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Rund um das Klosterfilz im Nationalpark Bayerischer Wald

30. 06. 2018 Eines der größten Moorkomplexe, die sich im Bayerischen Wald erhalten konnten, dehnt sich zwischen Riedlhütte und Siebenellen am Rande des Nationalparkgebietes aus. Der Name Klosterfilz stammst von dem ehemaligen Kloster Sankt Oswald, vor der Säkularisation. Unter der ortskundigen Führung von Günter Schreib machten sich 30 Teilnehmer auf die zwölf Kilometer lange Rundwanderung.

12. Tag des Storche in Hengersberg

Hengersberg. Der Wind hat der Bürgerinitiative Heimat Hengersberg und dem LBV beim Tag des Storches zu schaffen gemacht. Die Veranstaltung sollte erstmals auf dem Frauenberg abgehalten werden. Wegen Regen und starken Wind entschieden sich die Veranstalter ins Haus der Feuerwehr Hengersberg auszuweichen, wo das Kuchenbuffet vor Wind und Regen geschützt war. Auch der Blick ins Storchennest, wo heuer drei Jungstörche heranwachsen, wurde durch den Regen gestört.

Stunde der Gartenvögel und Isarmündungsgebiet

Deggendorf. Im Rahmen der LBV-Aktion "Stunde der Gartenvögel" begrüßte Frater Ludwig Schwingenschlögl 20 Teilnehmer zu einer ornithologischen Wanderung durch das Isarmündungsgebiet. Beim Ausgangspunkt am Georgenhof in Fischerdorf waren Bachstelzen, Haus- und Feldsperling, während auf der Spitze einer Birke ein Hausrotschwanz zum Einstand ein kratzendes Lied sang und ein singender Grünfink auf dem Wipfel eines Kastanienbaumes für alle gut sichtbar war. Rabenkrähen, Distelfinken und Goldammern gaben sich ein Stelldichein. Trillernd schraubte sich eine Feldlerche  in die Luft und ganz in der Nähe suchten auf einer gemähten Wiese 2 Weißstörche nach Nahrung. Auf dem Weg zu Isar und ihren Auen konnte eine Heckenbraunelle beobachtet werden. Ein absoluter Höhepunkt war ein Braunkehlchenmännchen, das in einem Feld ganz oben auf einer Kardendistel saß. 

Außerdem waren für alle Teilnehmer drei große Brachvögel, die ebenfalls nach Nahrung suchten, eine Rarität. Ein Kiebitz hielt sich neben den Brachvögeln auf. Rauchschwalben flogen im Tiefflug auf Insektennahrung, während ohne sein markantes Rätschen ein Eichelhäher von Busch zu Busch huschte. In den Isarauen selbst waren am Sporn bei den Altwässern Reiher- Schnatter- und Stockenten auf der Wasseroberfläche. Die Stockenten führten schon Jungenten und natürlich war auch ein Höckerschwanenpaar nicht zu übersehen. Die nächste Überraschung wartete schon: zwei Kolbenentenerpel mit ihren leuchtenden gelben Köpfen und roten Schnabel, für die meisten Beobachter ein Novum. Ab und zu tauchte die Silhouette von Graureihern auf. Dazwischen kamen die Rufe eines Kuckucks, der sich hervorragend auf einem dürren Baum platzierte. Auf der Isar, auf einer Sandbank rasteten Gänsesäger und ein Schellentenerpel. Ein Stimmengewirr von Rohrammern, Mönchs- und Gartengrasmücken, Blaukehlchen, Feldschwirl, Pirol, Grauspecht, Fitis, Zilp Zalp, Finken, Zaunkönig und Misteldrossel, begleitete die Vogelfreunde zurück zum Ausgangspunkt Georgenhof. Dort angelangt, verabschiedeten sich, auf der Spitze eines abgestorbenen Baumes sitzend ein Neuntötermännchen mit seiner typischen Räubermaske am Kopf und ein, an einem Wassergraben auf einem dürren Schilfhalm sitzendes Blaukehlchen.

Im Revier von Blaukehlchen und Wendehals

Begeisternde Entdeckungen bei Vogel-Exkursion in den Isarauen

Maxmühle. Zu einer Vogelstimmenwanderung unter der Leitung von Dekan Heinrich Blömecke hatten der Landesbund für Vogelschutz und das Infozentrum Isarmündung für Samstag eingeladen. In der Welt von Blaukehlchen und Wendehals zu Gast waren 30 Teilnehmer fast jeden Alters und konnten dabei über 40 Vogelarten beobachten oder anhand des Gesangs bestimmen.

Nicht nur weil sich das einzigartige Blaukehlchen und der inzwischen sehr seltene Wendehals ausgiebig beobachten ließen, waren die Teilnehmer am Ende sehr dankbar und zufrieden. Teils aus Regensburg und München angereist, waren für sie schon bei der Begrüßung durch Hobbyornithologen Blömecke und 2. stv. LBV-Vorsitzenden Martin Sigl im Hintergrund ausgiebige Kuckucksrufe zu vernehmen.

Dann ging es für drei Stunden bei herrlichem Wetter zunächst unter Gesang von Buchfink, Singdrossel, Zilpzalp. Zaunkönig, Mönchsgrasmücke auf den Weg durch das Isarmündungsgebiet. Die stark belaubten Bäume im zunächst zu durchquerenden Auwald gaben diesen ausgiebig Sichtschutz. Mit bloßem Auge erkennen konnte die Gruppe beispielsweise Mittelmeermöwen, Graugänse, Buntspecht, Höckerschwäne und die Rohrweihe beim Balzflug sowie auch mehrere Grau- und einen Silberreiher.

Ein zuvor knapp über dem Teich fliegender Eisvogel wurde beim zweiten Flug als Flussuferläufer bestimmt. Mit den mitgebrachten Ferngläsern und einem fest einstellbaren Spektiv ließen sich in offenen Bereichen ein Kuckuckspaar, ein vor lauter Nistmaterial im Schnabel nicht erkennbarer Feldsperling und auch der Wappenvogel des Gebiets, das Blaukehlchen ausgiebig beobachten. Der früher häufige Wendehals (eine Specht-Unterart) war auch in der Nähe der Bruthöhle und saß ebenfalls ausreichend lange still.

Immer wieder erklärte Dekan Blömecke anhand von Abbildungen in seinem Vogelbuch die Besonderheiten der Arten. Denn auch beim Blick über das hohe Schilfgras galt es wieder mehr mit den Ohren zu sehen. So konnten Teichrohrsänger, Rohrschwirl, Rohrammer und die wie ein Schweinchen quickende Wasserralle noch auf der Erfolgsliste des Tages notiert werden, bevor es heraus ging aus der Vogelwelt der Isarauen.

Mitgliederehrung bei der Jahreshauptversammlung 2018

(vorne, v.l.):Maria und Ludwig Liebhaber, Georg Vogl und Ursula Süß, (hinten, v.l.): Vorsitzender Günter Schreib, Georg Kestel und Thoma Schoger-Ohnweiler
(vorne, v.l.):Maria und Ludwig Liebhaber, Georg Vogl und Ursula Süß, (hinten, v.l.): Vorsitzender Günter Schreib, Georg Kestel und Thoma Schoger-Ohnweiler

Stunde der Wintervögel 2018

Bei frühlingshafter Witterung und Hochwasser vielen gefiederten Freunden begegnet.

Niederalteich. Im Rahmen der Aktion "Stunde der Wintervögel" fand eine Exkursion in Niederalteich an Ohe und Donau mit Frater Ludwig Schwingenschlögl statt. Bei frühlingshafter Witterung konnte der Kreisgruppen-Vorsitzende Günter Schreib 22 Teilnehmer begrüßen. Gleich zu Beginn, beim Treffpunkt an der Basilika, kreiste ein Sperberweibchen um die Kirchtürme, wodurch ein Schwarm verwilderter Haustauben in hektische Flucht geriet. Auf dem Weg durch das Dorf in Richtung Ohe wurden die ersten gefiederten Freunde gesichtet. Eine Türkentaube platzierte sich gut sichtbar auf einer Antenne und in den Gärten herrschte ein reges Treiben der Vogelwelt. Ein Buntspechtweibchen schraubte sich an einem Stamm hoch, wobei es die Rinde immer wieder abklopfte. Auf der Spitze einer Pappel saß ein kleiner gemischter Schwarm von Buch- und Grünfinken, während Kohlmeisen von einer Futterstelle zur nächsten huschten. Mit dem Fernglas war auf einer Baumspitze eine Schwanzmeise gut zu bestimmen. Markant war der Ruf des Kleibers, der dann auch gut zu sehen war. Als einziger Vogel kann er kopfüber die Stämme hinunterklettern. An der Ohe angelangt, war das Hochwasser noch gut sichtbar. Einige Stockenten waren auf der Wasseroberfläche zu beobachten, während Kohl- und Blaumeisen durch und Gebüsche turnten. Die aufgeregten Warnrufe erschreckter Amseln waren von Weitem zu hören. Auch hier war ein Buntspechtweibchen wieder auf Nahrungssuche. Später folgte das Männchen mit seinem roten Fleck am Hinterkopf. Einsam und verlassen wirkte ein Rotkehlchen in einem Gebüsch das zur Hälfte überflutet war. 

Zwischendurch tauchte das typische Flugbild von Kormoranen am Himmel auf. Außerdem flog ein Schwarm von Distelfinken auf, vollzog eine Kehrtwendung und landete schließlich auf dem nächsten Baum. Am Rande des Röhrlweihers lauerte auf einer Birke ein Turmfalkenmännche  auf Beute. Von den Rabenvögeln waren Krähen und Elstern vertreten. Vorbei am Gundelauhof, konnten neben den schon genannten Meisen auch eine Sumpfmeise sowie ein kleiner Schwarm Feldsperlinge beobachtet werden. Plötzlich erklang aus dem Schulwald das Lachen des Grünspechts und gleichzeitig hörte man das Kreischen eines Eichelhähers. Das Donauufer war wegen der Hochwasserlage nicht erreichbar, daher waren nur aus der Ferne Stockenten und die ersten Wintergäste aus dem hohen Norden, Schellenten erkennbar.

Natur in der Stadt

Feldhase mitten in der Stadt Foto: Dr. Christian Stierstorfer
Feldhase mitten in der Stadt Foto: Dr. Christian Stierstorfer

Deggendorf. Ob Fuchs, Biene oder Zimbelkraut - dass Tiere und Pflanzen in der Stadt leben, ist keine Seltenheit, wie der Vortrag "Natur in der Stadt" von Dr. Christian Stierstorfer kürzlich zeigte. Natur in der Stadt hört sich zunächst widersprüchlich an. Dabei ist für jeden offensichtlich, dass wilde Tiere in der Stadt leben, allein wenn man die Vogelwelt betrachtet. Nicht nur Allerweltsvögel wie Amsel oder Hausspatz sind in Städten allgegenwärtig, sondern durchaus auch Besonderheiten. Viele Städte sind glücklich über ihren Storchenhort, sei es auf einem Kamin oder Stadtturm. So leben seit etlichen Jahren Störche und Wanderfalken in Deggendorf, in Metten sogar der Waldkauz, Vogel des Jahres 2017. In vielen Städten umfasst die Natur ein breites Spektrum, das Säugetiere und viele Vögel genauso vorweist wie ganz kleine Lebensgemeinschaften in Mauerritzen und Pflasterspalten. Gärten haben im städtischen Bereich als grüne Oase eine ganz besondere Bedeutung. Ein Asthaufen und ein paar Quadratmeter mit "Unkraut" bringen eine ungeahnte Vielfalt hervor. Viele Tiere die einstmals nur auf dem Land lebten, kommen mehr und mehr auch in Städten vor. Feldhasen sieht man immer häufiger in Parks und Grünflächen von Städten. Sie haben wenig Scheu vor dem Menschen, denn gejagt werden sie dort nicht.

Der Apfelmarkt lockt auch bei schlechtem Wetter

Hunding: Bereits zum dritten Mal in Folge hatten die Hundinger Goldbergbauern und die Gemeinde als Organisatoren beim Apfelmarkt mit nicht gerade optimalen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Zum Glück hörte im Laufe des Vormittags der Regen auf. Die 23. Auflage des Marktes war trotz allem wieder gut besucht. Die LBV-Kreisgruppe war mit einem Infostand dabei.

Wasserflohs Welt erleben

Suche nach dem Wasserfloh
Suche nach dem Wasserfloh

Egg. Einen Ausflug in die Welt der Wasserflöhe durften kürzlich 18 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Bernried machen. Christiane Baumann von der LBV Umweltstation Straubing und Günter Schreib von der Kreisgruppe Deggendorf des LBV begrüßten die Teilnehmer heuer wieder im Garten von Schloss Egg. Im Mittelpunkt stand diesmal der Mettenbach, der durch den romantischen Park mit seinen alten Baumriesen fließt. Ausgerüstet mit Sieben und Keschern machten sich die Kinder im Bach auf die Suche ach Wasserbewohnern. Dabei gingen ihnen nicht nur Kleinlebewesen wie Wasserflöhe, Libellenlarven und Ruderwanzen ins Netz, sondern mit Fischen und Flusskrebsen auch beachtlich große Tiere. Während die größeren Exemplare nach kurzer Begutachtung gleich wieder frei gelassen wurden, wurden die kleineren Tiere mit Hilfe von Becherlupen und Bestimmungskarten sorgfältig untersucht. Für die Kinder war es beeindruckend, die winzigen Wasserbewohner einmal in vierfacher Vergrößerung bewundern zu können. Nebenbei erfuhren sie noch allerlei Interessantes über die eher unbekannten Tiere - zum Beispiel, dass die Larven von Köcherfliegen zum Schutz vor Fressfeinden aus winzigen Steinchen oder Pflanzenteilen eine Wohnröhre bauen oder dass die zu Wasserwanze gehörenden Rückenschwimmer auch "Wasserbienen" genannt werden, weil sie zur Verteidigung stechen können. Nachdem alle Tiere wieder in den Bach zurückgesetzt worden waren, durften die Kinder noch bei einem Quiz ihr Wissen über den Lebensraum Wasser unter Beweis stellen.

Auf der Suche nach einen seltenen Zugvogel im Gäuboden

Vogelliebhaber suchten den Mornell-Regenpfeifer

Paitzkofen, 26. August: Braunkehlchen, Rebhühner, Rohrweihe, Turmfalken, Lerchen und Schafstelzen sind Ende August oder Anfang September nur die Beigabe, wenn Günter Schreib, der Vorsitzende der Kreisgruppe, und Walter Hanschitz-Jandl und eine Handvoll Naturliebhaber am Rande des Gäubodens, dort wo die fruchtbaren Felder schon hügelig werde, unterwegs sind. Mit Fernglas und Spektiv bewaffnet suchen sie den Mornell-Regenpfeifer. Der Vogel mag gegrubberte Felder oder Felder mit niedriger Vegetation, Stoppelfelder mag er gar nicht. An diesem Wochenende hatten die Vogelfreunde rund um Paitzkofen kein Glück. Ein paar Tage später hörte Walter Hanschitz-Jandl einen Mornell bei Osterhofen-Wisselsing rufen. Ein paar Tage ist noch Zeit für das große Glück, den seltenen Vogel zu sehen.

Waldgeschichtliche Wanderung am Siebensteinkopf

Finsterau. Wanderer, unter der Leitung des LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib, haben den Siebensteinkopf im Grenzgebiet am südöstlichen Rand des Nationalparks Bayerischer Wald bestiegen. Botanischer Begleiter war Gerhard Nagl, der über die Vegetation am Wegesrand referierte. 


Ein echtes Hengersberger Wahrzeichen

LBV und Bürgerinitiative luden zum Tag des Storches

Hengersberg: Der Storch hat in Hengersberg eine besondere Bedeutung. Gespannt warten die Bewohner jedes Jahr auf die Ankunft des Adebars, danach wird verfolgt, ob Nachwuchs auf dem Kamin der ehemaligen Früchteverwertung am Frauenberg zu erwarten ist.

Heuer hatte man wieder Glück: Drei Jungstörche wurden geboren, zwei überlebten. Die LBV-Kreisgruppe veranstaltete gemeinsam mit der Bürgerinitiative "Heimat Hengersberg" ihren Tag des Storches mit Infoständen und einem Quiz für Kinder. Die Eltern-Kind-Gruppen verkauften Kaffee und Kuchen.

Auch konnte man die Störche vom Marktplatz aus mit Fernrohren beobachten oder die zwei Jungtiere in luftiger Höhe von der Feuerwehrdrehleiter aus bewundern.

Botanische Vielfalt am einstigen Isarhochufer

Aholming. Eine botanische Exkursion zum einstigen Isarhochufer bei Aholming hat die Kreisgruppe Deggendorf unternommen. Treffpunkt war beim Biohof Fritsche am Penzlinger Keller. Dort begrüßte der Vorsitzende Günter Schreib den Pflanzenexperten Gerhard Nagl und den Naturschutzwart Jürgen Tauer von der Wasserwacht Plattling als Referenten.

Zunächst gingen die Beiden auf die Geologie der Hochterassen-Böschung ein, deren Entstehung bis in die Eiszeit zurückreicht. Dazu stellten sie einstige Nutzungsformen und den Beginn der pflegemaßnahmen vor. Ruth Waas hat 1996 einen Pflegeplan erstellt, ein Jahr später wurde dieser in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aholming und zahlrechen Ortsvereinen umgesetzt. Seit 2012 ist die Gemeinde für die jährliche Pflegemaßnahme verantwortlich.

Bei hochsommerlichen Temperaturen marschierte die Gruppe am Fuß des Hochufers entlang und entdeckte die bunte Farbpalette der Natur. Spitzwegerich, Königskerze, Ackerglockenblume oder Skabiose Flockenblume, es reihte sich ein Farbtupfer an den anderen. Darunter auch Raritäten, die den Steilhang zu einem wertvollen Kleinod mit seltenen Pflanzen und Tieren machen. Der violette-gelbe Ackerwachtelweizen, das gelb blühende, weidenblättrige Rindsauge, der große Klappertopf oder der aufrechte Ziest. Zu den Besonderheiten zählen auch das Sechsfleck-Widderchen oder der Schachbrettfalter sowie die grünlich schimmernde Zauneidechse.

An diesem einstigen Isarhochufer kommen rote Liste Arten in so großen Mengen vor, wie man sie im ganze Landkreis Deggendorf und darüber hinaus nicht mehr oft findet, freute sich der Pflanzenexperte Gerhard Nagl.

Schachbrettfalter Foto: Jürgen Tauer
Schachbrettfalter Foto: Jürgen Tauer
Sechsfleck-Widderchen Foto: Jürgen Tauer
Sechsfleck-Widderchen Foto: Jürgen Tauer

Orchideen auf den Daxwiesen

Haunstein. Der engagierte Biologe Karel Kleyn konnte bei der gemeinsamen botanischen Exkursion der Kreisgruppen Deggendorf und Freyung-Grafenau den interessierten Teilnehmern viele seltene Pflanzen und neue Erkenntnisse zum Artenschutz vermitteln.


Stunde der Gartenvögel mit Frater Ludwig

Deggendorf. Der Georgenhof in Fischerdorf war Treffpunkt einer LBV-Exkursion, "Stunde der Gartenvögel". Der LBV-Kreisgruppenvorsitzende, Güner Schreib, konnte eine überschaubare Gruppe Vogelfreunde sowie den Ornithologen Frater Ludwig Schwingenschlögl, bei passendem Wetter begrüßen. Gleich zu Beginn stellte sich ein Weißstorch auf einer gemähten Wiese zur Futtersuche ein und zwei Kiebitze waren auf den angrenzenden Äckern gut zu beobachten. Gezwitscher und Tschilpen von Haus- und Feldsperlingen gaben den Auftakt. Während Stare zu den Wiesen auf Isektenjagd flogen, erschallte stark und volltönend der Gesang der Mönchsgrasmücke aus den Hecken. Später gesellten sich noch Dorn- und Gartengrasmücke zu diesem Konzert. Da Grasmücken als wahre Verbergungskünstler bekannt sind, war nur eine Gartengrasmücke im Unterholz zu sichten. Sehr gut ließen sich Goldammermännchen auf Zweigspitzen ausmachen. Rauchschwalben konnten ganz nahe auf einer Telefonleitung gesichtet werden. Auch Exoten waren diesmal auf der Beobachtungsliste. Auf einem Feld befanden sich zwei Nilgänse bei der Futtersuche. Kleinvögel wie Zilpzalp und Fitis ware besser zu hören als zu sehen. Im Laub einer Eiche konnte sich der Pirol geschickt verbergen. Für die meisten Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie so einen prächtigen Vogel zu Gesicht bekamen. Dazwischen ließ der Kuckuck immer wieder seinen Ruf erschallen, nebenbei war das Trillern des Kuckucksweibchens gut hörbar. Ein Turmfalke rüttelte über Wiesen und Felder auf Ausschau nach Mäusen, seiner Lieblingsbeute. Angekommen im Isarmündungsgebiet, war ein Grauspecht zuerst zu hören und dann sogar zu sehen, bis er abstrich. Ein kleiner Schwarm Distelfinken ließ seine angenehmen Stimmen hören, während gleichzeitig vier Mäusebussarde über der Gruppe ihre Kreise zogen. Auf dem Rückweg versammelten sich auf den Wiesen und Feldern Graugänse und im Hintergrund war das Hämmern des Buntspechts zu vernehmen. Leider wurde das Blaukehlchen, in seinem typischen Lebensraum, vermisst.


Mit dem LBV zu Zilpzalp und Wendehals

Moos/Maxmühle. Im Isarmündungsgebiet hat die Kreisgruppe Deggendorf zu einer ornithologischen Wanderung eingeladen. Begleitet vom Ruf des Kuckucks und vom Gesang des Zaunkönigs und Zilpzalp sowie zwei Graugänse, die über die Gruppe hinweg flogen, begrüßte Dekan Heinrich Blömecke 24 Frühaufsteher, darunter den LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib.

Bereits auf den ersten Metern im Auwald waren deutliche Rufe von Blaumeise, Kohlmeise und Singdrossel zu erkennen. Neben dem perlenden Gesang des Rotkehlchens ertönte die melodisch flötende Stimme der Mönchsgrasmücke. Die häufigste Grasmückenart ist durch die auffällige Kopfplatte, die beim Männchen schwarz und beim Weibchen braun gefärbt ist, gut zu erkennen. Im Gebüsch finden Heckenbraunelle, Buchfink, Fitislaubsänger und Amsel Deckung und einen geschützten Platz zum Nestbau. Gut konnten die Vogelfreunde einen Kleiber mit seiner rostroten Brust, dem blau-grauen Rücken und dem auffälligen schwarzen Augenstreif an seiner Bruthöhle herumturnen sehen. Neben  wertvollem Totholz am Wegrand, zeigte ein Biberdamm, wie dadurch der Wasserstand reguliert wird. Von den Feldern war das "Ich hab dich ja so lieb" der Goldammer, einem typischen Vogel der offenen Landschaft. zu hören. Gleichzeitig wurden als Durchzugsgäste drei Grünschenkel und auf einer Wiese vier Rehe bei der Äsung beobachtet.

Aus dem nahegelegenen Schilf waren die Stimmen von Rohrschwirl, Teichrohrsänger, Rohrammer und Blaukehlchen zu erkennen. Weiterhin wurde ein Trauerschnäpper im Weidengebüsch gesichtet. Die Altwässer der Isarauen offenbarten schließlich den ganzen Artenreichtum, den die Auen beherbergen. Dazu gehören Stock-,Schnatter-,Löffel-, und Knäckenten, Gänsesäger und Blässhühner auf der Wasserfläche sowie in einer Ufernische ein Höckerschwan im Nest. Über dem Wasser gingen Rach- und Mehlschwalben im Tiefflug auf Insektenfang, etwas höher eine Fluss-Seeschwalbe und eine Mittelmeer-Möwe. Während Dekan Bömecke abschließend darauf hinwies, dass sich anhand dieser Vögel zeigt, wie überlebenswichtig das Isarmündungsgebiet als Trittstein im europäischen Verbund für solche Arten ist, turnten zwei Sumpfmeisen im Geäst, der seltene Wendehals saß am Damm, ein Silber-und ein Graureiher waren im Flug zu sehen.

LBV Info-und Bastelstand beim Osterfest im Tierheim Plattling


So manche Seltenheit hat der Naturfotograf Josef Baumgartner auf der Insel Lesbos beobachtet und fotografiert

Im Ägäischen Meer vor der Küste der Türkei liegt die wenig bekannte Insel Lesbos. Ursprünglich und ohne Massentourismus. Doch mit einer einmaligen Naturausstattung. Es gibt Sumpfgebiete, kleine Flüsse, Kiefernwälder, Berge, pittoreske Dörfer und die karge Landschaft im Westen.

Der Türkenkleiber hat auf der Insel das einzige Brutgebiet in Europa. Die Zugwege der über Osteuropa ziehenden Vögel führt an der Insel vorbei. Die Blütenpracht der mediterranen Blumen und Orchideen ist einmalig.

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Mitgliederehrung bei der Jahreshauptversammlung 2017

LBV-Vorsitzender Günter Schreib (l.) mit den Geehrten: Dekan Heinrich Blömecke, Dagmar Anzenberger, Kurt Röhm, Heidi Schauer-Köckeis, Josef Schrimpf
LBV-Vorsitzender Günter Schreib (l.) mit den Geehrten: Dekan Heinrich Blömecke, Dagmar Anzenberger, Kurt Röhm, Heidi Schauer-Köckeis, Josef Schrimpf

Mitmach-Aktion "Stunde der Wintervögel"

Mit Frater Ludwig Schwingenschlögl zu den gefiederten Wintergästen an Ohe und Donau

Blick zu den Schellenten
Blick zu den Schellenten

Niederalteich. Zur "Stunde der Wintervögel" konnte der Kreisgruppevorsitzende Günter Schreib, 8 Vogelfreunde, den Ornithologen und Exkursionsleiter Frater Ludwig Schwingenschlögl, am Parkplatz vor der Basilika in Niederalteich begrüßen. Es herrschte Hochnebel mit Minus-Temperatur von 10,5 Grad. Im Gegensatz zu den letztjährigen Januar-Exkursionen, waren zu Beginn in den kahlen Bäumen nirgends Vögel zu beobachten. Beim Gang durch das Dorf zum Oheufer waren dann 2 Buntspechte sowie eine aufgeplusterte Türkentaube zu sehen. In den Gärten mit Futterplätzen konnten außer einigen zeternden Amseln keinerlei Kleinvögel gesichtet werden. Bei der Ohe angekommen, waren auf der Wasseroberfläche Gänsesäger, Stockenten und Krickenten. Erpeln und Enten konnten gut unterschieden werden. Ein Gartenbaumläufer, der sich an einem Schwarzerlenstamm hochschraubte, brachte etwas Abwechslung. Aber von Schwärmen wie Erlenzeisigen, Grünfinken und Distelfinken keine Spur. Ein einzelner Turmfalke kam kurz ins Blickfeld. Am Gundelauhof turnten in den kahlen Ästen eines Obstbaumes einige Buchfinkenmännchen herum. Ansonsten wirkte die Landschaft, auf dem Weg zur Donau, wie ausgestorben. Am Donaudamm saß auf einem dicken Ast ein größerer Greifvogel, der beim Abflug als Mäusebussard identifiziert werden konnte. Auf der Donau tummelten sich Stock- und Reiherenten. Graureiher und Kormorane lauerten auf Sandbänken, nahe der Wasserfläche. Ein Zwergtaucher war mit Ab- und Auftauchen in Aktion. Als echte Wintergäste waren Schellenten gut zu beobachten. Auch ihr klingender Flügelschlag kam zu Gehör. 2 Höckerschwäne versuchten einen Start auf der Wasseroberfläche, unterließen es aber dann. Natürlich fehlten auch die Graugänse nicht, die in großer Anzahl auf der Wasserfläche und Sandbänken versammelt waren. Auf dem Rückweg ins Dorf versammelten sich in einem Baum noch eine große Anzahl von Türkentauben und Buchfinkenmännchen.

Impressionen aus Estland

Deggendorf. Estland fasziniert mit seinen Wäldern, Küsten, riesigen Hochmooren und seinen gefiederten Bewohnern. Mit einen Power-Point-Vortrag präsentierte Werner Oertel imposante Naturbeobachtungen von einer Reise durch drei wunderschöne Nationalparks.

Ganz Europa schaute auf die Vogelwelt

Plattling. An der europaweiten Aktion BirdWatch beteiligten sich auch Mitglieder der Kreisgruppe Deggendorf und beobachteten und zählten durchziehende und rastende Vögel am Hackerweiher und am Schwemmgelände der Südzucker Plattling.


Schlechtes Wetter beim Hundinger Apfelmarkt

Hunding. Petrus meinte es heuer nicht gut mit den Hundingern. Ausgerechnet am Tag des Apfelmarktes herrschte schlechtes Wetter. Der Besuch blieb deshalb hinter den letzten Märkten zurück. Trotzdem kamen am LBV - Infostand viele interessante Gespräche zustande.

Abenteuersafari im Schlossgarten

Ferienprogramm der LBV Kreisgruppe

Bernried: „Wir könnten das Seil über einen Baum werfen und uns von oben abseilen“, so lautet einer der Vorschläge, wie man an den begehrten Schatz gelangen könnte. Aber Abseilen ohne Klettergurt und Abseilgerät, das funktioniert nicht. Zwanzig Kinder stehen grübelnd um einen „Säureteich“, in dessen Mitte sich eine Insel mit einer kleinen Schatztruhe befindet. Als Hilfsmittel haben sie nur ein Kletterseil zur Verfügung. Wie sollen sie den Schatz bergen, ohne dass das Seil oder einer von ihnen in die Säure fällt?

Diese Aufgabe ist die letzte und schwierigste, die die Teilnehmer des diesjährigen Ferienprogramms des LBV lösen müssen. Unter dem Motto „Abenteuersafari im Schlossgarten“ galt es jede Menge knifflige und abenteuerliche Aufträge zu erledigen. Der wilde, romantische Garten von Schloss Egg bot dafür die perfekte Kulisse. Als Ritter auf Drachenjagd gehen, einen gefährlichen Sumpf überqueren oder die seltenen Moosmutzel retten, indem man deren Eier mit Naturmaterial derart verpackt, dass sie einen Sturz vom Schlossturm überleben – gefragt waren bei der Abenteuersafari vor allem Fantasie, Köpfchen und Teamarbeit. 

Durchgeführt wurde die Ferienaktion wie jedes Jahr von Umweltpädagogin Christiane Baumann von der LBV Umweltstation Straubing und Kreisgruppenvorsitzendem Günter Schreib. Die Nachfrage nach Teilnehmerplätzen war diesmal so groß, dass zwanzig Teilnehmer ausgelost werden mussten. Wenn die Schlossherren wieder ihren Park zur Verfügung stellen, wird es deshalb im nächsten Jahr zwei Veranstaltungen des LBV im Ferienprogramm der Gemeinde Bernried geben. 

Die Kinder der diesjährigen Ferienaktion waren jedenfalls rundum begeistert. Und zu guter Letzt konnten sie auch gemeinsam den Schatz aus dem Säureteich bergen und sich die darin befindlichen Gummibärchen schmecken lassen.

Lustige Drachenjagd
Lustige Drachenjagd

Naturkundliche Rundwanderung über den Großen Falkenstein

Deggendorf. 22 naturkundlich interessierte Wanderer folgten der Einladung der Kreisgruppe Deggendorf zur Rundwanderung über den Großen Falkenstein.

Gestartet wurde unter der Leitung von Günter Schreib am Ortseingang der Ortschaft Zwieslerwaldhaus. Durch das Naturschutzgebiet Mittelsteighütte mit umgestürzten und stehenden Totholz führte der Weg die Wanderer dann langsam, aber stets ansteigend auf die freie Fläche des 16,9 Hektar großen und seit 2014 beweideten Ruckowitzschachten. Ein steiler Anstieg führte die Gruppe auf das Plateau des Ruckwiesbergs, wo im Januar 2007 der Sturm Kyrill auf den Kuppen rund um den Großen Falkenstein großflächig Bäume entwurzelte und umknickte. Was für den Menschen wie eine Katastrophe wirkt, ist für die Natur nur ein Ereignis mit Veränderungen und nicht mit Zerstörung. Viele Tiere profitieren von diesen Veränderungen im Lebensraum Wald. Auf einem etwa 500 Meter langen Erlebnisweg konnten die Wanderer erfahren, was es bedeutet, das umgefallene Holz liegen zu lassen. Moderat ging es dann weiter zum gemütlichen Schutzhaus am Großen Falkenstein mit seinen 1315 Metern zur Mittagseinkehr. Frisch gestärkt und nach einem schönen Ausblick in den Zwiesler-Winkel und die umliegenden Berge trat die Gruppe den Abstieg an über den Kleinen Falkenstein und durch herrlichen Hochwald zum Ausgangspukt. Karl-Heinz Englmaier, Leiter der Nationalparkdienststelle Bayerisch Eisenstein begleitete die interessierten Wanderer und erläuterte an verschiedenen Standorten das Life Projekt im Nationalpark Bayerischer Wald, das von Oktober 2013 bis September 2018 durchgeführt wird. Projektziele sind: Renaturierung von Mooren, Durchgängigmachung von Fließgewässern und Probebeweidung auf dem Ruckowitzschachten mit Rotvieh (alte Haustierrasse). Die vorgesehene Beweidungszeit ist von Juni bis Oktober in zwei Zaunflächen mit 4,5 und 1,8 Hektar. Fragen zu botanischen Raritäten am Wegesrand beantwortete ausführlich Gerhard Nagl.

Rast am Schachten
Rast am Schachten
Einstieg zum Windwurf-Erlebnisweg
Einstieg zum Windwurf-Erlebnisweg

Im Reich von Steinadler und Schneerose

2-Tagesfahrt in den Alpen-Nationalpark Berchtesgaden

Wenn man die Natur sich selbst überlässt, passiert Beeindruckendes und Schönes. Davon haben sich rund 50 Naturfreunde aus Deggendorf und Landau auf einer zweitägigen Entdeckungsreise überzeugt. Am ersten Tag schenkte ein kurzer Föhnwind den Besuchern ein paar sonnige Stunden in den Bergen. Die Nationalpark-Ranger führten die Gruppe durch die Erdgeschichte in die blütenreiche Gegenwart im Wimbachtal. Am zweiten Tag zwang der Salzburger Schnürlregen die Naturfreunde in die Museen oder in das Bergwerk. Die meisten besuchten das Haus der Berge und lernten ganz bequem die Pflanzen und Tiere der Alpen kennen.

Tag des Storches in Hengersberg

Hengersberg. Die Kreisgruppe Deggendorf veranstaltete gemeinsam mit der Bürgerinitiative Heimat Hengersberg am Freitag, 17. Juni den Tag des Storches mit Infoständen, einem Quiz für Kinder, auch konnte man die Störche vom Marktplatz aus mit Fernrohren beobachten oder mit der Feuerwehrdrehleiter in luftiger Höhe die Jungstörche bewundern. Diese sind mittlerweile groß geworden. Im Nest wird es dadurch für fünf Störche ziemlich eng. Die Mutter-Kind-Gruppe versorgte die Gäste mit Kaffee und Kuchen.


Führung für die Kreisgruppe Regensburg durch den LBV Naturwald Sauloch im Graflinger Tal

Foto: Günter Schreib
Foto: Günter Schreib

Heimische Pflanzenwelt erkundet

Exkursion zu den Orchideenwiesen

22.05.2016 Bernried. Trotz starker Hitze trafen sich einige Pflanzenbegeisterte in der Nähe von Schocha, um mit dem Pflanzenkenner Gerhard Nagl die Kleinode der mageren Bergwiesen des Vorderen Bayerischen Waldes zu bestaunen.


Reiche Ausbeute für Hobbyornithologen

Teilnehmer der Vogelwanderung kriegen viele Exemplare vor die Linse

Fischerdorf. Im Rahmen der LBV-Mitmach-Aktion "Stunde der Gartenvögel" hat die Kreisgruppe Deggendorf zu einer ornithologischen Exkursion ins Isarmündungsgebiet eingeladen. Trotz ungünstiger Wettervorhersage waren 13 Interessierte zum Parkplatz am Hotel Georgenhof in Fischerdorf gekommen um mit Günter Schreib und dem Hobbyornithologen Frater Ludwig Schwingeschlögl auf Exkursion zu gehen.

Am Ausgangspunkt war ein Priol, der völlig frei auf einem verdorrten Wipfelast saß und sang, zu beobachten. Ein Sumpfrohrsänger, der in der Nähe war, imitierte den Gesang der Dorngrasmücke. Auf dem Weg zum Isarmündungsgebiet wurden Haus- und Feldsperlinge, Goldammern und Wacholderdrosseln mit ihrem schnarrenden Ruf gesichtet. Drei Weißstörche und ein Graureiher waren auf einem Feld mit der Nahrungssuche beschäftigt. Einen Höhepunkt bildete ein weißsterniges Blaukehlchen, das auf einem trockenen Schilfhalm saß der aus einem vermoderten Baumstumpf ragte. Für einige Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie diesen Vogel sahen.

Etwas weiter entfernt ließ sich auf einem Ast ein männlicher Turmfalke gut beobachten, das Weibchen vollführte später einen Rüttelflug. Gesänge von Mönchs- Garten- und Dorngrasmücken waren überall zu hören. Dazwischen durfte auch der schmetternde Gesang des Zaunkönigs nicht fehlen. Auf dem Altwasser am Sporn waren eine Stockenten mit ihren Jungen, ein Paar Reiher- und Schnatterenten. Wie eine Maus wieselte ein Gartenbaumläufer die borkige Rinde eines Eichenstammes empor. Im Hintergrund waren die Stimmen von Feldschwirl, Heckenbraunelle und Grauschnäpper zu höre. Beim Rückweg zeigte sich auf einem dürren Ast ein rufender Kuckuck. Ein besonderes Schauspiel bildeten fünf Weißstörche und drei Mäusebussarde, die sich durch die Thermik wie durch einen Fahrstuhl nach oben tragen ließen. Vier Mauersegler gesellten sich dazu. Auf dem Heimweg begleitete der kratzende Gesang des Teichrohrsängers und Rauchschwalben schwatzten auf einer Telefonleitung. Ein neu errichteter Storchenhorst an der Altholzstraße erweckte noch die Aufmerksamkeit, bevor zwei Stieglitze (Vogel des Jahres 2016) mit ihrem Gesang die Gruppe verabschiedeten.

Die Teilnehmer bekamen viele Vögel vor die Kamera oder das Fernglas
Die Teilnehmer bekamen viele Vögel vor die Kamera oder das Fernglas

Drillinge beim Hengersberger Storchenpaar

Foto: Stefan Schlederer
Foto: Stefan Schlederer

Der LBV beim Donaufest in Niederalteich


Ornithologische Erlebniswanderung im Isarmündungsgebiet

Maxmühle: Ins Isarmündungsgebiet hat die LBV-Kreisgruppe Deggendorf zusammen mit dem Infohaus-Isarmündung zu einer ornithologischen Erlebniswanderung eingeladen. Trotz bedeckten Himmels und schlechter Wettervorhersage konnte Dekan Heinrich Blölmecke 37 Vogelfreunde, darunter zahlreiche Kinder sowie den LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib, begrüßen. Bereits am Ausgangspunkt war der Ruf des Kuckucks zu hören und ein Buntspecht kletterte an einem Weidenstamm empor. Mit Kohl- und Blaumeise war die Familie der Meisen vertreten. Zilp Zalp, Fitislaubsänger, Buchfink und Mönchsgrasmücke sangen um die Wette. Mit Zilp Zalp besiedeln zwei Arten die miteinander verwandt sind die Isarauen. Optisch unterscheiden sie sich kaum, aber an ihrem Gesang kann man sie erkennen. An einem abgestorbenen Baum mit Bruthöhlen konnte man sehen, wie wertvoll Totholz für die Vogelwelt ist. In diesem Bereich waren Kleinspecht und Kleiber, der am Stamm kopfüber hinab ging, zu beobachten. Auf dem Weg zu den Altwässern der Isarauen war in einem Entwässerungsgraben ein Biberdamm zu sehen und der Ruf der Ringeltaube zu vernehmen. Im Altwasser schwammen Gänsesäger, Schnatter- und Reiherenten über denen drei Mittelmeermöwen hinweg schwebten. Den Schilfgürtel bewohnen Rohrammer, Blaukehlchen und Teichrohrsänger. Ein besonderer Anblick, der vor einer gelben Schilfwand auftauchender Eisvogel in seiner hellblau und orangeroten Färbung. Der Wendehals der nicht zu sehen war, machte mit seinem seltenen Ruf auf sich aufmerksam. Am Ufer eines Altwassers saß ein brütender Höckerschwan und im Hintergrund auf einer Kiesinsel stand ein Silberreiher. Während ein Kiebitz im Überflug zu beobachten war, landeten Kolbenenten mit ihren auffallend roten Schnabel neben einem schwimmenden Biber. Anhand der vielen Braunkehlchen zeigt sich, wie wichtig das Isarmündungsgebiet für durchziehende Vogelarten ist. Der Ruf der Graugänse begleitete die Gruppe auf ihrer 3-stündigen Wanderung.


Neuer Lebensraum für Vögel der Ackerflur

Mitglieder der Kreisgruppe Deggendorf besichtigten ein wertvolles Biotop

Haidlfing. Neuer wertvoller Lebensraum für Vögel der offenen Agrarlandschaft, so beschrieb Walter Franziszi diesen umgestalteten Bereich der Haidlfinger Feldflur. Mit der Maßnahme, das Problem der dauernden Überflutung zu beseitigen, habe man auch einen großzügigen neuen Lebensraum für die Tiere der offenen Agrarlandschaft auf einer Fläche von 17 Hektar realisiert. Mehrere Varianten seien vorgeschlagen worden, bis man sich schließlich auf die einigte, bei der ein Lebensraum bevorzugt für Feldvogelarten angelegt wurde.

Der Stieglitz

Vogel des Jahres 2016

Foto: Josef Baumgartner / Sattling
Foto: Josef Baumgartner / Sattling

Fischerdorf: Beim Stammtisch der Kreisgruppe informierte die Diplombiologin Ruth Waas über den Vogel des Jahres 2016, seine Merkmale, seinen Lebensraum und seine Nahrung, über die Brutbiologie und Verbreitung sowie über den Bestand, die Gefährdung und wie man ihm helfen kann.

Die Botschaft des Stieglitzes: Wir brauche mehr Artenvielfalt und Farbe in unseren Agrarräumen und im Siedlungsbereich!

Günter Schreib als Vorsitzender der Kreisgruppe bestätigt

Grundsatzreferat vom Landesvorsitzenden Dr. Norbert Schäffer

Geehrt für langjährige LBV-Mitgliedschaft
Geehrt für langjährige LBV-Mitgliedschaft

Fischerdorf. Einstimmig hat die Kreisgruppe in ihrer Jahreshauptversammlung ihren langjährigen Vorsitzenden Günter Schreib in seinem Amt bestätigt, ebenso wie sein gesamtes Vorstandsteam, bestehend aus den Stellvertretern Werner Bernatseder und Martin Sigl, Schatzmeister Leo Achatz, Schriftführer Frater Ludwig Schwingenschlögl, der Jugendbeauftragten Carmen Prinz und dem Delegieren Gerhard Nagl. Beisitzer sind Dr. Christian Hundschell, Walter Klüpfel, und Helmut Falk. Wiedergewählt wurden ebenfalls wieder die Kassenprüfer Manuel Dull uns Josef Schuster.

Geehrt wurden für die 30-jährige Mitgliedschaft Dr. Klaus Ohrlich und Carmen Prinz, für 20 Jahre Dr. Josef Dachs, Dr. Josef Rehrl sowie die Familien Schreib und Waas und für 10 Jahre das Mettener St.-Michaelsgymnasium das von der Biologielehrerin Carmen Prinz vertreten wurde. Die geehrten erhielten eine Urkunde und eine Ehrennadel. Nach dem ausführlichen Jahresrückblick des Vorsitzenden referierte im zweiten Teil der Versammlung Dr. Norbert Schäffer über die Zukunftsthemen im Naturschutz und gab in einem beeindruckenden Bilderbogen Einblicke über die auch international ausgerichtete Arbeit seines Verbandes.

Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel"

Blick auf das Donauvorland
Blick auf das Donauvorland

Niederalteich: Bei der Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" lud die Kreisgruppe Deggendorf zu einer Exkursion nach Niederalteich ein. Kreisgruppenvorsitzender, Günter Schreib, konnte trotz schlechtem Beobachtungslicht mit Hochnebel und leichtem Nieselregen 18 Teilnehmer (Erwachsene und Kinder) begrüßen. Unter der Leitung von Frater Ludwig Schwingenschlögl führte der Weg durch das Dorf zur Ohe, wo in den Gärten an den Futterplätzen Sumpf- Blau- und Kohlmeisen sowie Amseln beobachtet wurden. Auf Fernsehantennen zeigten sich Türkentauben. Dazwischen kreisten Rabenkrähen; selbst eine vereinzelte Saatkrähe ließ sich sehen. Einige Stockenten gründelten in der Ohe nach Nahrung. In der Ferne stiegen zwei Krickentenerpel pfeilschnell in die Höhe. Vereinzelt konnte man Sumpf- und Kohlmeisen in den Bäumen und Sträuchern ausmachen. Ein Kleiber ließ sein Trillern vernehmen, aber zeigen wollte er sich nicht. Gekonnt setzte sich ein Turmfalkenmännchen auf die Spitze einer Schwarzpappel in Position. Beim Näherkommen stieg es auf und segelte elegant über die Felder. Am Gundelauhof war das "Kik Kik" eines Buntspechts zu hören, der sich geschickt hinter einem dicken Baumstamm verbarg. Entschieden besser wurde es an der Donau. Scharen von Graugänsen weideten auf den Wiesen der Vorländer. Am Ufer stiegen je ein Silber- und Graureiher von ihrer Futtersuche auf. Am Ende der Führung zeigten sich auf dem Wasser Schell- Reiher- und Scharen von Stockenten.

Erfolgreiche Auflage des Hundinger Apfelmarkt

Hunding: Die Hundinger scheinen einen guten Draht zu Petrus zu haben. Beim Apfelmarkt waren tagsüber die Temperaturen zwar nicht optimal. Regen blieb aber während des Marktes aus; der begann erst am Abend. So war die 21. Auflage des von der Arbeitsgemeinschaft Hundinger Goldbergbauern und Gemeinde veranstalteten Apfelmarktes wieder ein großer Erfolg. Mehrere Obstbauern boten viele Apfelorten an, so dass die Besucher die Auswahl hatten. Mit Info-Ständen waren die Tourist-Info, der Naturpark Bayerischer Wald und die Kreisgruppe Deggendorf des Landesbundes für Vogelschutz vertreten.

European BirdWatch

Aktion um durchziehende und rastende Vögel zu zählen.

Plattling: Durchziehende und rastende Vögel am Hackerweiher und im Schwemmgelände der Südzucker Plattling zu beobachten und zu registrieren, das ist für die Kreisgruppe Deggendorf eine wichtige Aufgabe. So nahmen Walter Hanschitz-Jandl und Günter Schreib den Internationalen Birdwatch heuer zum vierten Mal zum Anlass, Ferngläser und Fotokameras einzupacken und am Samstag und Sonntag auf Vogelsuche zu gehen. Und sie wurden auch fündig. Mit einem Blick durch die Spektive war es den wenigen Teilnehmern vergönnt, Zugvögel auf ihrer Reise in die Winterquartiere zuzuschauen.

Auf Schatzsuche im Schlosspark

Gelungene Ferienprogramm-Aktion des Landesbundes für Vogelschutz

Bernried: Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd, bei der man sich mit Hilfe eines GPS-Empfängers orientiert. Diese Schatzsuche erfreut sich zunehmender Beliebtheit, immer mehr Leute gehen in ihrer Freizeit auf die Suche nach Geocaches. Kürzlich duften auch 22 Kinder aus der Gemeinde Bernried im Rahmen des Ferienprogramms diese Form der Schnitzeljagd ausprobiere.

Organisiert von Günter Schreib und unter der Leitung von Umweltpädagogin Christiane Baumann von der LBV-Umweltstation Straubing machten sich die Kinder im ansonsten für die Öffentlichkeit gesperrten Park von Schloss Egg auf die Suche.

Eingeteilt in fünf Gruppen mussten die Teilnehmer mit Hilfe der GPS-Empfänger verschiedene Stationen finden und dort Aufgaben lösen oder Fragen beantworten. Einige Hinweise waren durchaus knifflig versteckt, zum Beispiel in einem Baumpilz oder unter einem künstlichen Stein, der zwischen echten Steinen auf der Schosstreppe lag. Wenn eine Gruppe schlau und flink war konnte sie auch einen kleinen Bonus in Form einer Dose Gummibärchen finden. Nachdem alle Gruppen ihre Aufgaben gelöst und Hinweise entschlüsselt hatten, konnten sie gemeinsam die Endkoordinaten berechnen, an denen nach kurzer Suche eine große Schatzkiste gefunden wurde, die bis zum Rand mit Schokoladen-Goldtalern gefüllt war. Die Teilnehmer hatten viel Spaß bei der Schatzsuche, und ein Bub hat bereits angekündigt, sich zum nächsten Geburtstag ein eigenes GPS-Gerät zu wünschen.

GPS-Einweisung
GPS-Einweisung
Schatzkiste gefunden
Schatzkiste gefunden

WÄLDER SCHÜTZEN

Schöllnach: Während der Nachhaltigkeitswoche mit dem Thema WÄLDER SCHÜTZEN versuchte die Kreisgruppe Deggendorf mit einem Infostand beim REWE-Markt in Schöllnach das Interesse an der Naturschutzarbeit zu wecken und dabei den Waldschutz ins öffentliche Bewusstsein zu rufen.


9. Tag des Storches

Hengersberg: In Hengersberg hat keiner der vier Jungstörche überlebt. Der 9. Tag des Storches am 19. Juni fällt deshalb aus.