Rund um das Klosterfilz im Nationalpark Bayerischer Wald

Am Triftkanal Foto: Harald Freihoffer
Am Triftkanal   Foto: Harald Freihoffer
Perlmuttfalter Foto: Harald Freihoffer
Perlmuttfalter   Foto: Harald Freihoffer
Große Ohe Foto: Günter Schreib
Große Ohe   Foto: Günter Schreib
Foto: Martin Sigl
Foto: Martin Sigl
Foto: Martin Sigl
Foto: Martin Sigl
 

30. 06. 2018 Eines der größten Moorkomplexe, die sich im Bayerischen Wald erhalten konnten, dehnt sich zwischen Riedlhütte und Siebenellen am Rande des Nationalparkgebietes aus. Der Name Klosterfilz stammst von dem ehemaligen Kloster Sankt Oswald, vor der Säkularisation. Unter der ortskundigen Führung von Günter Schreib machten sich 30 Teilnehmer auf die zwölf Kilometer lange Rundwanderung.

12. Tag des Storche in Hengersberg

Hengersberg. Der Wind hat der Bürgerinitiative Heimat Hengersberg und dem LBV beim Tag des Storches zu schaffen gemacht. Die Veranstaltung sollte erstmals auf dem Frauenberg abgehalten werden. Wegen Regen und starken Wind entschieden sich die Veranstalter ins Haus der Feuerwehr Hengersberg auszuweichen, wo das Kuchenbuffet vor Wind und Regen geschützt war. Auch der Blick ins Storchennest, wo heuer drei Jungstörche heranwachsen, wurde durch den Regen gestört.

Stunde der Gartenvögel und Isarmündungsgebiet

Deggendorf. Im Rahmen der LBV-Aktion "Stunde der Gartenvögel" begrüßte Frater Ludwig Schwingenschlögl 20 Teilnehmer zu einer ornithologischen Wanderung durch das Isarmündungsgebiet. Beim Ausgangspunkt am Georgenhof in Fischerdorf waren Bachstelzen, Haus- und Feldsperling, während auf der Spitze einer Birke ein Hausrotschwanz zum Einstand ein kratzendes Lied sang und ein singender Grünfink auf dem Wipfel eines Kastanienbaumes für alle gut sichtbar war. Rabenkrähen, Distelfinken und Goldammern gaben sich ein Stelldichein. Trillernd schraubte sich eine Feldlerche  in die Luft und ganz in der Nähe suchten auf einer gemähten Wiese 2 Weißstörche nach Nahrung. Auf dem Weg zu Isar und ihren Auen konnte eine Heckenbraunelle beobachtet werden. Ein absoluter Höhepunkt bildete ein Braunkehlchenmännchen, das in einem Feld ganz oben auf einer Kardendistel saß. Außerdem waren für alle Teilnehmer drei große Brachvögel, die ebenfalls nach Nahrung suchten, eine Rarität. Ein Kiebitz hielt sich neben den Brachvögeln auf. Rauchschwalben flogen im Tiefflug auf Insektennahrung, während ohne sein markantes Rätschen ein Eichelhäher von Busch zu Busch huschte. In den Isarauen selbst waren am Sporn bei den Altwässern Reiher- Schnatter- und Stockenten auf der Wasseroberfläche. Die Stockenten führten schon Jungenten und natürlich war auch ein Höckerschwanenpaar nicht zu übersehen. Die nächste Überraschung wartete schon: zwei Kolbenentenerpel mit ihren leuchtenden gelben Köpfen und roten Schnabel, für die meisten Beobachter ein Novum. Ab und zu tauchte die Silhouette von Graureihern auf. Dazwischen kamen die Rufe eines Kuckucks, der sich hervorragend auf einem dürren Baum platzierte. Auf der Isar, auf einer Sandbank rasteten Gänsesäger und ein Schellentenerpel. Ein Stimmengewirr von Rohrammern, Mönchs- und Gartengrasmücken, Blaukehlchen, Feldschwirl, Pirol, Grauspecht, Fitis, Zilp Zalp, Finken, Zaunkönig und Misteldrossel, begleitete die Vogelfreunde zurück zum Ausgangspunkt Georgenhof. Dort angelangt, verabschiedeten sich, auf der Spitze eines abgestorbenen Baumes sitzend ein Neuntötermännchen mit seiner typischen Räubermaske am Kopf und ein, an deinem Wassergrabe auf einem dürren Schilfhalm sitzendes Blaukehlchen.

Foto: Jürgen Tauer
Foto: Jürgen Tauer

Im Revier von Blaukehlchen und Wendehals

Begeisternde Entdeckungen bei Vogel-Exkursion in den Isarauen

Maxmühle. Zu einer Vogelstimmenwanderung unter der Leitung von Dekan Heinrich Blömecke hatten der Landesbund für Vogelschutz und das Infozentrum Isarmündung für Samstag eingeladen. In der Welt von Blaukehlchen und Wendehals zu Gast waren 30 Teilnehmer fast jeden Alters und konnten dabei über 40 Vogelarten beobachten oder anhand des Gesangs bestimmen.
Nicht nur weil sich das einzigartige Blaukehlchen und der inzwischen sehr seltene Wendehals ausgiebig beobachten ließen, waren die Teilnehmer am Ende sehr dankbar und zufrieden. Teils aus Regensburg und München angereist, waren für sie schon bei der Begrüßung durch Hobbyornithologen Blömecke und 2. stv. LBV-Vorsitzenden Martin Sigl im Hintergrund ausgiebige Kuckucksrufe zu vernehmen.
Dann ging es für drei Stunden bei herrlichem Wetter zunächst unter Gesang von Buchfink, Singdrossel, Zilpzalp. Zaunkönig, Mönchsgrasmücke auf den Weg durch das Isarmündungsgebiet. Die stark belaubten Bäume im zunächst zu durchquerenden Auwald gaben diesen ausgiebig Sichtschutz. Mit bloßem Auge erkennen konnte die Gruppe beispielsweise Mittelmeermöwen, Graugänse, Buntspecht, Höckerschwäne und die Rohrweihe beim Balzflug sowie auch mehrere Grau- und einen Silberreiher.
Ein zuvor knapp über dem Teich fliegender Eisvogel wurde beim zweiten Flug als Flussuferläufer bestimmt. Mit den mitgebrachten Ferngläsern und einem fest einstellbaren Spektiv ließen sich in offenen Bereichen ein Kuckuckspaar, ein vor lauter Nistmaterial im Schnabel nicht erkennbarer Feldsperling und auch der Wappenvogel des Gebiets, das Blaukehlchen ausgiebig beobachten. Der früher häufige Wendehals (eine Specht-Unterart) war auch in der Nähe der Bruthöhle und saß ebenfalls ausreichend lange still.
Immer wieder erklärte Dekan Blömecke anhand von Abbildungen in seinem Vogelbuch die Besonderheiten der Arten. Denn auch beim Blick über das hohe Schilfgras galt es wieder mehr mit den Ohren zu sehen. So konnten Teichrohrsänger, Rohrschwirl, Rohrammer und die wie ein Schweinchen quickende Wasserralle noch auf der Erfolgsliste des Tages notiert werden, bevor es heraus ging aus der Vogelwelt der Isarauen.

Foto. Martin Sigl
Foto. Martin Sigl

Mitgliederehrung bei der Jahreshauptversammlung 2018

(vorne, v.l.):Maria und Ludwig Liebhaber, Georg Vogl und Ursula Süß, (hinten, v.l.): Vorsitzender Günter Schreib, Georg Kestel und Thoma Schoger-Ohnweiler
(vorne, v.l.):Maria und Ludwig Liebhaber, Georg Vogl und Ursula Süß, (hinten, v.l.): Vorsitzender Günter Schreib, Georg Kestel und Thoma Schoger-Ohnweiler

Stunde der Wintervögel 2018

Bei frühlingshafter Witterung und Hochwasser vielen gefiederten Freunden begegnet.

Niederalteich. Im Rahmen der Aktion "Stunde der Wintervögel" fand eine Exkursion in Niederalteich an Ohe und Donau mit Frater Ludwig Schingenschlögl statt. Bei frühlingshafter Witterung konnte der Kreisgruppen-Vorsitzende Günter Schreib 22 Teilnehmer begrüßen. Gleich zu Beginn, beim Treffpunkt an der Basilika, kreiste ein Sperberweibchen um die Kirchtürme, wodurch ein Schwarm verwilderter Haustauben in hektische Flucht geriet. Auf dem Weg durch das Dorf in Richtung Ohe wurden die ersten gefiederten Freunde gesichtet. Eine Türkentaube platzierte sich gut sichtbar auf einer Antenne und in den Gärten herrschte ein reges Treiben der Vogelwelt. Ein Buntspechtweibchen schraubte sich an einem Stamm hoch, wobei es die Rinde immer wieder abklopfte. Auf der Spitze einer Pappel saß ein kleiner gemischter Schwarm von Buch- und Grünfinken, während Kohlmeisen von einer Futterstelle zur nächsten huschten. Mit dem Fernglas war auf einer Baumspitze eine Schwanzmeise gut zu bestimmen. Markant war der Ruf des Kleibers, der dann auch gut zu sehen war. Als einziger Vogel kann er kopfüber die Stämme hinunterklettern. An der Ohe angelangt, war das Hochwasser noch gut sichtbar. Einige Stockenten waren auf der Wasseroberfläche zu beobachten, während Kohl- und Blaumeisen durch und Gebüsche turnten. Die aufgeregten Warnrufe erschreckter Amseln waren von Weitem zu hören. Auch hier war ein Buntspechtweibchen wieder auf Nahrungssuche. Später folgte das Männchen mit seinem roten Feck am Hinterkopf. Einsam und verlassen wirkte ein Rotkehlchen in einem Gebüsch das zur Hälfte überflutet war. Zwischendurch tauchte das typische Flugbild von Kormoranen am Himmel auf. Außerdem flog ein Schwarm von Distelfinken auf, vollzog eine Kehrtwendung und landete schließlich auf dem nächsten Baum. Am Rande des Röhrlweihers lauerte auf einer Birke ein Turmfalkenmännche  auf Beute. Von den Rabenvögeln waren Krähen und Elstern vertreten. Vorbei am Gundelauhof, konnten neben den schon genannten Meisen auch eine Sumpfmeise sowie ein kleiner Schwarm Feldsperlinge beobachtet werden. Plötzlich erklang aus dem Schulwald das Lachen des Grünspechts und gleichzeitig hörte man das Kreischen eines Eichelhähers. Das Donauufer war wegen der Hochwasserlage nicht erreichbar, daher waren nur aus der Ferne Stockenten und die ersten Wintergäste aus dem hohen Norden, Schellenten erkennbar.

Natur in der Stadt

Deggendorf. Ob Fuchs, Biene oder Zimbelkraut - dass Tiere und Pflanzen in der Stadt leben, ist keine Seltenheit, wie der Vortrag "Natur in der Stadt" von Dr. Christian Stierstorfer kürzlich zeigte. Natur in der Stadt hört sich zunächst widersprüchlich an. Dabei ist für jeden offensichtlich, dass wilde Tiere in der Stadt leben, allein wenn man die Vogelwelt betrachtet. Nicht nur Allerweltsvögel wie Amsel oder Hausspatz sind in Städten allgegenwärtig, sondern durchaus auch Besonderheiten. Viele Städte sind glücklich über ihren Storchenhort, sei es auf einem Kamin oder Stadtturm. So leben seit etlichen Jahren Störche und Wanderfalken in Deggendorf, in Metten sogar der Waldkauz, Vogel des Jahres 2017. In vielen Städten umfasst die Natur ein breites Spektrum, das Säugetiere und viele Vögel genauso vorweist wie ganz kleine Lebensgemeinschaften in Mauerritzen und Pflasterspalten. Gärten haben im städtischen Bereich als grüne Oase eine ganz besondere Bedeutung. Ein Asthaufen und ein paar Quadratmeter mit "Unkraut" bringen eine ungeahnte Vielfalt hervor. Viele Tiere die einstmals nur auf dem Land lebten, kommen mehr und mehr auch in Städten vor. Feldhasen sieht man immer häufiger in Parks und Grünflächen von Städten. Sie haben wenig Scheu vor dem Menschen, denn gejagt werden sie dort nicht.

Feldhase mitten in der Stadt Foto: Dr. Christian Stierstorfer
Feldhase mitten in der Stadt Foto: Dr. Christian Stierstorfer

Der Apfelmarkt lockt auch bei schlechtem Wetter

Hunding: Bereits zum dritten Mal in Folge hatten die Hundinger Goldbergbauern und die Gemeinde als Organisatoren beim Apfelmarkt mit nicht gerade optimalen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. Zum Glück hörte im Laufe des Vormittags der Regen auf. Die 23. Auflage des Marktes war trotz allem wieder gut besucht. Die LBV-Kreisgruppe war mit einem Infostand dabei.

Wasserflohs Welt erleben

 

Egg. Einen Ausflug in die Welt der Wasserflöhe durften kürzlich 18 Kinder im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Bernried machen. Christiane Baumann von der LBV Umweltstation Straubing und Günter Schreib von der Kreisgruppe Deggendorf des LBV begrüßten die Teilnehmer heuer wieder im Garten von Schloss Egg. Im Mittelpunkt stand diesmal der Mettenbach, der durch den romantischen Park mit seinen alten Baumriesen fließt. Ausgerüstet mit Sieben und Keschern machten sich die Kinder im Bach auf die Suche ach Wasserbewohnern. Dabei gingen ihnen nicht nur Kleinlebewesen wie Wasserflöhe, Libellenlarven und Ruderwanzen ins Netz, sondern mit Fischen und Flusskrebsen auch beachtlich große Tiere. Während die größeren Exemplare nach kurzer Begutachtung gleich wieder frei gelassen wurden, wurden die kleineren Tiere mit Hilfe von Becherlupen und Bestimmungskarten sorgfältig untersucht. Für die Kinder war es beeindruckend, die winzigen Wasserbewohner einmal in vierfacher Vergrößerung bewundern zu können. Nebenbei erfuhren sie noch allerlei Interessantes über die eher unbekannten Tiere - zum Beispiel, dass die Larven von Köcherfliegen zum Schutz vor Fressfeinden aus winzigen Steinchen oder Pflanzenteilen eine Wohnröhre bauen oder dass die zu Wasserwanze gehörenden Rückenschwimmer auch "Wasserbienen" genannt werden, weil sie zur Verteidigung stechen können. Nachdem alle Tiere wieder in den Bach zurückgesetzt worden waren, durften die Kinder noch bei einem Quiz ihr Wissen über den Lebensraum Wasser unter Beweis stellen. 

Suche nach dem Wasserfloh
Suche nach dem Wasserfloh

Auf der Suche nach einen seltenen Zugvogel im Gäuboden

Vogelliebhaber suchten den Mornell-Regenpfeifer

Paitzkofen, 26. August: Braunkehlchen, Rebhühner, Rohrweihe, Turmfalken, Lerchen und Schafstelzen sind Ende August oder Anfang September nur die Beigabe, wenn Günter Schreib, der Vorsitzende der Kreisgruppe, und Walter Hanschitz-Jandl und eine Handvoll Naturliebhaber am Rande des Gäubodens, dort wo die fruchtbaren Felder schon hügelig werde, unterwegs sind. Mit Fernglas und Spektiv bewaffnet suchen sie den Mornell-Regenpfeifer. Der Vogel mag gegrubberte Felder oder Felder mit niedriger Vegetation, Stoppelfelder mag er gar nicht. An diesem Wochenende hatten die Vogelfreunde rund um Paitzkofen kein Glück. Ein paar Tage später hörte Walter Hanschitz-Jandl einen Mornell bei Osterhofen-Wisselsing rufen. Ein paar Tage ist noch Zeit für das große Glück, den seltenen Vogel zu sehen.

 

 

Waldgeschichtliche Wanderung am Siebensteinkopf

Finsterauer-Filz
Finsterauer-Filz
Reschbach-Talkessel
Reschbach-Talkessel

Finsterau. Wanderer, unter der Leitung des LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib, haben den Siebensteinkopf im Grenzgebiet am südöstlichen Rand des Nationalparks Bayerischer Wald bestiegen. Botanischer Begleiter war Gerhard Nagl, der über die Vegetation am Wegesrand referierte. 

Ein echtes Hengersberger Wahrzeichen

Blick ins Nest aus luftiger Höhe.

LBV und Bürgerinitiative luden zum Tag des Storches

Hengersberg: Der Storch hat in Hengersberg eine besondere Bedeutung. Gespannt warten die Bewohner jedes Jahr auf die Ankunft des Adebars, danach wird verfolgt, ob Nachwuchs auf dem Kamin der ehemaligen Früchteverwertung am Frauenberg zu erwarten ist.
Heuer hatte man wieder Glück: Drei Jungstörche wurden geboren, zwei überlebten. Die LBV-Kreisgruppe veranstaltete gemeinsam mit der Bürgerinitiative "Heimat Hengersberg" ihren Tag des Storches mit Infoständen und einem Quiz für Kinder. Die Eltern-Kind-Gruppen verkauften Kaffee und Kuchen.
Auch konnte man die Störche vom Marktplatz aus mit Fernrohren beobachten oder die zwei Jungtiere in luftiger Höhe von der Feuerwehrdrehleiter aus bewundern.

Botanische Vielfalt am einstigen Isarhochufer

Aholming. Eine botanische Exkursion zum einstigen Isarhochufer bei Aholming hat die Kreisgruppe Deggendorf unternommen. Treffpunkt war beim Biohof Fritsche am Penzlinger Keller. Dort begrüßte der Vorsitzende Günter Schreib den Pflanzenexperten Gerhard Nagl und den Naturschutzwart Jürgen Tauer von der Wasserwacht Plattling als Referenten.
Zunächst gingen die Beiden auf die Geologie der Hochterassen-Böschung ein, deren Entstehung bis in die Eiszeit zurückreicht. Dazu stellten sie einstige Nutzungsformen und den Beginn der pflegemaßnahmen vor. Ruth Waas hat 1996 einen Pflegeplan erstellt, ein Jahr später wurde dieser in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aholming und zahlrechen Ortsvereinen umgesetzt. Seit 2012 ist die Gemeinde für die jährliche Pflegemaßnahme verantwortlich.
Bei hochsommerlichen Temperaturen marschierte die Gruppe am Fuß des Hochufers entlang und entdeckte die bunte Farbpalette der Natur. Spitzwegerich, Königskerze, Ackerglockenblume oder Skabiose Flockenblume, es reihte sich ein Farbtupfer an den anderen. Darunter auch Raritäten, die den Steilhang zu einem wertvollen Kleinod mit seltenen Pflanzen und Tieren machen. Der violette-gelbe Ackerwachtelweizen, das gelb blühende, weidenblättrige Rindsauge, der große Klappertopf oder der aufrechte Ziest. Zu den Besonderheiten zählen auch das Sechsfleck-Widderchen oder der Schachbrettfalter sowie die grünlich schimmernde Zauneidechse.
An diesem einstigen Isarhochufer kommen rote Liste Arten in so großen Mengen vor, wie man sie im ganze Landkreis Deggendorf und darüber hinaus nicht mehr oft findet, freute sich der Pflanzenexperte Gerhard Nagl.

Schachbrettfalter Foto: Jürgen Tauer
Schachbrettfalter      Foto: Jürgen Tauer
Sechsfleck-Widderchen Foto: Jürgen Tauer
Sechsfleck-Widderchen      Foto: Jürgen Tauer

Orchideen auf den Daxwiesen

Haunstein. Der engagierte Biologe Karel Kleyn konnte bei der gemeinsamen botanischen Exkursion der Kreisgruppen Deggendorf und Freyung-Grafenau den interessierten Teilnehmern viele seltene Pflanzen und neue Erkenntnisse zum Artenschutz vermitteln.

Stunde der Gartenvögel mit Frater Ludwig

Deggendorf. Der Georgenhof in Fischerdorf war Treffpunkt einer LBV-Exkursion, "Stunde der Gartenvögel". Der LBV-Kreisgruppenvorsitzende, Güner Schreib, konnte eine überschaubare Gruppe Vogelfreunde sowie den Ornithologen Frater Ludwig Schwingenschlögl, bei passendem Wetter begrüßen. Gleich zu Beginn stellte sich ein Weißstorch auf einer gemähten Wiese zur Futtersuche ein und zwei Kiebitze waren auf den angrenzenden Äckern gut zu beobachten. Gezwitscher und Tschilpen von Haus- und Feldsperlingen gaben den Auftakt. Während Stare zu den Wiesen auf Isektenjagd flogen, erschallte stark und volltönend der Gesang der Mönchsgrasmücke aus den Hecken. Später gesellten sich noch Dorn- und Gartengrasmücke zu diesem Konzert. Da Grasmücken als wahre Verbergungskünstler bekannt sind, war nur eine Gartengrasmücke im Unterholz zu sichten. Sehr gut ließen sich Goldammermännchen auf Zweigspitzen ausmachen. Rauchschwalben konnten ganz nahe auf einer Telefonleitung gesichtet werden. Auch Exoten waren diesmal auf der Beobachtungsliste. Auf einem Feld befanden sich zwei Nilgänse bei der Futtersuche. Kleinvögel wie Zilpzalp und Fitis ware besser zu hören als zu sehen. Im Laub einer Eiche konnte sich der Pirol geschickt verbergen. Für die meisten Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie so einen prächtigen Vogel zu Gesicht bekamen. Dazwischen ließ der Kuckuck immer wieder seinen Ruf erschallen, nebenbei war das Trillern des Kuckucksweibchens gut hörbar. Ein Turmfalke rüttelte über Wiesen und Felder auf Ausschau nach Mäusen, seiner Lieblingsbeute. Angekommen im Isarmündungsgebiet, war ein Grauspecht zuerst zu hören und dann sogar zu sehen, bis er abstrich. Ein kleiner Schwarm Distelfinken ließ seine angenehmen Stimmen hören, während gleichzeitig vier Mäusebussarde über der Gruppe ihre Kreise zogen. Auf dem Rückweg versammelten sich auf den Wiesen und Feldern Graugänse und im Hintergrund war das Hämmern des Buntspechts zu vernehmen. Leider wurde das Blaukehlchen, in seinem typischen Lebensraum, vermisst.

Mit dem LBV zu Zilpzalp und Wendehals

Bei der Begrüßung der Exkursionsteilnehmer am Infohaus.

Moos/Maxmühle. Im Isarmündungsgebiet hat die Kreisgruppe Deggendorf zu einer ornithologischen Wanderung eingeladen. Begleitet vom Ruf des Kuckucks und vom Gesang des Zaunkönigs und Zilpzalp sowie zwei Graugänse, die über die Gruppe hinweg flogen, begrüßte Dekan Heinrich Blömecke 24 Frühaufsteher, darunter den LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib.
Bereits auf den ersten Metern im Auwald waren deutliche Rufe von Blaumeise, Kohlmeise und Singdrossel zu erkennen. Neben dem perlenden Gesang des Rotkehlchens ertönte die melodisch flötende Stimme der Mönchsgrasmücke. Die häufigste Grasmückenart ist durch die auffällige Kopfplatte, die beim Männchen schwarz und beim Weibchen braun gefärbt ist, gut zu erkennen. Im Gebüsch finden Heckenbraunelle, Buchfink, Fitislaubsänger und Amsel Deckung und einen geschützten Platz zum Nestbau. Gut konnten die Vogelfreunde einen Kleiber mit seiner rostroten Brust, dem blau-grauen Rücken und dem auffälligen schwarzen Augenstreif an seiner Bruthöhle herumturnen sehen. Neben  wertvollem Totholz am Wegrand, zeigte ein Biberdamm, wie dadurch der Wasserstand reguliert wird. Von den Feldern war das "Ich hab dich ja so lieb" der Goldammer, einem typischen Vogel der offenen Landschaft. zu hören. Gleichzeitig wurden als Durchzugsgäste drei Grünschenkel und auf einer Wiese vier Rehe bei der Äsung beobachtet.
Aus dem nahegelegenen Schilf waren die Stimmen von Rohrschwirl, Teichrohrsänger, Rohrammer und Blaukehlchen zu erkennen. Weiterhin wurde ein Trauerschnäpper im Weidengebüsch gesichtet. Die Altwässer der Isarauen offenbarten schließlich den ganzen Artenreichtum, den die Auen beherbergen. Dazu gehören Stock-,Schnatter-,Löffel-, und Knäckenten, Gänsesäger und Blässhühner auf der Wasserfläche sowie in einer Ufernische ein Höckerschwan im Nest. Über dem Wasser gingen Rach- und Mehlschwalben im Tiefflug auf Insektenfang, etwas höher eine Fluss-Seeschwalbe und eine Mittelmeer-Möwe. Während Dekan Bömecke abschließend darauf hinwies, dass sich anhand dieser Vögel zeigt, wie überlebenswichtig das Isarmündungsgebiet als Trittstein im europäischen Verbund für solche Arten ist, turnten zwei Sumpfmeisen im Geäst, der seltene Wendehals saß am Damm, ein Silber-und ein Graureiher waren im Flug zu sehen.

LBV Info-und Bastelstand beim Osterfest im Tierheim Plattling

Blumenwiese
Blumenwiese
Isabellsteinschmätzer
Isabellsteinschmätzer
Küstenlandschaft
Küstenlandschaft
Leopardnatter
Leopardnatter
Pflugschar Zungenständl
Pflugschar Zungenständl
Silberreiher
Silberreiher
Zwergdommel
Zwergdommel
 

So manche Seltenheit hat der Naturfotograf Josef Baumgartner auf der Insel Lesbos beobachtet und fotografiert

Im Ägäischen Meer vor der Küste der Türkei liegt die wenig bekannte Insel Lesbos. Ursprünglich und ohne Massentourismus. Doch mit einer einmaligen Naturausstattung. Es gibt Sumpfgebiete, kleine Flüsse, Kiefernwälder, Berge, pittoreske Dörfer und die karge Landschaft im Westen.
Der Türkenkleiber hat auf der Insel das einzige Brutgebiet in Europa. Die Zugwege der über Osteuropa ziehenden Vögel führt an der Insel vorbei. Die Blütenpracht der mediterranen Blumen und Orchideen ist einmalig.
Auf das Bild klicken zur Vergrößerung!

Mitgliederehrung bei der Jahreshauptversammlung 2017

LBV-Vorsitzender Günter Schreib (l.) mit den Geehrten: Dekan Heinrich Blömecke, Dagmar Anzenberger, Kurt Röhm, Heidi Schauer-Köckeis, Josef Schrimpf
LBV-Vorsitzender Günter Schreib (l.) mit den Geehrten: Dekan Heinrich Blömecke, Dagmar Anzenberger, Kurt Röhm, Heidi Schauer-Köckeis, Josef Schrimpf

Mitmach-Aktion "Stunde der Wintervögel"

Mit Frater Ludwig Schwingenschlögl zu den gefiederten Wintergästen an Ohe und Donau

Niederalteich. Zur "Stunde der Wintervögel" konnte der Kreisgruppevorsitzende Günter Schreib, 8 Vogelfreunde, den Ornithologen und Exkursionsleiter Frater Ludwig Schwingenschlögl, am Parkplatz vor der Basilika in Niederalteich begrüßen. Es herrschte Hochnebel mit Minus-Temperatur von 10,5 Grad. Im Gegensatz zu den letztjährigen Januar-Exkursionen, waren zu Beginn in den kahlen Bäumen nirgends Vögel zu beobachten. Beim Gang durch das Dorf zum Oheufer waren dann 2 Buntspechte sowie eine aufgeplusterte Türkentaube zu sehen. In den Gärten mit Futterplätzen konnten außer einigen zeternden Amseln keinerlei Kleinvögel gesichtet werden. Bei der Ohe angekommen, waren auf der Wasseroberfläche Gänsesäger, Stockenten und Krickenten. Erpeln und Enten konnten gut unterschieden werden. Ein Gartenbaumläufer, der sich an einem Schwarzerlenstamm hochschraubte, brachte etwas Abwechslung. Aber von Schwärmen wie Erlenzeisigen, Grünfinken und Distelfinken keine Spur. Ein einzelner Turmfalke kam kurz ins Blickfeld. Am Gundelauhof turnten in den kahlen Ästen eines Obstbaumes einige Buchfinkenmännchen herum. Ansonsten wirkte die Landschaft, auf dem Weg zur Donau, wie ausgestorben. Am Donaudamm saß auf einem dicken Ast ein größerer Greifvogel, der beim Abflug als Mäusebussard identifiziert werden konnte. Auf der Donau tummelten sich Stock- und Reiherenten. Graureiher und Kormorane lauerten auf Sandbänken, nahe der Wasserfläche. Ein Zwergtaucher war mit Ab- und Auftauchen in Aktion. Als echte Wintergäste waren Schellenten gut zu beobachten. Auch ihr klingender Flügelschlag kam zu Gehör. 2 Höckerschwäne versuchten einen Start auf der Wasseroberfläche, unterließen es aber dann. Natürlich fehlten auch die Graugänse nicht, die in großer Anzahl auf der Wasserfläche und Sandbänken versammelt waren. Auf dem Rückweg ins Dorf versammelten sich in einem Baum noch eine große Anzahl von Türkentauben und Buchfinkenmännchen.

Blick zu den Schellenten
Blick zu den Schellenten

Impressionen aus Estland

Deggendorf. Estland fasziniert mit seinen Wäldern, Küsten, riesigen Hochmooren und seinen gefiederten Bewohnern. Mit einen Power-Point-Vortrag präsentierte Werner Oertel imposante Naturbeobachtungen von einer Reise durch drei wunderschöne Nationalparks.

Ganz Europa schaute auf die Vogelwelt

Plattling. An der europaweiten Aktion BirdWatch beteiligten sich auch Mitglieder der Kreisgruppe Deggendorf und beobachteten und zählten durchziehende und rastende Vögel am Hackerweiher und am Schwemmgelände der Südzucker Plattling.

Schlechtes Wetter beim Hundinger Apfelmarkt

Hunding. Petrus meinte es heuer nicht gut mit den Hundingern. Ausgerechnet am Tag des Apfelmarktes herrschte schlechtes Wetter. Der Besuch blieb deshalb hinter den letzten Märkten zurück. Trotzdem kamen am LBV - Infostand viele interessante Gespräche zustande.

Abenteuersafari im Schlossgarten

Ferienprogramm der LBV Kreisgruppe

Bernried: „Wir könnten das Seil über einen Baum werfen und uns von oben abseilen“, so lautet einer der Vorschläge, wie man an den begehrten Schatz gelangen könnte. Aber Abseilen ohne Klettergurt und Abseilgerät, das funktioniert nicht. Zwanzig Kinder stehen grübelnd um einen „Säureteich“, in dessen Mitte sich eine Insel mit einer kleinen Schatztruhe befindet. Als Hilfsmittel haben sie nur ein Kletterseil zur Verfügung. Wie sollen sie den Schatz bergen, ohne dass das Seil oder einer von ihnen in die Säure fällt?

Diese Aufgabe ist die letzte und schwierigste, die die Teilnehmer des diesjährigen Ferienprogramms des LBV lösen müssen. Unter dem Motto „Abenteuersafari im Schlossgarten“ galt es jede Menge knifflige und abenteuerliche Aufträge zu erledigen. Der wilde, romantische Garten von Schloss Egg bot dafür die perfekte Kulisse. Als Ritter auf Drachenjagd gehen, einen gefährlichen Sumpf überqueren oder die seltenen Moosmutzel retten, indem man deren Eier mit Naturmaterial derart verpackt, dass sie einen Sturz vom Schlossturm überleben – gefragt waren bei der Abenteuersafari vor allem Fantasie, Köpfchen und Teamarbeit.
Durchgeführt wurde die Ferienaktion wie jedes Jahr von Umweltpädagogin Christiane Baumann von der LBV Umweltstation Straubing und Kreisgruppenvorsitzendem Günter Schreib. Die Nachfrage nach Teilnehmerplätzen war diesmal so groß, dass zwanzig Teilnehmer ausgelost werden mussten. Wenn die Schlossherren wieder ihren Park zur Verfügung stellen, wird es deshalb im nächsten Jahr zwei Veranstaltungen des LBV im Ferienprogramm der Gemeinde Bernried geben.
Die Kinder der diesjährigen Ferienaktion waren jedenfalls rundum begeistert. Und zu guter Letzt konnten sie auch gemeinsam den Schatz aus dem Säureteich bergen und sich die darin befindlichen Gummibärchen schmecken lassen.

 

Lustige Drachenjagd
Lustige Drachenjagd
Sumpfüberquerung
Sumpfüberquerung

Naturkundliche Rundwanderung über den Großen Falkenstein

Rast am Schachten
Rast am Schachten
Einstieg zum Windwurf-Erlebnisweg
Einstieg zum Windwurf-Erlebnisweg

Deggendorf. 22 naturkundlich interessierte Wanderer folgten der Einladung der Kreisgruppe Deggendorf zur Rundwanderung über den Großen Falkenstein.
Gestartet wurde unter der Leitung von Günter Schreib am Ortseingang der Ortschaft Zwieslerwaldhaus. Durch das Naturschutzgebiet Mittelsteighütte mit umgestürzten und stehenden Totholz führte der Weg die Wanderer dann langsam, aber stets ansteigend auf die freie Fläche des 16,9 Hektar großen und seit 2014 beweideten Ruckowitzschachten. Ein steiler Anstieg führte die Gruppe auf das Plateau des Ruckwiesbergs, wo im Januar 2007 der Sturm Kyrill auf den Kuppen rund um den Großen Falkenstein großflächig Bäume entwurzelte und umknickte. Was für den Menschen wie eine Katastrophe wirkt, ist für die Natur nur ein Ereignis mit Veränderungen und nicht mit Zerstörung. Viele Tiere profitieren von diesen Veränderungen im Lebensraum Wald. Auf einem etwa 500 Meter langen Erlebnisweg konnten die Wanderer erfahren, was es bedeutet, das umgefallene Holz liegen zu lassen. Moderat ging es dann weiter zum gemütlichen Schutzhaus am Großen Falkenstein mit seinen 1315 Metern zur Mittagseinkehr. Frisch gestärkt und nach einem schönen Ausblick in den Zwiesler-Winkel und die umliegenden Berge trat die Gruppe den Abstieg an über den Kleinen Falkenstein und durch herrlichen Hochwald zum Ausgangspukt. Karl-Heinz Englmaier, Leiter der Nationalparkdienststelle Bayerisch Eisenstein begleitete die interessierten Wanderer und erläuterte an verschiedenen Standorten das Life Projekt im Nationalpark Bayerischer Wald, das von Oktober 2013 bis September 2018 durchgeführt wird. Projektziele sind: Renaturierung von Mooren, Durchgängigmachung von Fließgewässern und Probebeweidung auf dem Ruckowitzschachten mit Rotvieh (alte Haustierrasse). Die vorgesehene Beweidungszeit ist von Juni bis Oktober in zwei Zaunflächen mit 4,5 und 1,8 Hektar. Fragen zu botanischen Raritäten am Wegesrand beantwortete ausführlich Gerhard Nagl.

Im Reich von Steinadler und Schneerose

2-Tagesfahrt in den Alpen-Nationalpark Berchtesgaden

Wenn man die Natur sich selbst überlässt, passiert Beeindruckendes und Schönes. Davon haben sich rund 50 Naturfreunde aus Deggendorf und Landau auf einer zweitägigen Entdeckungsreise überzeugt. Am ersten Tag schenkte ein kurzer Föhnwind den Besuchern ein paar sonnige Stunden in den Bergen. Die Nationalpark-Ranger führten die Gruppe durch die Erdgeschichte in die blütenreiche Gegenwart im Wimbachtal. Am zweiten Tag zwang der Salzburger Schnürlregen die Naturfreunde in die Museen oder in das Bergwerk. Die meisten besuchten das Haus der Berge und lernten ganz bequem die Pflanzen und Tiere der Alpen kennen.

Eingang zur Wimbachklamm
Foto: Harald Freihoffer
Eingang zur Wimbachklamm
Foto: Harald Freihoffer
In der Klamm
Foto: Harald Freihoffer
In der Klamm
Foto: Harald Freihoffer
Das Wimbachschloss
Foto: Harald Freihoffer
Das Wimbachschloss
Foto: Harald Freihoffer
Besucher vor dem Haus der Berge
Foto: Harald Freihoffer
Besucher vor dem Haus der Berge
Foto: Harald Freihoffer

Tag des Storches in Hengersberg

Hengersberg. Die Kreisgruppe Deggendorf veranstaltete gemeinsam mit der Bürgerinitiative Heimat Hengersberg am Freitag, 17. Juni den Tag des Storches mit Infoständen, einem Quiz für Kinder, auch konnte man die Störche vom Marktplatz aus mit Fernrohren beobachten oder mit der Feuerwehrdrehleiter in luftiger Höhe die Jungstörche bewundern. Diese sind mittlerweile groß geworden. Im Nest wird es dadurch für fünf Störche ziemlich eng. Die Mutter-Kind-Gruppe versorgte die Gäste mit Kaffee und Kuchen.

Eröffnung des Storchentages mit Bürgermeister Christian Mayer und vielen Ehrengästen.
Foto: Günter Schreib
Eröffnung des Storchentages mit Bürgermeister Christian Mayer und vielen Ehrengästen.
Foto: Günter Schreib
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
Foto: Günter Schreib
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
Foto: Günter Schreib

Führung für die Kreisgruppe Regensburg durch den LBV Naturwald Sauloch im Graflinger Tal

Foto: Günter Schreib
Foto: Günter Schreib
Günter Schreib mit den Teilnehmern aus Regensburg.
Foto: Christian Stierstorfer
Günter Schreib mit den Teilnehmern aus Regensburg. 
 Foto: Christian Stierstorfer

Heimische Pflanzenwelt erkundet

Exkursion zu den Orchideenwiesen

22.05.2016 Bernried. Trotz starker Hitze trafen sich einige Pflanzenbegeisterte in der Nähe von Schocha, um mit dem Pflanzenkenner Gerhard Nagl die Kleinode der mageren Bergwiesen des Vorderen Bayerischen Waldes zu bestaunen.

Gerhard Nagl mit den Exkursionsteilnehmern.
Foto: Brigitte Reinhard
Gerhard Nagl mit den Exkursionsteilnehmern.
Foto: Brigitte Reinhard
Foto: Brigitte Reinhard
Foto: Brigitte Reinhard

Reiche Ausbeute für Hobbyornithologen

Teilnehmer der Vogelwanderung kriegen viele Exemplare vor die Linse

Fischerdorf. Im Rahmen der LBV-Mitmach-Aktion "Stunde der Gartenvögel" hat die Kreisgruppe Deggendorf zu einer ornithologischen Exkursion ins Isarmündungsgebiet eingeladen. Trotz ungünstiger Wettervorhersage waren 13 Interessierte zum Parkplatz am Hotel Georgenhof in Fischerdorf gekommen um mit Günter Schreib und dem Hobbyornithologen Frater Ludwig Schwingeschlögl auf Exkursion zu gehen.
Am Ausgangspunkt war ein Priol, der völlig frei auf einem verdorrten Wipfelast saß und sang, zu beobachten. Ein Sumpfrohrsänger, der in der Nähe war, imitierte den Gesang der Dorngrasmücke. Auf dem Weg zum Isarmündungsgebiet wurden Haus- und Feldsperlinge, Goldammern und Wacholderdrosseln mit ihrem schnarrenden Ruf gesichtet. Drei Weißstörche und ein Graureiher waren auf einem Feld mit der Nahrungssuche beschäftigt. Einen Höhepunkt bildete ein weißsterniges Blaukehlchen, das auf einem trockenen Schilfhalm saß der aus einem vermoderten Baumstumpf ragte. Für einige Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie diesen Vogel sahen.
Etwas weiter entfernt ließ sich auf einem Ast ein männlicher Turmfalke gut beobachten, das Weibchen vollführte später einen Rüttelflug. Gesänge von Mönchs- Garten- und Dorngrasmücken waren überall zu hören. Dazwischen durfte auch der schmetternde Gesang des Zaunkönigs nicht fehlen. Auf dem Altwasser am Sporn waren eine Stockenten mit ihren Jungen, ein Paar Reiher- und Schnatterenten. Wie eine Maus wieselte ein Gartenbaumläufer die borkige Rinde eines Eichenstammes empor. Im Hintergrund waren die Stimmen von Feldschwirl, Heckenbraunelle und Grauschnäpper zu höre. Beim Rückweg zeigte sich auf einem dürren Ast ein rufender Kuckuck. Ein besonderes Schauspiel bildeten fünf Weißstörche und drei Mäusebussarde, die sich durch die Thermik wie durch einen Fahrstuhl nach oben tragen ließen. Vier Mauersegler gesellten sich dazu. Auf dem Heimweg begleitete der kratzende Gesang des Teichrohrsängers und Rauchschwalben schwatzten auf einer Telefonleitung. Ein neu errichteter Storchenhorst an der Altholzstraße erweckte noch die Aufmerksamkeit, bevor zwei Stieglitze (Vogel des Jahres 2016) mit ihrem Gesang die Gruppe verabschiedeten.

Neuer Storchenhorst an der Altholzstraße
Neuer Storchenhorst an der Altholzstraße
Die Teilnehmer bekamen viele Vögel vor die Kamera oder das Fernglas
Die Teilnehmer bekamen viele Vögel vor die Kamera oder das Fernglas

Drillinge beim Hengersberger Storchenpaar

Foto: Stefan Schlederer
Foto: Stefan Schlederer

Der LBV beim Donaufest in Niederalteich

Ornithologische Erlebniswanderung im Isarmündungsgebiet

Maxmühle: Ins Isarmündungsgebiet hat die LBV-Kreisgruppe Deggendorf zusammen mit dem Infohaus-Isarmündung zu einer ornithologischen Erlebniswanderung eingeladen. Trotz bedeckten Himmels und schlechter Wettervorhersage konnte Dekan Heinrich Blölmecke 37 Vogelfreunde, darunter zahlreiche Kinder sowie den LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib, begrüßen. Bereits am Ausgangspunkt war der Ruf des Kuckucks zu hören und ein Buntspecht kletterte an einem Weidenstamm empor. Mit Kohl- und Blaumeise war die Familie der Meisen vertreten. Zilp Zalp, Fitislaubsänger, Buchfink und Mönchsgrasmücke sangen um die Wette. Mit Zilp Zalp besiedeln zwei Arten die miteinander verwandt sind die Isarauen. Optisch unterscheiden sie sich kaum, aber an ihrem Gesang kann man sie erkennen. An einem abgestorbenen Baum mit Bruthöhlen konnte man sehen, wie wertvoll Totholz für die Vogelwelt ist. In diesem Bereich waren Kleinspecht und Kleiber, der am Stamm kopfüber hinab ging, zu beobachten. Auf dem Weg zu den Altwässern der Isarauen war in einem Entwässerungsgraben ein Biberdamm zu sehen und der Ruf der Ringeltaube zu vernehmen. Im Altwasser schwammen Gänsesäger, Schnatter- und Reiherenten über denen drei Mittelmeermöwen hinweg schwebten. Den Schilfgürtel bewohnen Rohrammer, Blaukehlchen und Teichrohrsänger. Ein besonderer Anblick, der vor einer gelben Schilfwand auftauchender Eisvogel in seiner hellblau und orangeroten Färbung. Der Wendehals der nicht zu sehen war, machte mit seinem seltenen Ruf auf sich aufmerksam. Am Ufer eines Altwassers saß ein brütender Höckerschwan und im Hintergrund auf einer Kiesinsel stand ein Silberreiher. Während ein Kiebitz im Überflug zu beobachten war, landeten Kolbenenten mit ihren auffallend roten Schnabel neben einem schwimmenden Biber. Anhand der vielen Braunkehlchen zeigt sich, wie wichtig das Isarmündungsgebiet für durchziehende Vogelarten ist. Der Ruf der Graugänse begleitete die Gruppe auf ihrer 3-stündigen Wanderung.

Neuer Lebensraum für Vögel der Ackerflur

Mitglieder der Kreisgruppe Deggendorf besichtigten ein wertvolles Biotop

Haidlfing. Neuer wertvoller Lebensraum für Vögel der offenen Agrarlandschaft, so beschrieb Walter Franziszi diesen umgestalteten Bereich der Haidlfinger Feldflur. Mit der Maßnahme, das Problem der dauernden Überflutung zu beseitigen, habe man auch einen großzügigen neuen Lebensraum für die Tiere der offenen Agrarlandschaft auf einer Fläche von 17 Hektar realisiert. Mehrere Varianten seien vorgeschlagen worden, bis man sich schließlich auf die einigte, bei der ein Lebensraum bevorzugt für Feldvogelarten angelegt wurde.

Der Stieglitz

Vogel des Jahres 2016

Fischerdorf: Beim Stammtisch der Kreisgruppe informierte die Diplombiologin Ruth Waas über den Vogel des Jahres 2016, seine Merkmale, seinen Lebensraum und seine Nahrung, über die Brutbiologie und Verbreitung sowie über den Bestand, die Gefährdung und wie man ihm helfen kann.
Die Botschaft des Stieglitzes: Wir brauche mehr Artenvielfalt und Farbe in unseren Agrarräumen und im Siedlungsbereich!

Foto: Josef Baumgartner / Sattling
Foto: Josef Baumgartner / Sattling

Günter Schreib als Vorsitzender der Kreisgruppe bestätigt

Grundsatzreferat vom Landesvorsitzenden Dr. Norbert Schäffer

Fischerdorf. Einstimmig hat die Kreisgruppe in ihrer Jahreshauptversammlung ihren langjährigen Vorsitzenden Günter Schreib in seinem Amt bestätigt, ebenso wie sein gesamtes Vorstandsteam, bestehend aus den Stellvertretern Werner Bernatseder und Martin Sigl, Schatzmeister Leo Achatz, Schriftführer Frater Ludwig Schwingenschlögl, der Jugendbeauftragten Carmen Prinz und dem Delegieren Gerhard Nagl. Beisitzer sind Dr. Christian Hundschell, Walter Klüpfel, und Helmut Falk. Wiedergewählt wurden ebenfalls wieder die Kassenprüfer Manuel Dull uns Josef Schuster.
Geehrt wurden für die 30-jährige Mitgliedschaft Dr. Klaus Ohrlich und Carmen Prinz, für 20 Jahre Dr. Josef Dachs, Dr. Josef Rehrl sowie die Familien Schreib und Waas und für 10 Jahre das Mettener St.-Michaelsgymnasium das von der Biologielehrerin Carmen Prinz vertreten wurde. Die geehrten erhielten eine Urkunde und eine Ehrennadel. Nach dem ausführlichen Jahresrückblick des Vorsitzenden referierte im zweiten Teil der Versammlung Dr. Norbert Schäffer über die Zukunftsthemen im Naturschutz und gab in einem beeindruckenden Bilderbogen Einblicke über die auch international ausgerichtete Arbeit seines Verbandes.
                                 Geehrt für langjährige LBV-Mitgliedschaft

Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel"

Niederalteich: Bei der Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" lud die Kreisgruppe Deggendorf zu einer Exkursion nach Niederalteich ein. Kreisgruppenvorsitzender, Günter Schreib, konnte trotz schlechtem Beobachtungslicht mit Hochnebel und leichtem Nieselregen 18 Teilnehmer (Erwachsene und Kinder) begrüßen. Unter der Leitung von Frater Ludwig Schwingenschlögl führte der Weg durch das Dorf zur Ohe, wo in den Gärten an den Futterplätzen Sumpf- Blau- und Kohlmeisen sowie Amseln beobachtet wurden. Auf Fernsehantennen zeigten sich Türkentauben. Dazwischen kreisten Rabenkrähen; selbst eine vereinzelte Saatkrähe ließ sich sehen. Einige Stockenten gründelten in der Ohe nach Nahrung. In der Ferne stiegen zwei Krickentenerpel pfeilschnell in die Höhe. Vereinzelt konnte man Sumpf- und Kohlmeisen in den Bäumen und Sträuchern ausmachen. Ein Kleiber ließ sein Trillern vernehmen, aber zeigen wollte er sich nicht. Gekonnt setzte sich ein Turmfalkenmännchen auf die Spitze einer Schwarzpappel in Position. Beim Näherkommen stieg es auf und segelte elegant über die Felder. Am Gundelauhof war das "Kik Kik" eines Buntspechts zu hören, der sich geschickt hinter einem dicken Baumstamm verbarg. Entschieden besser wurde es an der Donau. Scharen von Graugänsen weideten auf den Wiesen der Vorländer. Am Ufer stiegen je ein Silber- und Graureiher von ihrer Futtersuche auf. Am Ende der Führung zeigten sich auf dem Wasser Schell- Reiher- und Scharen von Stockenten.

Blick auf das Donauvorland
Blick auf das Donauvorland

Erfolgreiche Auflage des Hundinger Apfelmarkt

Hunding: Die Hundinger scheinen einen guten Draht zu Petrus zu haben. Beim Apfelmarkt waren tagsüber die Temperaturen zwar nicht optimal. Regen blieb aber während des Marktes aus; der begann erst am Abend. So war die 21. Auflage des von der Arbeitsgemeinschaft Hundinger Goldbergbauern und Gemeinde veranstalteten Apfelmarktes wieder ein großer Erfolg. Mehrere Obstbauern boten viele Apfelorten an, so dass die Besucher die Auswahl hatten. Mit Info-Ständen waren die Tourist-Info, der Naturpark Bayerischer Wald und die Kreisgruppe Deggendorf des Landesbundes für Vogelschutz vertreten.

European BirdWatch

Aktion um durchziehende und rastende Vögel zu zählen.
Plattling: Durchziehende und rastende Vögel am Hackerweiher und im Schwemmgelände der Südzucker Plattling zu beobachten und zu registrieren, das ist für die Kreisgruppe Deggendorf eine wichtige Aufgabe. So nahmen Walter Hanschtz-Jandl und Günter Schreib den Internationalen Birdwatch heuer zum vierten Mal zum Anlass, Ferngläser und Fotokameras einzupacken und am Samstag und Sonntag auf Vogelsuche zu gehen. Und sie wurden auch fündig. Mit einem Blick durch die Spektive war es den wenigen Teilnehmern vergönnt, Zugvögel auf ihrer Reise in die Winterquartiere zuzuschauen.

Auf Schatzsuche im Schlosspark

Gelungene Ferienprogramm-Aktion des Landesbundes für Vogelschutz

Bernried: Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd, bei der man sich mit Hilfe eines GPS-Empfängers orientiert. Diese Schatzsuche erfreut sich zunehmender Beliebtheit, immer mehr Leute gehen in ihrer Freizeit auf die Suche nach Geocaches. Kürzlich duften auch 22 Kinder aus der Gemeinde Bernried im Rahmen des Ferienprogramms diese Form der Schnitzeljagd ausprobiere.
Organisiert von Günter Schreib und unter der Leitung von Umweltpädagogin Christiane Baumann von der LBV-Umweltstation Straubing machten sich die Kinder im ansonsten für die Öffentlichkeit gesperrten Park von Schloss Egg auf die Suche.
Eingeteilt in fünf Gruppen mussten die Teilnehmer mit Hilfe der GPS-Empfänger verschiedene Stationen finden und dort Aufgaben lösen oder Fragen beantworten. Einige Hinweise waren durchaus knifflig versteckt, zum Beispiel in einem Baumpilz oder unter einem künstlichen Stein, der zwischen echten Steinen auf der Schosstreppe lag. Wenn eine Gruppe schlau und flink war konnte sie auch einen kleinen Bonus in Form einer Dose Gummibärchen finden. Nachdem alle Gruppen ihre Aufgaben gelöst und Hinweise entschlüsselt hatten, konnten sie gemeinsam die Endkoordinaten berechnen, an denen nach kurzer Suche eine große Schatzkiste gefunden wurde, die bis zum Rand mit Schokoladen-Goldtalern gefüllt war. Die Teilnehmer hatten viel Spaß bei der Schatzsuche, und ein Bub hat bereits angekündigt, sich zum nächsten Geburtstag ein eigenes GPS-Gerät zu wünschen.

GPS-Einweisung
GPS-Einweisung
Schatzkiste gefunden
Schatzkiste gefunden

WÄLDER SCHÜTZEN

Schöllnach: Während der Nachhaltigkeitswoche mit dem Thema WÄLDER SCHÜTZEN versuchte die Kreisgruppe Deggendorf mit einem Infostand beim REWE-Markt in Schöllnach das Interesse an der Naturschutzarbeit zu wecken und dabei den Waldschutz ins öffentliche Bewusstsein zu rufen.

9. Tag des Storches

Hengersberg: In Hengersberg hat keiner der vier Jungstörche überlebt. Der 9. Tag des Storches am19. Juni fällt deshalb aus.

Natürliche Waldentwicklung im Nationalpark Bayerischer Wald

Die Kreisgruppe lud vor kurzem zu einer Wanderung im Nationalpark Bayerischer Wald ein. Der Vorsitzende Günter Schreib führte eine Gruppe von Naturfreunden vom Parkplatz Fredenbrücke, unterhalb des Bergdorfs Waldhäuser, auf den 1373 Meter hohen Lusen. Entlang der kleinen Ohe zur Martinsklause, einen kleinen künstlichen See, ging es über einen anspruchsvollen Steig durch das Teufelsloch an den Westhang des Lusen, dessen Gipfel mit dem Blockmeer schließlich über die Himmelsleiter erklommen wurde. Dieser Erlebnisweg gibt Einblicke in die natürliche Waldentwicklung. Günter Schreib macht derartige Touren bereits seit einigen Jahren und erlebt damit intensiv den Wandel und das neue Wachstum nach dem "Szenario" Borkenkäfer. Beeindruckend für alle Teilnehmer zeigte sich der natürliche baumartenreiche Wald aus jungen Fichten, Vogelbeer-, Weiden-, und Faulbäumen, Buchen und Bergahornen.

Vogelzählung mit Frater Ludwig Schwingenschlögl

Foto: G. Schreib
Foto: G. Schreib

Deggendorf: Im Rahmen der LBV-Mit-mach-Aktion "Stunde der Gartenvögel" haben die Kreisgruppen des Landesbundes für Vogelschutz, des Bund Naturschutz und das Infohaus zu einer ornithologischen Exkursion eingeladen. Bei der Anfahrt konnten einige Teilnehmer schon beobachten, wie ein Storch auf der Wiese startend abhob und in Richtung Stadtmitte flog. Während der Begrüßung durch den LBV-Kreisgruppenvorsitzenden waren in einem nahe gelegenen Feld Rabenkrähen, Dohlen und Stare auf der Futtersuche, eine Goldammer machte mit ihrem melancholischen Gesang auf sich aufmerksam. Überraschend war der trillernde Ruf des großen Brachvogels, gleich zu Beginn der Führung, der in den letzten Jahren in diesem Gebiet selten zu hören war. In Richtung Isar waren in der Luft Türkentauben, Rauchschwalben, Kiebitze mit ihren außergewöhnlichen Flugkünsten, Graugänse und ein Kuckuck zu sehen. Auf dem Dach eines alleinstehenden Gebäudes hielt ein Turmfalke Ausschau und am Wegesrand suchte eine Bachstelze nach Nahrung. Ein Brachvogelpaar, deren Rufe schon eingangs zu hören waren, zeigte sich jetzt an der Wiesengrenze. In einer blühenden Wiese entdeckte Frater Ludwig etliche farbenprächtige Distelfinken. Aus dem Gebüsch ließen sich deutliche Ruf vernehmen: Mönchs-, Dorn-, Klappergrasmücke, Buchfinken, Blaumeisen und der schmetternde Zaunkönig. Plötzlich tauchte ein Neuntöter mit seinem auffällig gefärbten schwarzen Augenstreif auf, der rasch im Gebüsch verschwand. Unermüdlich begleitete die Gruppe das Zilp Zalp des schlanken gelb-grünlichen Laubsängers sowie entfernt in den Baumkronen der angenehm flötende Gesang es Pirol. Währen die Rufe der Graugänse zu hören waren, flog eine Rohrweihe im langsamen Suchflug den Damm entlang. In den Altwässern schwammen Schwäne, Gänsesäger und ein Kolbenentenpaar, leicht zu bestimmen durch den auffällig roten Schnabel des Männchens. Ein Kleiber mit dem Kopf nach unten war an einen Baumstamm unterwegs begleitet von dem lauten rauhen Gesang des Gelbspötters. Auf ihren rund dreistündigen Spaziergang haben die Naturfreunde über 30 Vogelarten kennen gelernt und von Frater Ludwig viel über sie erfahren.

Mai 2015 Vierlinge in Deggendorf und Hengersberg

Frühlingsexkursion mit Dekan Heinrich Blömecke

Maxmühle: Die Kreisgruppe traf sich zum alljährlichen Frühlingsspaziergang im Isarmündungsgebiet. Rund um den Parkplatz war schon der Gesang der Blaumeise, Mönchsgrasmücke und Goldammer zu hören, während eine Schwanzmeise in den Zweigen einer Birke zu beobachten war. Mitte April sind viele Zugvögel schon zurück und weil das Laub er Bäume und Büsche noch licht war, konnten die Vögel leichter gesehen werden. Auf dem Weg durch den Auwald war das Trommeln des Spechtes und der unermüdliche Ruf des Zilpzalp (ein Laubsänger) sowie der optisch sehr ähnliche, doch durch seine abfallende Strophe gut zu unterscheidende Fitis zu hören. Ebenso machte der kleine Zaunkönig mit seinem schmetternden Gesang auf sich aufmerksam. Im Gebüsch fanden Buchfink, Rotkehlchen und die zwar verbreitete, aber meist unbekannte, Heckenbraunelle einen Platz zum Nestbau. Gut konnten die Naturfreunde einen Kleiber mit seiner rostroten Brust im Geäst herumturnen sehen. In den Altwässern der Isarauen schwammen Blässhühner, Gänsesäger, Reiher-, Stock- und Schnatterenten und Schwäne. In der Nähe eine Knäckentenpaares zeigte der Zwergtaucher seine Tauchkünste, während der Eisvogel über den Schilfbereich hinweg flog. Im Schilf verborgen war die Rohrammer und der Teichrohrsänger zu hören. Auch das wunderschöne weißsternige Blaukehlchen, das sein Nest im Schilf- und Weidengebüsch in Bodennähe baut, war immer zu sehen. Von Ferne konnte der Ruf des Kuckucks vernommen werden. Ein männlicher Trauerschnäpper mit seiner weißen Brust folg zwischen den Baumgruppen hin und her. In geringer Entfernung zur Gruppe, kreisten zwei Mäusebussarde immer höher, indessen ein Graureiher auf einen Baumstumpf landete. Wie wertvoll der Lebensraum mit seiner Artenvielfalt im Isarmündungsgebiet ist, zeigte der unerwartete Anflug einer selten vorkommenden Beutelmeise. Auf dem Hin- und Rückweg wurden die Vogelfreunde von den Rufen  schwimmender und fliegender Graugänse begleitet.

Foto: G. Schreib
Foto: G. Schreib

Ein geschickter Jäger stellt sich vor

Startender Habicht Foto: W.Lorenz/LBV
Startender Habicht Foto: W.Lorenz/LBV

Der Habicht ist Vogel des Jahres 2015

Deggendorf: Ruth Waas von der LBV-Bezirksgeschäftsstelle stellte den Habicht in einem Vortrag bei der Kreisgruppe Deggendorf vor. Bei der Begrüßung der Zuhörer wies der Kreisgruppenvorsitzende Günter Schreib darauf hin, dass der anmutige Jäger von allen Greifvögeln das negativste Image hat. Als Hühnerdieb verschrien und von einigen als Konkurrent um das Niederwild angesehen, werde dem Habicht immer noch widerrechtlich nachgestellt.
Die Beuteliste ist sehr lang und vielseitig, wusste Waas zu berichten. Er frisst, was in seinem Revier zahlreich vorkommt. So kann sich die jeweilige Hauptbeute von Revier zu Revier unterscheiden. Fast ausschließlich bevorzugen die geschickten Jäger lebende Beute. Nur bei knappem Angebot greift der Habicht auch mal auf Aas zurück. Mit bis zu 90 Prozent stehen meist mittelgroße Vögel von Staren- bis Krähengröße auf dem Speiseplan. Typisch sind die Straßen- und Ringeltauben sowie Elstern, Krähen, Eichelhäher und andere Rabenvögel. Habichte verschmähen aber auch kleine Säugetiere wie Ratten, junge Hasen oder Eichhörnchen nicht. Sie mögen abwechslungsreiche Landschaften. Für den Bau ihre Nester bevorzugen sie hohe, alte Bäume in großen Nadel- und Mischwäldern. Der geschickt Flieger jagt im Wald, auf Feldern sowie in offenen Landstrichen - Hauptsache  Hecken oder Gebüsch bieten genügend Deckung. Alle Greifvögel genießen eine ganzjährige Schonzeit und dürfen dementsprechend nicht gejagt werden. Doch sind der Habicht und viele andere Greifvögel trotz der Gesetze nicht vor den Nachstellungen des Menschen sicher. " Das Schicksal des Habichts hängt von uns Menschen ab. Lassen wir ihn leben", forderte Günter Schreib in deinem Schlusswort.

Ehrungen bei der LBV Kreisgruppe Deggendorf

Interessante Neuigkeiten bei der Jahreshauptversammlung

Deggendorf: Vorsitzender Günter Schreib konnte unter den Ehrengästen auch den Bürgermeister der Gemeinde Hunding, Ferdinand Brandl, die Leiterin der LBV-Bezirksgeschäftsstelle in Straubing, Ruth Waas, den Vorsitzenden des Gartenbauvereins Bernried, Ludwig Liebhaber, und den Vorsitzenden des "Grünes Herz Europas" Gerhard Nagl begrüßen. Auf der Tagesordnung zur Versammlung standen der Jahresrückblick des Vorsitzenden Schreib, der Kassenbericht des Schatzmeisters Leo Achatz und der Bericht der Kassenprüfer  von Josef Schuster  und Manuel Dull. Dull bestätigte dem Verein lobend eine einwandfreie Kassenführung und eine satzungsgemäße Verwendung der Mittel. Überdies wurden etliche Mitglieder für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Es war zugleich ein lebendiger und kurzweiliger Einblick in die vielfältigen Aktivitäten  der Natur- Arten- und Biotopschützer.

Mehrere Mitglieder wurden für langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

Gefiederten Wintergästen begegnet

Viele Vogelarten zeigten sich an Ohe und Donau

Niederalteich: Ergänzend zur bundesweiten "Stunde der Wintervögel" lud die LBV-Kreisgruppe zur Beobachtung von gefiederten Wintergästen an Ohe und Donau. Unter der Leitung von Frater Ludwig Schwingenschlögl machten sich die Teilnehmer von Niederalteich aus auf den Weg und es wurde ein sehr kurzweilige Runde mit informativen und netten Gesprächen. Der andauernd kräftige Wind, mit angepasster Kleidung aber gut auszuhalten, ließ zunächst befürchten, dass sich nur wenig Vögel zeigen würden. Die fast frühlingshaften Temperaturen glichen dieses jedoch etwas aus und so konnten einige Arten beobachte werden.

Graugänse im Flug
Graugänse im Flug

Gärtnern ohne Torf

Ein wirksamer Beitrag zum Lebensraum- und Klimaschutz

  • Gärtnern ohne Torf ist altbewährte und nachhaltige gärtnerische Praxis,
  • fördert die Verwendung von Kompost, Rindenhumus und Holzfasern aus der Region,
  • ist eine sinnvolle Kreislaufwirtschaft und hält die Kaufkraft in der Region,
  • schützt wertvolle Moore als einmaligen Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere,
  • bewahrt Moore als wichtigen Wasserspeicher und typische Elemente der Landschaft.

Gärtnern ohne Torf ist praktizierter Hochwasser-, Natur-, Arten-, und Klimaschutz.

Dies alles und noch mehr konnten die Besucher beim Pflanzenflohmarkt des Gartenbauvereins Perlbachtal-Bernrieder Winkel am LBV-Infostand erfahren.

 

 

Apfelmarkt wieder ein großer Erfolg

Hunding: Der 20. Apfelmarkt war für die Arbeitsgemeinschaft Hundinger Goldbergbauern und die Gemeinde ein großer Erfolg. Den ganzen Tag zogen viele Besucher die Hauptstraße entlang und informierten sich über die verschiedensten Angebote an den Ständen. Mit einen Infostand konnte auch die LBV-Kreisgruppe Deggendorf über ihre Belange informieren. Großes Interesse bestand für "Gärtnern ohne Torf".

Flusswanderung am Großen Regen

Deggendorf: Nach der Anreise mit der Waldbahn zum Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein ging es mit einer Gruppe von25 Teilnehmern, unter der Leitung von LBV-Keisgruppenvorsitzenden Günter Schreib, zur 12 km langen Wanderung am Großen Regen, zwischen Bayerisch Eisenstein und Ludwigsthal. Vom Eisensteiner Wanderpark beginnend führt ein Stück des Weges auf dem Damm des Kraftwerkkanals, in dem sich abwechselnd eine Biberfamilie unter der Wasseroberfläche tummelte. Weiter in Richtung Seebachschleife schlängelt sich der gut markierte Pfad unmittelbar neben dem Flussbett des Großen Regen durch den Urwald. Vom Sturm geknickte Stämme liegen danieder, morsches Wurzelwerk fügt sich dem Lauf der Natur. Dort wo er zu morastig wird, sichern Stege aus Fichtenholz ein trockenes Vorwärtskommen. Das Wechselspiel von Licht und Schatten, glitzerndes, rauschendes Wasser berührten alle Sinne. Im folgenden Abschnitt bis Regenhütte, ließ sich ein Flussbewohner relativ häufig beobachten und mit etwas Geschick auch fotografieren: die Wasseramsel. Als nächste Ortschaft wird das am rechten Ufer liegende Regenhütte erreicht, wo es nach einer Einkehr dem Flusslauf folgend nach Ludwigsthal, dem Zielort der Flusswanderung, weiterging. Mit einem Abstecher ins Haus der Wildnis im Nationalparkzentrum Falkenstein, endete eine interessante Flusswanderung durch die vielfältige Natur und Kultur des Bayerischen Waldes.

Bachbewohner unter die Lupe genommen

Ferienprogramm des LBV auf Schloss Egg

Bernried: 20 Kinder aus der Gemeinde Bernried begaben sich kürzlich auf die Suche nach Wasserflöhen und anderen Bachbewohnern. Organisiert von Günter Schreib, dem Vorsitzenden der LBV-Kreisgruppe Deggendorf, und unter der Leitung von Umweltpädagogin Christiane Baumann von der LBV-Umweltstation Straubing durften die Kinder im für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Park von Schloss Egg zwei abenteuerliche Stunden verbringen.
Nach zwei kurzen Einführungsspielen, bei denen die Kinder schon thematisch an den Lebensraum Wasser herangeführt wurden, hatten sie zunächst die Aufgabe, in Kleingruppen Boote aus Naturmaterial zu bauen, die anschließend im Bach auf ihre Schwimmfähigkeit getestet wurden. Bevor die Kinder sich dann auf die Suche nach Wasserlebewesen machen durften, mussten sie versprechen, vorsichtig mit den Tieren umzugehen. Tiere wie Strudelwürmer, Köcherfliegenlarven oder Bachflohkrebse, die nur wenige Millimeter groß sind, einmal unter vierfacher Vergrößerung zu sehen, war für die Kinder sicher ein spannendes Erlebnis. Am eindrucksvollsten waren aber die winzigen Fische sowie drei Flusskrebse. Zum Abschluss gab es für die Kinder noch ein kleines Quiz, bei dem es, passend zum Thema, Gummifrösche zu gewinnen gab.
Alle Kinder waren begeistert von der Veranstaltung und kündigten bereits an, auch im nächsten Jahr wieder beim Ferienprogramm des LBV dabei zu sein.

Einweisung zum Umgang mit Wasserlebewesen
Einweisung zum Umgang mit Wasserlebewesen
Suche nach Tieren im Bach
Suche nach Tieren im Bach

Durch das wilde Sauloch

Deggendorf/Grafling: Zahlreiche Teilnehmer konnte Günter Schreib zur gemeinsamen Veranstaltung der LBV Kreisgruppe Deggendorf und der BN Ortsgruppe Bernried-Metten-Offenberg bei der Wanderung durch die wertvolle LBV-Naturwaldparzelle im Graflinger Tal begrüßen.
Die betreffende Fläche wurde durch den LBV mit Förderung des Bayerischen Naturschutzfonds erworben. Der Erwerb des knapp neun Hektar umfassenden naturschutzfachlich wertvollen Waldes "Sauloch" trägt zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie bei. Ziel des Grunderwerbes ist es, die naturnahe und strukturreiche Waldfläche mit dem teilweise mehr als 120 Jahre alten Baumbestand dauerhaft für den Arten- und Biotopschutz zu sichern und zu optimieren. Die zudem angestrebten Maßnahmen zur Verbesserung und Erhöhung der Strukturvielfalt sollen vor allem zur Optimierung der Lebensraumsituation von Fledermäusen, Spechten sowie Alt- und Totholz bewohnenden Käferarten beitragen. Am Ende bedankten sich die Teilnehmer bei Günter Schreib für die Organisation der informativen Wanderung und baten ihn nach der nächsten Durchforstung wieder eine Führung anzubieten.

Ein Blick ins Storchennest

Großes Interesse am Tag des Storches

Hengersberg. Beim Tag des Storches brauchte heuer keiner von oben ins Nest schauen, um die Jungstörche zu sehen. Die kleinen Adebare sind schon so groß geworden, dass man sie nur noch bei genauem Hinschauen von ihren Eltern unterscheiden kann. Trotzdem machte es den kleinen Besuchern Spaß, von der am Feuerwehgelände postierten Drehleier der Feuerwehr Hengersberg aus luftiger Höhe einen Blick in den Horst werfen zu dürfen, den ihnen Stefan Schlederer gewährte. Für Kaffee- und Kuchenverkauf sorgte die Mutter-Kind-Gruppe. Günter Schreib hielt fest, dass sich in Hengersberg viele Menschen mit dem Storch identifizieren und jedes Jahr gespannt seine Ankunft erwarten. Ob es am Storch liegt oder nicht, Bürgermeister Christen Mayer berichtete von einer rasant steigenden Geburtenrate in Hengersberg, allein um 20 Prozent vergangenes Jahr.
Bürgermeister Mayer bat den LBV und die Bürgerinitiative "Heimat Hengersberg" am traditionellen "Tag des Storches" festzuhalten.

Naturjuwel Steinklamm erkundet

Die Interessierten trafen sich am Sonntagmorgen 1.6.2014 um 8:00 Uhr am Schulzentrum in Deggendorf, um mit Fahrgemeinschaften in den Bayerischen Wald nach Spiegelau weiter zu fahren. Günter Schreib hat diese Exkursion organisiert. Bei schönem Wanderwetter  konnte man schon während der Fahrt die eindrucksvolle Landschaft des Bayerischen Waldes genießen.
Die Steinklamm gehört zusammen mit der Buchberger Leite zu den sehenswürdigen Naturmerkwürdigkeiten des Bayerischen Waldes, wie es der Geologe Carl W. von Gümbel nannte. Die Klamm entstand, weil hier das Gelände steil ist und das Wasser mit großer Kraft sich den Weg nach unten bahnte. In der Eiszeit schrammte der Gletscher entlang und ließ glattgeschliffene Felsen zurück. Das abfließende Schmelzwasser der Eiszeit formte weiter an der Landschaft. Heute sehen wir davon Strudellöcher, tiefe Kolke und Sedimentablagerungen. Geologische Besonderheit sind die vorherrschenden Gesteine (Langengneis, Orthogneis und Kalksilikatgestein), die tief in der Erdkruste unter hohem Druck und Temperatur entstanden sind. Das ist allerdings schon 300 Millionen Jahre her. Durch die wildromantische Schlucht wird der Weg sehr schmal mit vielen botanischen Raritäten am Wegesrand. Der Rundweg über den Stausee Großarmschlag führte uns zurück nach Spiegelau. Nach der Mittagspause ging es über den Aufichtenwaldsteg wo der Besucher das Werden und Sterben des Waldes hautnah erleben kann. Ohne den meist moorigen Waldboden zu berühren, geht es auf Holzstegen quer durch den Waldbestand. Voller Eindrücke und erholt kam die Gruppe am späten Nachmittag zurück nach Deggendorf und freut sich schon auf die nächste Wanderung mit Günter Schreib am 6.7.2014 durch die LBV Naturwaldparzelle Sauloch im Graflinger Tal.

Mainkofen 20.05.2014

Foto: BKM Steinbeißer
Foto: BKM Steinbeißer

Die heimische Vogelwelt bestaunt

Moos: Um die heimische Vogelwelt zu erkunden und über die Schöpfung Gottes zu staunen, machten sich zwölf Teilnehmer unter der Leitung von Dekan Heinrich Blömecke auf den Weg in die Isarauen.
Die kühlen Temperaturen der Eisheiligen hatten sich über die Landschaft der Isarauen gelegt, dennoch gab es eine Vielzahl an Arten zu sehen und die verschiedenen Vogelstimmen ergaben ein vielfältiges Konzert in der Natur. Besonders nahe und eindrucksvoll zu bestaunen war ein Paar des Neuntöters oder die beiden Schwarzmilane über dem Auwald. Als lautester und kräftigster Sänger stellte sich der Drosselrohrsänger vor, ebenso waren Teich- und Sumpfrohrsänger zu hören sowie aus dem Schilf der schwirrende Gesang des Rohrschwirls. Auch das Blaukehlchen mit seinem vielfältigen Gesang konnte von den Exkursionsteilnehmern gut beobachtet werden. Einen Höhepunkt in der langen Beobachtungsliste stellte auch der Wendehals dar, der bei uns sehr selten geworden ist. Mit einem großen Staunen übe die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt kehrten die Teilnehmer nach drei Stunden Beobachtung zum Infozentrum Maxmühle zurück.

Neuntöter (Foto. M. Sigl)
Neuntöter (Foto. M. Sigl)

Blick ins Storchennest

Hengersberg: Es sind 4 kleine Störche im Nest!

(Foto: Stefan Schlederer 17.05.2014)
(Foto: Stefan Schlederer 17.05.2014)

Bergwiesen näher erkundet

Zahlreiche Teilnehmer bei Exkursion mit Gerhard Nagl

Bernried: Die LBV-Kreisgruppe, die BN-Ortsgruppe, der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Verein "Grünes Herz Europas" hatten gemeinsam zu einer Botanikexkursion eingeladen.
In seiner Einführung ging Gerhard Nagl zunächst allgemein auf die Landschaftsgeschichte ein. Der Bayerische Wald ist eines der größten Wiesengebiete in Mitteleuropa. Die Landschaft ist noch relativ unverbaut, und eine intensive Landwirtschaft an den kleinteiligen Berghängen ist kaum möglich. Deswegen sind viele seltene Arten hier erhalten geblieben.
Anschließend schaute man sich die auf den Bergwiesen vorkommenden Arten etwas näher an. Nagl legte Wert darauf, dass er nicht nur die Pflanzen benannte, sondern die eine oder andere Geschichte zum Namen oder zu Heilwirkungen und Verwendungsmöglichkeiten in früherer Zeit und heute darstellte.

Der LBV auf der Landesgartenschau

Deggendorf: Vom 01.05. bis 11.05. konnte man sich am LBV-Stand im Aktionspavillon des Umweltministeriums informieren über "Gärtnern ohne Torf" und seine Artenkenntnisse bei den Gartenvögeln unter Beweis stellen.

Vogelfreunde unterwegs

Auf der Suche nach vögeln. Foto: Günter Schreib
Auf der Suche nach vögeln. Foto: Günter Schreib

30 Vogelarten auf Wanderung mit Frater Ludwig Schwingenschlögl beobachtet

Fischerdorf: Bei Sonnenschein und begleitet von einem herrlichen Vogelstimmenkonzert von Goldammer, Mönchsgrasmücke, Buchfink, Grünfink und Fitis, begrüßte Günter Schreib 20 Frühaufsteher zu einer ornithologischen Wanderung ins Isarmündungsgebiet.
Mit dem Ornithologen Frater Ludwig Schwingenschlögl ging es vom Parkplatz Isardamm in Fischerdorf, wo flugs ein Zaunkönig im Unterholz verschwand, in Richtung Isarmündung. In den Altwässern der Isarauen tummelten sich auf einer Sandbank Flussregenpfeifer und Grünschenkel, am Rande des Schilfgürtels schwammen Stockenten, Schnatterenten, Blässhühner und ein Höckerschwan. An der Isar war von fern ein Kuckuck zu hören, während mehrere Graureiher die Isar überflogen und ein Gänsesäger Tauchübungen ausführte. Aus einer Baumspitze wurde eine Heckenbraunelle von zwölf überfliegenden Graugänsen aufgeschreckt und verschwand im Gebüsch. Stieglitze zeigten ihr buntes Gefieder und ein Kleiber ging kopfüber einen Baumstamm hinunter. Zwei Wacholderdrosseln durchstocherten den mit dürrem Laub bedeckten Boden nach Nahrung.
Nachdem sich 29 Vogelarten hören und sehen ließen setzte ein Schwarzmilan, der über die Baumwipfel glitt, den Schlusspunkt der zweieinhalbstündigen  Wanderung.

Voller Einsatz für den Artenschutz

Bei der Jahreshauptversammlung Projekte vorgestellt und Mitglieder geehrt.

 

Deggendorf: Die Arbeit des Landesbundes für Vogelschutz reicht von der reinen Beobachtung der einheimischen Vögel, über den Schutz bis hin zur Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema. Mittelbar wie unmittelbar profitiert der Mensch von diesem Teil des Naturschutzes. Die Jahreshauptversammlung war geprägt von einem komplexen Programm des LBV.
Im Jahresrückblick waren Arbeiten in der Natur genauso notiert wie Vorträge, Stammtische und Kommunikation mit anderen Interessenvertretern. Der Kassenbericht und der Kassenprüfbericht wurden ebenfalls vorgestellt, die Entlastung konnte erteilt werden. Die Biologin Ruth Waas informierte in einem Fachvortrag über die Systematik und das Leben des Vogel des Jahres 2014, den Grünspecht, ein naher Verwandter des Grauspechts.

Die geehrten Mitglieder Werner Klüpfl, Erwin Asen und Hans Jansen mit dem Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib (r) und Dr. Gisela Merkel-Wallner vom LBV Landesvorstand (l) (Foto: Nagl)
Die geehrten Mitglieder Werner Klüpfl, Erwin Asen und Hans Jansen mit dem Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib (r) und Dr. Gisela Merkel-Wallner vom LBV Landesvorstand  (l)                           (Foto: Nagl)
(Foto: G.Suttner)
(Foto: G.Suttner)
(Foto: G.Schreib)
(Foto: G.Schreib)
Bubi im Einsatz (Foto: G.Suttner)
Bubi im Einsatz (Foto: G.Suttner)

Kaltblüter Bubi im Einsatz für den LBV

Grafling. Bubi ist ein waschechter Franzose und mit seinen rund 950 Kilo eine stattliche Erscheinung. Sein Besitzer Alfons Stieglbauer hat den Kaltbluthengst bei der gemeinsamen Waldarbeit trotzdem fest im Griff. Aktuell waren sie am Diessenbacher Riegel im Landkreis Deggendorf im Einsatz. Hier hat die LBV-Kreisgruppe Deggendorf knapp neun Hektar Naturwald erworben. Mit finanzieller Unterstützung durch den Bayerischen Naturschutzfonds, der LBV-Stiftung Bayerisches Naturerbe, den Arche Noah-Fonds Niederbayern und zahlreichen Einzelspenden konnte ein herrlicher Lebensraum für bedrohte Arten - von der Mopsfledermaus über den Kreuzbinden-Pilzkäfer bis hin zum Haselhuhn - gesichert werden. Der Naturwald begeistert durch seine bis zu 120 Jahre alten Bäume, durch große moosbedeckte Blockhalden und viel wertvolles Totholz. Eine kleine Fichtenaufforstung jüngeren Datums wird jetzt mit Bubis Hilfe schonend umgebaut. Durch die Entnahme einzelner Fichten will der LBV hier der Entwicklung hin zum artenreichen Bergmischwald unter die Arme greifen.

Regionalausflug ins Sauloch bei Grafling

Grafling. Aus ganz Niederbayern waren Mitglieder des Landesbundes für Vogelschutz gekommen, um den Naturwald Sauloch bei Grafling zu besuchen. Unter ortskundiger Führung überzeugte sich die interessierte Gruppe persönlich vom besonderen Wert und dem künftigen Schutzkonzept des naturnahnen Mischwalds. 

(Foto LBV)
(Foto LBV)

Ferienaktion im Schlosspark Egg

Egg. Was ist eigentlich ein Wasserfloh? Wie lange lebt eine Eintagsfliege? Und wer ist der gefährlichste Räuber im Teich? Das alles konnten Buben und Mädchen im Grundschulalter im Rahmen des Bernrieder Ferienprogramms, organisiert vom LBV-Kreisgruppenvorsitzenden Günter Schreib, im Park von Schloss Egg selbst erforschen. Nach einem Kennenlernspiel ging es mit der Sozial- und Umweltpädagogin Christiane Baumann, ausgerüstet mit Sieben und Schüsseln, in den Perlbach auf die Suche nach Wasserlebewesen, die anschließend mit der Becherlupe betrachtet und bestimmt wurden. Neben Köcherfliegenlarven, von denen es in Mitteleuropa etwa 400 verschiedene Arten gibt, wurden auch Larven von Eintagsfliegen gefunden. Andere gefundene Tiere waren verschiedene Wasserkäfer, Bachflohkrebse, Zuckmückenlarven sowie eine Kleinlibellenlarve. Die jungen Naturforscher bauten noch kleine Schiffe aus Naturmaterial, die sie dann im Bach schwimmen ließen. Zum Abschluss gab es ein Quiz. 

Kennenlernspiel
Kennenlernspiel
Bestimmung der Wasserlebewesen
Bestimmung der Wasserlebewesen

Bekassine gefunden!

Walter Hanschitz-Jandl (2. v.l.) konnte bei der Exkursion bei Stauffendorf viele Vögel erklären (Foto: Summer)
Walter Hanschitz-Jandl (2. v.l.) konnte bei der Exkursion bei Stauffendorf viele Vögel erklären (Foto: Summer)

Am 1. Mai hat sich die Kreisgrupp Deggendorf erfolgreich auf die Suche nach der Bekassine begeben. Unter der Leitung von Walter Hanschitz- Jandl wurden die Naturfreunde auf  einer Exkursion in die Feuchtwiesen und Biotope rund um den Flugplatz in Stauffendorf fündig.

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März-Stammtisch mit Vortrag über die Totenau

v.l.: Werner Oertel und Günter Schreib (Foto: Summer)
v.l.: Werner Oertel und Günter Schreib (Foto: Summer)

Beim monatlichen Stammtisch hat Werner Oertel das Hochmoor in der Totenau an der Grenze zwischen den Landkreisen Regen und Deggendorf vorgestellt. „Von unseren Hochmooren sind nur noch kleine Reste erhalten“, bedauerte der engagierte Ökologe. Denn sie spielen nach wie vor eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt, für die Artenvielfalt und als Archiv, in dem wir die Klima- und Vegetationsgeschichte seit dem Ende der letzten Eiszeit vor über 10 000 Jahren nachlesen können.

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Ein Silberstreif für unsere Donau

Ministerpräsident Horst Seehofer hat die Zeichen der Zeit erkannt und sich gegen den Bau einer Staustufe in der Donau zwischen Straubing und Vilshofen ausgesprochen. Damit setzt er ein wichtiges Signal zur Bewahrung der Schöpfung. Es besteht damit die Chance, die freifließende Donau mit all ihren Pflanzen und Tieren und die einmalige Flusslandschaft für die kommenden Generationen zu erhalten. Nun sollten die Staustufenpläne ein für alle mal begraben werden.

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Ein Silberstreif für unsere Donau: Host Seehofres "Nein" zu Staustufen zwischen Straubing und Vilshofen. (Foto: Summer)
Ein Silberstreif für unsere Donau: Host Seehofres "Nein" zu Staustufen zwischen Straubing und Vilshofen. (Foto: Summer)


Kreisgruppe sichert Waldgrundstück

9 ha wunderbarer strukturreicher Wald - ein Besitz mit Verantwortung Foto: Summer
9 ha wunderbarer strukturreicher Wald - ein  Besitz mit Verantwortung Foto: Summer

Jetzt ist es amtlich: 9 Hektar wunderbarer, strukturreicher Bergwald im Sauloch bei Grafling im Landkreis Deggendorf gehören dem LBV. Gefördert durch den bayerischen Naturschutzfonds, unterstützt durch die Stiftung Bayerisches Naturerbe, die Kreisgruppen Landshut und Starnberg, den Arche Noah Fond der niederbayerischen LBV-Kreisgruppen und eine private Spende war es der Kreisgruppe Deggendorf möglich das Waldgrundstück zu kaufen.

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Schwammerl spezial bei den Waldhüpfern

Bei unserem dritten Treffen hatten wir leider mit dem Wetter nicht so viel Glück. Dafür erwies sich Tristan als großer Pilzkenner und unterstützte uns kräftig beim Bestimmen. Wir lernten von ihm, dass der Rotfußröhrling im Erzgebirge als Ziegenlippe bekannt ist. Die Ausbeute konnte sich sehen lassen, das Abendessen war gesichert!

Während der Wanderung entdeckten unsere Kinder ein spannendes Erdloch im Wurzelreich, das sich als wunderbarer Abenteuerspielplatz entpuppte.

Wir ließen den Nachmittag wieder bei einer stärkenden Brotzeit an unserem Kletterbaum und einem Fichtenzapfenweitwurf ausklingen und freuen uns auf unsere nächste Gruppenstunde!

Noch ein paar Bilder

Habicht mit Luftgewehr erschossen

Polizei bittet um Hinweise auf den Täter

Osterhofen. Ein LBV Mitglied hat am Dienstag, 25. Sept.  in der Nähe von Osterhofen auf einem Feld unter einer Stromleitung einen toten Habicht gefunden. Die routinemäßige Röntgenuntersuchung zeigte, dass der Habicht nicht den Stromtod gestorben ist, sondern von einem Luftgewehrprojektil getroffen wurde.
Es passiert immer wieder, dass Greifvögel keinen natürlichen Tod sterben, deswegen sollten alle tot aufgefundenen Greifvögel generell zunächst geröntgt werden. Besteht der Verdacht auf eine Vergiftung sollte die Leber des Tieres auf Giftstoffe untersucht werden.

Hier finden sie Tipps zum Vorgehen und einen Meldebogen.

Der LBV erstattete Anzeige, die Polizei-Inspektion Plattling leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein und bittet um sachdienliche Hinweise unter Tel. 09931/9164-20

Lebensraum Kirchturm mit Nutzeffekt

V.l.: Kastenmonteure Burkhart Werthmann und Arnold Keszeg, Stadtpfarrer Monsignore Ludwig J. Rösler, Kaplan Oliver Pollinger, Hausmeister Horst Kilian, LBV-Kreisgruppenvorsitzender Günter Schreib geben dem Wanderfalken in Deggendorf ein Zuhause (Foto: Summer)
V.l.: Kastenmonteure Burkhart Werthmann und Arnold Keszeg, Stadtpfarrer Monsignore Ludwig J. Rösler, Kaplan Oliver Pollinger, Hausmeister Horst Kilian, LBV-Kreisgruppenvorsitzender Günter Schreib geben dem Wanderfalken in Deggendorf ein Zuhause (Foto: Summer)

Günter Schreib, der Vorsitzende der LBV- Kreisgruppe Deggendorf hat der Pfarrgemeinde Maria Himmelfahrt die Urkunde „Lebensraum Kirchturm“ für besondere Leistungen im Natur- und Artenschutz verliehen. Stadtpfarrer Monsignore Ludwig. J. Rösler hatte gerne zugestimmt, dass der LBV im Kirchturm einen Nistkasten für Wanderfalken einbaut. „Die Kirchenverwaltung war froh, dass es möglich war, hier eine Brutmöglichkeit für den Wanderfalken zu schaffen“, erklärte Rösler. Denn die Tauben waren eine Plage.

Bis der Brutkasten unter dem Dach war, haben die LBV-Mitglieder Burkhart Werthmann, Arnold Keszeg und Günter Schreib hart gearbeitet. Weil es im Turm sehr eng ist, mussten sie den Brutkasten in Einzelteilen 184 Treppenstufen, drei mal 25 Sprossen von steilen Leitern und noch einmal zwanzig Sprossen hochtragen, und das alles dann durch eine schmale Lucke fädeln. Hoch oben, am letzten Fenster unter der kleinen Zwiebel haben sie den Kasten schließlich zusammen gebaut und mit einem Lande- und Abfluggitter versehen.

Es hat sich gelohnt. „Ich finde das Engagement der Pfarrgemeinde vorbildlich“, freute sich Schreib. Da profitieren alle: Der Wanderfalke findet einen Brutplatz, die Pfarrgemeinde und die Stadt Deggendorf haben weniger Ärger mit den Tauben und alle Naturfreunde können sich an den akrobatischen Flugkünsten der Vögel erfreuen.

Nistkasten mit Anfluggitter im Turm der Himmelfahrtskirche (Foto: Keszeg)
Nistkasten mit Anfluggitter im Turm der Himmelfahrtskirche (Foto: Keszeg)
Steil ging es hinauf zum Kastenstandort (Foto Summer)
Steil ging es hinauf zum Kastenstandort (Foto Summer)
Kletterpartie (Foto: Summer)
Kletterpartie (Foto: Summer)

Schlossherren mit Charme

Günter Schreib, Vorsitzender der KG Dggd (l), und Schlossherr Georg Luitpold Hartl vor Schloss Egg. (Foto:Summer)
Günter Schreib, Vorsitzender der KG Dggd (l), und Schlossherr Georg Luitpold Hartl vor Schloss Egg. (Foto:Summer)

Auf Schloss Egg gibt es eine der größten Dohlenkolonien in Niederbayern

Egg. Ende August fehlt etwas auf Schloss Egg. Es ist ungewöhnlich still, keine Kjak-Kjak-Rufe aus der Luft, keine schwarzen Vögel, die in wagemutigem, akrobatischem Flug das Gemäuer umkreisen. Das ist normal, sagt Konsul Georg Luitpold Hartl, Schlossherr und Dohlenfreund, gelassen. Nach der Brutzeit verschwinden die Dohlen, nur noch gelegentlich kreisen kleine Gruppen um die Mauern, als ob einzelne Vögel nachschauen wollten, ob noch alles in Ordnung ist mit der Kolonie.
Mindestens 40 Brutpaare wurden in diesem Jahr gezählt. Die Kolonie ist etwas besonderes, in Niederbayern ist keine größere bekannt - und keine, die dem Hausherren mehr willkommen ist.
Das die Dohlen in den Mauern des Schlosses nisten dürfen, ist für Hartl selbstverständlich. Das Egger Schloss kann man sich ohne Dohlen nicht vorstellen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die schwarzbefrackten Vögel die wahren Schlossherrn sind und mitleidig auf uns Menschen herab sehen, sinnt Hartl.


Ökologischer Denkmalschutz
Als das Schloss vor einigen Jahren renoviert wurde, hat Hartl den Bauarbeitern die Anweisung gegeben, alle Brutnischen für die Dohlen offen zu halten. Dafür hat er den Begriff "ökologischer Denkmalschutz" geprägt. Natürlich lassen die Dohlen Nistmaterial auf die Treppe fallen, meint Hartl, aber es stört ihn nicht regelmäßig die Treppe zu kehren. Dafür lebt er in Gesellschaft einer sympathischen Vogelschar. Da könnte sich so mancher Schlossbesitzer oder Kirchenadministrator ein Vorbild nehmen. Es gibt eine Menge Nisthilfen, die man bei Renovierungsarbeiten unproblematisch anbringen kann.

Durch die Filze im Tal der Großen Ohe

22.07.2012: Zur diesjährigen naturkundlichen Wanderung lud die Kreisgruppe Deggendorf zu einem der größten Moorkomplexe, die sich im Bayerischen Wald erhalten konnten, am Rande des Nationalparkgebietes, ein. Moore sind unter de Bezeichnung "Filze" auch bekannt. 4 Quadratkilometer groß sind das so genannte "Große Filz"und Klosterfilz zusammen. Knapp 2 Dutzend Teilnehmer konnte der Kreisgruppenvorsitzende, Günter Schreib, am Ausgangspunkt im Weiler Guglöd begrüßen. Die Wanderung beginnt auf einer herrlichen Waldstrecke und führt ein Stück auf den mittelalterlichen Salzhandelsweg "Goldsteig" durch einen abwechslungsreichen Wald mit schönen Ausblicken in die unterschiedlichste Vegetation. Wer sich einmal umdreht erhält einen tollen Ausblick auf den Lusen und das zu seinen Füßen liegende höchstgelegene Bayerwalddorf Waldhäuser. Über einen Bohlenweg, der Siebenellen mit Riedlhütte verbindet, entlang des Klosterfilzes und vorbei an einem ehemaligen Triftkanal ist Riedlhütte erreicht. Nach einer Einkehr geht es vom Ortsteil Ziegelhütte zum Großen Filz. Der Windwurf und anschließend der Borkenkäfer haben richtig gewütet. Sterbende Bäume vergehen und neue Vegetation in abwechslungsreicher Vielfalt entsteht. In diesem kleinen aber faszinierenden Abschnitt gibt der Biologe, Werner Oertel, Einblick über die Entstehung der Moore, den Lebensraum und den Nutzen als Wasserspeicher. Bevor die Gruppe zum letzten Mal die große Ohe überquert und über einen leichten Anstieg zum Ausgangspunkt zurückkehrt, kreist wie zum Abschied ein Schwarzstorch über das Filzgebiet.

Foto: Günter Schreib
Foto: Günter Schreib

Spaziergang in einem bedrohten Paradies

Pfarrer Heinrich Blömecke führte durch die Vogelwelt im Isarmündungsgebiet

Maxmühle: An einem frühlinswarmen, strahlend blauen Samstagmorgen hat Heinrich Blömecke eine große Gruppe Naturfeunde für die Vogelwelt im Isarmünungsgebiet begeistert. Er freute sich das auch zahlreiche Kinder der Einladung der Kreisgruppe gefolgt waren.
Das Isarmündungsgebiet bietet mit seiner Vielfalt an Lebensräumen, Wäldern mit vielen Baumarten und großen Todholzanteil, fließendem und stehendem Wasser, Schlick- und Schilfflächen und trocken warmen Deichen Lebensraum für außerordentlich viele Vogelarten. Auch für Ornithologen, die es sehr gut kennen, bietet es immer wieder Überraschungen. In der beginnenden Thermik der warmen Luft über dem trockenen Schilf konnte die Gruppe gut vier verschiedene Greifvogelarten beobachten: Rohrweihen ließen sich von der Luftströmung emportragen und stürzten sich im Balzspiel wieder zu Boden. Auch Sperber nutzten das warme Wetter zum Hochzeitsflug. Spitze Flügel verrieten den Wanderfalken als seltenen Gast im Isarmündungsgebiet. In großer Höhe konnte die Gruppe den häufigsten Greifvogel, den Mäusebussard kreisen sehen.
"Was man alles sieht, wen man mit dem Herr Pfarrer unterwegs ist", war eine Teilnehmerin begeistert. Obwohl die Langstreckenzieher aus Afrika noch nicht zurück sind, lernte die Gruppe Rufe von 47 verschiedenen Vogelarten kennen. Weil das Laub noch sehr fein war, konnten sie die meisten Vögel mit ihren teilweise prächtigem Federkleid auch gut erkennen. Das Blaukehlchen grüßte von einem hohen Baumstamm im Schilf, bevor es sich wieder rasch zwischen den Halmen versteckte. Zwei der sechs Spechtarten zeigten sich und der Rohrschwirl, ein unscheinbarer Schilfbrüter ließ mit seinem lang andauernden sirrenden Klang verlauten, dass er auch heuer wieder da ist.
Hier kann man den wunderbaren Kreislauf der Schöpfung mit ihren Kostbarkeiten entdecken. Dieses Paradies ist durch die Staustufenpläne in der Donau bedroht, wir müssen alles daran setzen, es zu bewahren.

(Foto: Hanne Summer)
(Foto: Hanne Summer)

Zur Nachahmung empfohlen

(Foto, Summer)
(Foto, Summer)

Hilfe gegen Vogelschlag

"Die Greifvogelsilhouetten an den Fenstern halten nicht, was sie versprechen", ärgerte sich LBV Mitglied Leo Achatz, als schon wieder ein Vogel gegen seine Fensterscheibe geknallt war und benommen auf der Terrasse liegen blieb. Ein verunglückter Eisvogel, der die Scheibe übersehen hatte, als dieser im Wohnzimmer Zuflucht suchen wollte, setzte seine Kreativität in Gang. Er maß drei Millimeter dicke Nylonschnüre in der Breite des Fensters ab, und befestigte an ihnen alle zehn Zentimeter Schüre, die so lang sind, wie die Fenster hoch. Mit zwei Nägeln am Fensterrahmen befestigt zeigen sie den Vögeln jetzt an: Halt hier gehts nicht weiter. "Das funktioniert gut", freut sich Leo Achatz und rät zur Nachahmung. Die Schnüre stören optisch kaum und hindern nicht beim Fensterputzen und seit sie in den Fenstern hängen, ist kein Vogel mehr bei ihm verunglückt.

Unten geht es drunter und drüber

Dr.Frank Holzförster (links) erklärte am Burgfelsen einen Ausschnitt der zu Stein gewordenen Erdgeschichte
Dr.Frank Holzförster (links) erklärte am Burgfelsen einen Ausschnitt der zu Stein gewordenen Erdgeschichte

Kreisgruppe erkundet Erdgeschichte von Niederbayern und der Oberpfalz

Mitglieder der Kreisgruppe haben bei einer Fahrt ins Geoinformationszentrum in Windischeschenbach einen 9101 Kilometer tiefen Blick in die Erdkruste getan und dabei viel über das "System Erde" gelernt.
Dr. Frank Holzförster, der Leiter des Geozentrums, nahm sich viel Zeit für die Deggendorfer.
Auf Karten zeigte Holzförster den Weg der Urkontinente, die sich aufeinander zubewegt und wieder getrennt und dabei Gebirge aufgetürmt und Gräben aufgerissen haben. Daneben hat Erosion Gesteine abgetragen, in Senken übereinander geschichtet, und so ein steinernes Archiv der Erdgeschichte geschaffen. "Verglichen mit dem, was die Erde in ihrem 4,6 Milliarden Jahren langem Leben schon alles erlebt hat, ist unser Klimawandel marginal, auch wenn er den Menschen schwer zu schaffen macht", sagte Holzförster.
Die Ausstellung des Geozentrums zeigte viele Aspekte der Erdgeschichte. In einer Geländeexkursion führte Holzförster die Gruppe zu dem Granitfelsen unter der Burg Falkenberg mit seinen großen Feldspatkristallen. Großen Eindruck machte der Basaltkegel des Vulkans in Parkstein, der vor 24 Millionen Jahren ausgebrochen ist.

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