stämme hinunterklettern. An der Ohe angelangt, war das Hochwasser noch gut sichtbar. Einige Stockenten waren auf der Wasseroberfläche zu beobachten, während Kohl- und Blaumeisen durch und Gebüsche turnten. Die aufgeregten Warnrufe erschreckter Amseln waren von Weitem zu hören. Auch hier war ein Buntspechtweibchen wieder auf Nahrungssuche. Später folgte das Männchen mit seinem roten Fleck am Hinterkopf. Einsam und verlassen wirkte ein Rotkehlchen in einem Gebüsch das zur Hälfte überflutet war. 

Zwischendurch tauchte das typische Flugbild von Kormoranen am Himmel auf. Außerdem flog ein Schwarm von Distelfinken auf, vollzog eine Kehrtwendung und landete schließlich auf dem nächsten Baum. Am Rande des Röhrlweihers lauerte auf einer Birke ein Turmfalkenmännche  auf Beute. Von den Rabenvögeln waren Krähen und Elstern vertreten. Vorbei am Gundelauhof, konnten neben den schon genannten Meisen auch eine Sumpfmeise sowie ein kleiner Schwarm Feldsperlinge beobachtet werden. Plötzlich erklang aus dem Schulwald das Lachen des Grünspechts und gleichzeitig hörte man das Kreischen eines Eichelhähers. Das Donauufer war wegen der Hochwasserlage nicht erreichbar, daher waren nur aus der Ferne Stockenten und die ersten Wintergäste aus dem hohen Norden, Schellenten erkennbar.

Mitgliederehrung bei der Jahreshauptversammlung 2018

(vorne, v.l.):Maria und Ludwig Liebhaber, Georg Vogl und Ursula Süß, (hinten, v.l.): Vorsitzender Günter Schreib, Georg Kestel und Thoma Schoger-Ohnweiler
(vorne, v.l.):Maria und Ludwig Liebhaber, Georg Vogl und Ursula Süß, (hinten, v.l.): Vorsitzender Günter Schreib, Georg Kestel und Thoma Schoger-Ohnweiler